BASF – wie Muster uns helfen – und wie nicht

Vor einer guten Woche, hatte ich Ihnen im Artikel -> Drei Plus für BASF <- die eindrucksvolle Ausbruchschance bei BASF nahe gebracht.

Am 03.10.16, sah das Chart so aus:

basf-03-10-16

Nun heute am 12.10.16 so:

basf-12-10-16

Das kann man wohl einen Volltreffer nennen. Ein klares Kaufsignal und ein klarer Ausbruch.

Nun würde andere sich vielleicht damit brüsten, dass Sie das ja "gesehen" haben und dabei all die Fälle unterschlagen, in denen so Strukturen eben nicht aufgehen, obwohl sie ähnlich aussichtsreich aussahen.

Genau da setzt dann auch die - etwas naive - Kritik von unerfahrenen Anlegern an, die Markttechnik gerne perse als Hokuspokus abtun und damit nur zeigen, wie weit sie selber vom Verständnis des selbstreferentiellen (reflexiven) Marktes entfernt sind.

Beide - die die so tun, als könnten sie so Ausbrüche zuverlässig vorher sagen, wie auch die, die Markttechnik perse als Hokuspokus abtun - sitzen dabei einem grundlegenden Missverständnis auf.

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Marktlage 2016 – Das Jahr des Bären?



Liebe Leser im freien Bereich,

nach der für die Wallstreet historisch schlechtesten ersten Börsenwoche der Geschichte, stellt sich natürlich die berechtigte Frage, ob dieser Markt nun weg kippt und 2016 endgültig zum Jahr der Bären wird?

Nun, im Artikel -> Welt in Bewegung mit unbestimmter Zukunft <-, habe ich ja letzte Woche dargestellt, dass es darauf keine definitive Antwort geben kann, weil die Zukunft prinzipiell unbestimmt ist und bleibt.

Dass wir am Markt nie 100% Sicherheit haben werden, heisst aber umgedreht auch nicht, dass wir gar nichts wissen und der Markt nur eine Abfolge unzusammenhängender Zufälle wäre.

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Apple – wiederholt sich die Geschichte?

Der folgende Artikel erschien schon Montag 30.03.15 17:30 in Hari Live

Es lohnt sich manchmal, Dinge mehrfach zu sagen, damit sie nicht übersehen werden.

Und zu Apple will ich Ihnen erneut die Parallelität zur Konsolidierung um dem Jahreswechsel zeigen, die nicht nur im S&P500 sichtbar ist, sondern noch prägnanter bei Apple:

AAPL 30.03.15 2

Sie erinnern sich, wir hatten ja mit dem Artikel -> Apple - es wird Zeit! <- vom Montag 23.02.15 16:50 sehr schön die Konsolidierung antizipiert, in der wir uns nun genau so befinden.

Das aktuelle Chart sagt Ihnen nun, wo wir danach aktuell stehen. Und es lohnt sich, diese Parallelität zur letzten Konsolidierung als gedankliches Modell im Hinterkopf zu behalten, bis der Markt uns vielleicht von etwas anderem überzeugt.

Sehr schön liess sich das bei Apple in der Vergangenheit auch über den MACD handeln, weil die Swings so klar und deutlich waren - achten Sie auf die blauen Kreise unten im Chart.

Mit ein wenig Geduld, mit der man bei einem MACD Signal eine Bestätigung abgewartet hätte, hätte man bei Apple ganz sauber die Swings der letzten Monate mitnehmen können und es kann gut sein, dass sich das auch fortsetzt.

Auch das ist eine brauchbare Arbeitshypothese, mit der man so lange arbeiten kann, bis der Markt das Gegenteil beweist. Und für den Fall haben wir ein Risikomanagement.

Auf jeden Fall, hat in den letzten Monaten der Status von Apple als der "am besten beobachten Aktie der Welt" dazu geführt, dass die grossen Bewegungen besonders stabil und berechenbar waren - zumindest für die, die ein Chart zu sich sprechen lassen konnten.

Auch hier gilt also das Prinzip der Trendfolge: es macht Sinn davon auszugehen, dass das Muster so weiter geht und vom Gegenteil lassen wir uns erst überzeugen. 😉

Übrigens, am 23.04. kommen bei Apple die Quartalszahlen. Spätestens dann sollte eine Entscheidung über diese Struktur fallen und die Aktie nach oben oder nach unten ausbrechen. Nach unten stellt die 120 USD Linie nun eine natürliche Stopzone dar. Nach oben lassen wir einfach laufen und nehmen die 150 USD als nächstes Ziel in den Blick.

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Marktlage Update S&P500 – Die Macht der Muster

Vor genau einer Woche, habe ich hier im freien Bereich zuletzt einen Blick auf die allgemeine Marktlage gerichtet und Ihnen im Artikel -> Die grosse Marktlage am Beispiel des Leitindex S&P500 <- drei Charts des Leitindex S&P500 gezeigt mit dem Hinweis, dass diese Charts Ihnen ein aussagekräftiges und objektives Bild der Lage vermitteln.

Was ist dann in der letzten Woche nicht alles passiert, denken wir nur an die zumindest übertriebene Meldung am Freitag zu direkten Kampfhandlungen zwischen der Ukraine und Russland, die den DAX hat über 200 Punkte abstürzen lassen.

Und trotzdem, alles was Sie wissen mussten, war in diesen drei Charts und heute, eine Woche später, ist es exakt so gekommen, wie die Charts indiziert haben. Mehr musste niemand wissen, um die Marktlage richtig einzuordnen.

Denn um zu rekapitulieren, sahen wir da einen etablierten Aufwärtstrend mit der guten Chance auf der Trendlinie nach oben zu drehen. Wir sahen die entscheidenden Unterstützungs- und Widerstands-Strukturen, die einen Rebound von einer echten Korrektur trennen und wir sahen die im Aufbau befindliche, potentielle inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation (iSKS), bei der damals noch nicht einmal die rechte Schulter Realität war.

Eine Woche später ist die iSKS fast vollendet. Und wer die rechte Schulter zum Einstieg nutzte, nach dem klar wurde, dass es eine rechte Schulter und kein Absturz wird, sitzt nun auf schönen Gewinnen:

S&P500 19.08.14 2

Wer dagegen versuchte, rein aus dem Chart des DAX viel Honig zu ziehen, sitzt nun in einem rechten "Chaos" zwischen Bärenflagge mit erneutem Absturz unterhalb 9400 und doch einem vollen Rebound. Der Grund für das Chaos ist zweierlei. Erstens ist der DAX weit stärker durch die geopolitischen Ereignisse in der Ukraine beeinflusst. Zweitens aber, ist und bleibt der DAX ein "Nebenindex" im weltweiten Massstab - sozusagen ein "Hündchen", dass an der langen Leine der Wallstreet liegt und eben von ausländischen Kapitalströmen massgeblich beeinflusst wird.

Wenn man für die Lage der Weltmärkte die besten und verlässlichsten Signale will, ist einfach der S&P500 der Ort der Wahl. Schauen Sie nur, wie die Falschmeldung von Freitag im S&P500 nur der (erfolgreiche) Retest der Nackenlinie der iSKS war. Schon das indizierte die Stärke, die wir nun seit Anfang der Woche wieder sehen.

Jetzt werden mich einige der freien Leser bestimmt wieder fragen wollen, wie es nun weitergeht. Meine Antwort wird Ihnen nicht gefallen, denn die lautet: "Tut mir leid, Sie stellen erneut die falsche Frage!"

Wie es weiter geht, weiss niemand. Die Zukunft ist offen. Und die, die gerne darüber fabulieren, wissen es schon gar nicht. Vielleicht kommt Morgen wieder eine Nachricht aus der Ukraine und alles ist anders. Vielleicht wird der S&P500 - nachdem die iSKS ihr Bewegungsziel oberhalb 1980 erreichte - nun ein niedrigeres Hoch generieren und in ein Top übergehen. Vielleicht werden aber auch die 2000 im S&P500 bald fallen und der Aufwärtstrend weiter gehen. Hören Sie einfach auf, Ihre wertvolle Lebenszeit und Energie mit Spekulationen zu Dingen zu vergeuden, die Sie sowieso nie vorher sehen werden!

Tun Sie besser etwas anderes. Denn obwohl wir die Zukunft nicht kennen, wissen wir aber eine ganze Menge bei den Dingen, die wir wirklich in der Realität des "Hier und Jetzt" beobachten können. Und die sollten wir nicht übersehen:

(1) Wir wissen, dass ein Erreichen des Bewegungsziels im S&P500 eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit hat. Und alle, die die iSKS erkennen konnten, hatten die Chance einen guten Teil dieser Stärke der letzten Tage mitzunehmen. Wir in der sumerdigital Community haben das mit grosser Freude getan.

(2) Wir wissen, dass die US Märkte in einem nicht gebrochenen, sehr starken Aufwärtstrend sind. Und dass es keine weltweite Baisse gibt, ohne dass auch US Indizes Schwäche zeigen.

(3) Wir sehen, dass ein Markt,der im Zuge all der geopolitische Krisen so nahe der historischen Höchststände navigiert, grosse innere Stärke hat. Und dabei verarbeitet der Markt sogar die Annahme, dass die FED die Zinsen irgendwann in 2015 anzieht.

(4) Wir wissen, dass uns der Markt mit neuen Mustern schon bald zeigen wird, ob er zu neuen Hochs aufbricht oder hier nun "stallt" und ein Top ausbildet. Wir müssen nur akzeptieren, dass wir ein Top nie zum exakten Zeitpunkt und nie "vorher" erkennen können, wie sollte das denn auch gehen, das wäre sinnloses Raten? Aber wenn sich die Muster zeigen, ein gutes Stück unter dem Top, werden wir sie erkennen, wie wir auch diese Wendeformation vor einer Woche erkennen konnten. Und so können wir immer noch einem Grossteil der Bewegung aus dem Weg gehen und stehen weit besser da als alle, die nur den Stimmungen hinterher rennen.

In Summe ist es also die völlig falsche Frage zu fragen, wie die Kurse morgen sein werden. Wer sich von diesem Ratespiel nicht lösen kann, wird nie auf einen grünen Zweig kommen, denn die Zukunft ist und bleibt unbestimmt. Dass eine ganze Industrie existiert, die Ihnen etwas anderes vorgaukeln will: geschenkt. 🙂

Richtig und sinnvoll ist es aber, die ganze Energie darauf zu verwenden um zu erkennen, was der Markt gerade jetzt in der Realität tut - und dann seine Aufstellung an dieser Realität zu adjustieren. Wenn Sie das schaffen und das mediale Rauschen ausschalten lernen, dann kennen Sie die Kurse von morgen immer noch nicht. Sie sind dann aber so sinnvoll aufgestellt, dass Sie die unbestimmte Zukunft gelassen kommen lassen können.

Zum klassisch prozyklischen Markt-Geplapper der Massen-Medien, hat übrigens Josh Brown gerade einen kurzen, witzigen Beitrag. Das ist wirklich und so typisch! 😉 Und übersehen Sie bitte nicht seinen zynisch, sarkastischen Kommentar "Keep playing, let me know how this works out for you." am Ende des Posts. Da kann ich wirklich nur belustigt grinsen. 🙂

Ihr Hari

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