Doppelboden bei Gold ? Arbeiten die Edelmetalle an der Wende ?

Am gestrigen Pfingstmontag sind im Segment Gold und Silber dramatische Dinge passiert, aber niemand scheint es so richtig zu registrieren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in den grossen Medien immer noch die Geschichte vom schlimmen Absturz erzählt wird (Metall des Teufels), während Silber gestern Abend um 18:15 Uhr Intraday schon fast 15% gestiegen war und eine sensationelle Wende hinlegte. Nicht bemerkt wurde auch, dass der Abverkauf unter geringem Volumen stattfand, während das Volumen im Rebound anzog.

Aber auch Gold hat gestern eine bedeutende Wende hingelegt, schauen Sie mit mir auf das Tageschart von XAUUSD mit Stand heute Morgen 09:00 Uhr :

XAUUSD 21.05.13

Sie sehen den potentiellen Doppelboden, bei dem das zweite Tief über dem ersten liegt. Wenn dieser Doppelboden bestätigt wird, ist das eine bullische Struktur mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Wende !

Entscheidend ist also die Bestätigung und die müsste in den folgenden 3 Tagen - also bis Donnerstag - durch eine starke Bewegung über 1400 USD kommen. Bis dahin ist heute zunächst mit leichtem Bröseln nach unten zu rechnen, nach dem gestrigen Tag kein Wunder. Kurzfristig stellt die 1400er Marke einen starken Widerstand dar.

Morgen gilt es dann, denn am morgigen Mittwoch spricht um 16 Uhr FED Chef Ben Bernanke und um 20 Uhr kommt das FOMC Sitzungsprotokoll in den Markt, dass in der Vergangenheit von den Bären gerne benutzt wurde, um den Sektor nach unten zu prügeln.

Was aber für einen Doppelboden spricht, sind mehrere Faktoren:

Erstens haben wir nun ein extrem negatives Sentiment in Sachen Gold und Silber, die Edelmetalle sind im Moment die am meisten verachtete Anlageklasse. Man kann es auch wunderbar an der typischerweise prozyklischen Presse beobachten. Überall, egal wo man hinschaut, wird vom Ende des Gold-Bullen geredet, Kursziele unter 1000 USD - ja bis zu 500 USD - werden herum gereicht und was findet man dagegen überhaupt nicht mehr ? Eben: Artikel, die eine bevorstehende Rally indizieren. Niemand traut sich mehr mit so einer Meinung heraus, zu gross ist die Angst, wieder auf dem falschen Fuss erwischt und mit Häme bedacht zu werden. Was aber selbst der dümmste Trader und Anleger schon mitbekommen hat, hat keine prognostizierende Wirkung im Markt mehr. Das Herdendenken ist schon wieder in voller Blüte zu bewundern !

Zweitens sind auch alle mir bekannten technischen Indikatoren im extrem überverkauften Niveau. Das gilt insbesondere auch für die COT Daten, in denen man sehen kann, wie professionelle Akteure aufgestellt sind.

Drittens gibt es mittlerweile eine hohe Short-Quote, denn ein Short auf Gold und Silber scheint ein "Sure-Play" zu sein. Diese Shorties werden covern, wenn Gold wieder über 1400 USD steigt und damit den Doppelboden bestätigt. Das erzeugt einen erheblichen Schub unter den Kursen.

Viertens sind entgegen der öffentlichen Rhetorik alle fundamentalen Argumente pro Gold gültiger denn je. Und ja, wir haben schon jetzt erhebliche Inflation, sie steckt halt in den Assetmärkten, wie man unschwerlich an den Indizes erkennen kann. Ich meine, es muss ja auch alles OK sein und Gold wird nicht mehr benötigt, denn Goldman Chef Blankfein hat ja nun die und glaubt an den . Damit wäre ja dann alles geklärt. Wer hier Sarkasmus findet, darf ihn behalten. 😉

Fünftens beobachte ich nicht nur eine Stabilisierung bei Gold und Silber, sondern auch andere verprügelte Rohstoffaktien wie Kohle oder Kupfer zeigen Lebenszeichen. Eine Sektor-Rotation wäre in dieser Phase der Rally nur typisch, denn das heisse Geld sucht nun - nachdem einige Sektoren nun extrem gut gelaufen sind - händeringend nach neuen Gelegenheiten. Am Ende hebt die Flut halt alle Boote, das war schon immer so.

Fazit:

Es gibt viele gute Argumente dafür, dass Gold nun einen Doppelboden gefunden hat. Dagegen steht einfach die Stärke des Abwärtstrends und der ist ja noch nicht gebrochen. In Anbetracht all dieser Faktoren sehe ich die Chancen für den Doppelboden aber oberhalb 50%. Natürlich kann alles wie immer ganz anders kommen, ein weiterer Absturz unter das Tief vom 16.04.13 ist in meinen Augen nun aber nicht mehr die wahrscheinlichere Wette. Und mit dem potentiellen Doppelboden haben wir nun ein hervorragendes Stopniveau, um potentielle Positionen nach unten abzusichern.

Wer ganz sicher gehen will wartet ab, bis Gold das Hoch vom 03.05.14 überschritten und damit dann nicht nur die 1500 USD, sondern auch die 50-Tage-Linie zurück erobert hat. Wenn das passiert ist, gibt es ein starkes Kaufsignal in Form eines dicken, fetten "W" im Chart. Nur dann kann das auch wieder jeder sehen.

Zu einer ähnlichen Sicht - vorsichtig, aber latent bullish - kommt ein Artikel zur gestrigen Bewegung in den Minen , die grossen ETFs wie der GDX stiegen gestern um 6%.

Summa Summarum ist es also zu früh, die Wende bei den Edelmetallen endgültig auszurufen. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung sind die Chancen für eine Wende hier aber keineswegs schlecht.

Ihr Hari

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Barrick Gold – Ausverkauf und Panik – 15.04.13

Einer geht noch, an diesem denkwürdigen Tag.

Ich zeige Ihnen einfach das Wochenchart vom weltgrössten Goldförderer Barrick Gold (WKN: 870450). Und zwar die Zeitspanne zwischen 2008 und heute.

Muss man da noch viele Worte verlieren ?

Wohl kaum. Nur ein Wort zu Warnung, wer meint, dass das fallende Messer aufgrund des Bildes hier stoppen muss, der irrt. Auch ein unterbieten der 2008er Stände ist im Panikmodus möglich.

Das wir es hier aber mit einem panikartigen Ausverkauf zu tun haben, ist wohl offensichtlich.

Barrick Panik 15.04.13

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Gold und Goldminen (ETF GDX) – Phönix aus der Asche ? – 07.03.13

Oh je Goldminen und der GDX. Die Gurken des letzten halben Jahres !

Ja, gerade bei Gurken sollte man mal schauen, ob sie dann nicht doch zur Ernte reif sind. 😉 Denn es gibt zwei Arten von schlecht laufenden Aktien oder Sektoren:

Die einen sind die, denen das Geschäftsmodell wegbricht. So wie zuletzt dem Solarsektor in Deutschland. Bei diesen Aktien gilt einfach nur "Finger weg". Gegen ein fundamental kaputtes Geschäftsmodell hilft auch keine Markttechnik und keine Zyklen. Ganz anders aber bei Aktien und Sektoren, die sich in einem zyklischen Tief befinden und ansonsten aber ein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell haben. So unter anderem bei den Gold- und Silberminen.

Schon vor 6 Wochen hatte ich ja in -> diesem <- Artikel mal geschaut, ob sich da die Zeit der Ernte anbahnt. Das war aber noch zu früh, die Gurken waren noch nicht richtig grün und das Dreieck wurde schmerzhaft nach unten aufgelöst.

Nun zeigt der Markt aber weitere Signale, die eine mögliche Wende indizieren. Wir haben:

  • Einen Goldpreis, den die Bären scheinbar nicht mehr so richtig nach unten bringen, obwohl im Markt "Risk On" Modus herrscht. Bei Gold besteht die Chance eines Doppelboden.
  • Zum ersten Mal seit Herbst 2012 klare "Buying on Weakness" Käufe für den GLD.
  • Ein Management der Goldminen, das nun den Hebel zu mehr Profitabilität statt maximalem Output umgelegt hat und rigoros unprofitable Projekte zusammen streicht. Und damit in den kommenden Jahren die Profitabilität und Kostenstruktur deutlich verbessern wird, bei gleichzeitiger Verknappung des Angebotes.
  • Gestern den grössten Hub im GDX seit Oktober 2012 - und niemand nimmt davon Notiz !
  • Einen Hub im GDX, ohne dass sich der Goldpreis relevant bewegte.
  • Zuletzt deutlich höheres Volumen im GDX an den starken Tagen als umgekehrt.
  • Ein extrem negatives Sentiment, unter anderem sichtbar in einem Blees Rating (abgleitet aus dem COT Report) von 100.
  • Eine Minen/Gold Ratio auf historisch niedrigen Extremen !

Und von all dem will nun niemand mehr so richtig Notiz nehmen. Zu oft und schmerzhaft wurde reine Hoffnung in den letzten Monaten enttäuscht. Dieses Verhalten ist ganz typisch und in der menschlichen Psychologie begründet. Wenn ein Sektor so viel Schmerzen verursacht hat, dass es keiner mehr aushalten kann, beginnen sich die Menschen abzuwenden und nicht mehr hinzuschauen. Und bemerken dann nicht mehr, wenn die Wende doch einsetzt. Ein Rally stirbt in der Euphorie, sie beginnt aber in der Ignoranz und Ablehnung !

Schauen wir doch mal auf das grosse Bild, den GDX im Wochenchart seit 2008:

GDX Wochenchart 07.03.13

  • Sie sehen die gigantische Top-Formation in Form eines "rounded Top".
  • Sie sehen die gigantische Schulter-Mehrfachkopf-Schulter Formation mit einer Nackenlinie die nun durchschlagen wurde und ein Kursziel bei den historischen Tiefstständen bei 20 USD von 2008 impliziert.
  • Sie sehen auch den perfekten Doppelboden von letztem Sommer, der ein wunscherschönes Umkehr-W produzierte und die Vermutung einer Bullenflagge im Herbst 2012 sehr wahrscheinlich machte, was dann ja übel negiert wurde.
  • Sie sehen aber auch, dass wir nun extrem nach unten überdehnt sind und so überverkauft, wie zuletzt 2008 !
  • Sie sehen, dass wir nun auf dem Niveau der Nackenlinie der Umkehrformation von 2008 notieren.
  • Und sie sehen, dass wir die Nackenlinie der gigantischen SKS zwar durchschlagen haben, aber noch nicht so weit entfernt sind, dass ein Fehlsignal unmöglich wäre. Im Gegenteil, aus der grösseren Perspektive ist das gerade der perfekte Punkt, um den Big Money einen Titel gerne unter wesentliche Marken treibt um alle Stops abzufischen und dann sehr böse zu drehen.

Was ist also nun richtig ? Fundamental hatte ich schon im letzten Artikel darauf hingewiesen, dass die im Moment überall wiederholte Geschichte von den immer weiter überproportional steigenden Förderkosten der Minen Unfug ist, weil viel zu statisch gedacht. Ich zitiere:

--> "Dort wird mit zweidimensionaler Primitiv-Logik einfach die Vergangenheit in die Zukunft fortgeschrieben. Nicht verstanden wird, dass die Förderkosten vor allem deshalb im Schnitt stiegen, weil die Minen immer mehr Projekte um jeden Preis eröffneten, auch eher unprofitable mit geringem Goldgehalt oder schwierigen geologischen Verhältnissen. Die Förderkosten der bestehenden Minen steigen zwar auch, aber lange nicht in dem Umfang wie das dargestellt wird. Der Mix über alle Projekte hinweg ist aber stark gestiegen, weil eben immer mehr unprofitable Projekte begonnen wurden.

Das ist das typische Verhalten eines zyklischen Sektors im Schweinezyklus und hat seinen Höhepunkt schon überschritten. CEOs wurden entlassen, Projekte wurden und werden eingemottet. Die Minen schwenken von einem Fokus auf Output um jeden Preis, hin zu einem Fokus auf Profitabilität. Und das wird zwei wichtige Dinge bewirken:

Erstens werden damit die Förderkosten wieder sinken oder sich zumindest normalisieren, weil der Mix der Projekte wieder stimmt. Zweitens wird aber damit der Output an Gold sinken. Und das bewirkt eine Verknappung beim Edelmetall. Die Folge davon ist ein höherer Goldpreis und davon die Folge sind weit höhere Gewinne bei den Minen. Dieser Mechnismus ist auch wieder typisch für den Schweinezyklus, nur dieses mal in die aufsteigende Richtung." <-- Fundamental spricht also viel dafür, dass eine Wende nahe ist. Schauen wir daher nun mal auf das kürzerfristige Stundenchart des GDX seit Jahresanfang, vielleicht macht uns das ja klüger: GDX Stundechart 07.03.13

Sie sehen, dass wir gestern den grössten Hub des betrachteten Zeitraumes hatten. Genau genommen war es sogar der grösste Hub seit Oktober 2012. Viel wichtiger ist aber zu sehen, wie sich der Charakter des Marktes geändert hat. Die grossen Volumina kommen nun an den Tagen, an denen der GDX steigt. Das ist klares Signal für Distribution und typisches Anzeichen einer bevorstehenden Wende.

Alles in allem genügend rational vernünftige Argument, um da nun ganz genau hinzuschauen.

Steige ich nun sofort wieder voll in den Sektor ein ? Nein bestimmt nicht und das ist auch nicht zu raten. Eine Trendwende ist noch nicht vollzogen und ich habe hier oft genug gepredigt, dass man nicht gegen einen Trend spekulieren sollte, sondern abwarten, bis er wirklich gedreht hat. Auch Gold und der GDX können durchaus erneut die Signale für eine Wende missachten und erneut nach unten wegbrechen. Ein Trend ist mächtig und der Abwärtstrend ist voll intakt. Und die durchbrochene Nackenlinie indiziert eine relevante Wahrscheinlichkeit dafür, dass es nun massiv weiter nach unten geht und wir die Ziel-Zone der SKS um 20USD herum noch erreichen.

Im übrigen habe ich ja oft genug gesagt, wie wichtig eine Bestätigung ist. Der gestrige Tag ist vielversprechend. Aber erst wenn sich heute erneut ein starker, positiver Tag im GDX anschliesst, kann man beginnen einen "Change of Character" im Sektor zu konstantieren.

Mit diesem Artikel will ich Sie aber aufmerksam machen. Wenden Sie den Blick nicht ab, sondern beobachten Sie nun genau. Denn wenn dieses Baby tatsächlich nach oben dreht, dann können wir uns auf ein Feuerwerk gefasst machen. Phönix aus der Asche eben. Und wenn Sie nun genau hinschauen, haben Sie dann die Chance mit dem Phönix mitzufliegen, bevor die bekannten Magazine dann auch wieder dafür trommeln und ein gutes Stück des Kuchens schon verfrühstückt wurde.

Ein gewichtiger Indikator den ich ernst nehme wird sein, wenn der GDX die Nackenlinie der riesigen SKS wieder von unten durchschlagen sollte. Dann dürfte das "Abfisch-Szenario" für jedermann sichtbar werden und sich eine dynamische Bewegung nach oben anschliessen.

Aufmerksamkeit und Wachsamkeit ist nun in meinen Augen angesagt. Für Handlungen ist es (noch) zu früh.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen.

Ihr Hari

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Zehn interessante Setups zum Monatsbeginn – 04.03.13

Heute, vor Start des Handels an der Wallstreet, möchte ich mal einen ungewöhnlichen Artikel zu interessanten Setups "wagen".

Keine Marktanalyse, keine Chartsicht auf einzelne Aktien, keine Betrachtungen zu finanzpolitischen Themen.

Nein, ich möchte einfach Ideen generieren. Ich liefere Ihnen eine kleine Auswahl von zehn aktuellen Setups, die ich im Moment interessant finde. Und zwar ohne grosse Erklärung.

Viele dieser Setups wurden hier schon in Live-Tips oder im Forum erwähnt, für aufmerksame Leser sollten also keine all zu grossen Überraschungen dabei sein. Aber so gebündelt haben Sie derartige Ideen sicher noch nicht an einem Platz gehabt.

Und für neue Leser des Blogs sei noch der Disclaimer erlaubt: Nicht alle der Setups werden sich im positiven Sinne entwickeln. Darum geht es aber auch gar nicht, denn die Setups sind keine Prognosen. Es sind einfach Situationen, die in meinen Augen aktuell ein positives Chance-Risiko-Verhältnis beinhalten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger !

Keines dieser Setups sollte man ohne entsprechende Absicherung eingehen, denn niemand hat eine Glaskugel, auch ich nicht ! Und wenn sich 60% dieser Ideen in der erwarteten Richtung entwickeln, wäre das schon ein sehr positives Ergebnis ! Wenn Sie es dann noch schaffen, bei den 60% die Gewinne laufen zu lassen und bei den 40% die Verluste konsequent zu begrenzen, dürften sich in Summe schöne Gewinne einstellen. Dieses Risikomanagement und die Disziplin bei der Umsetzung der Strategie sind das Erfolgs-Geheimnis beim Trading. Die Zukunft erraten zu wollen ist dagegen sinnlos und bindet nur unnötig Energie.

So - und nach der Vorrede geht es nun los:

(1)
Long Euro, Short Yen und britisches Pfund. Also Long EURJPY, EURGBP. Das monetary Easing (Gelddrucken) der Notenbanken in Japan und GB ist wesentlich aggressiver, als das der EZB. Und eine Änderung dieser Divergenz ist nicht absehbar. Verbunden mit strukturellen Problemen in GB und Japan und einem Staat der defacto "Pleite" ist wenn die Notenbank nicht druckt, birgt das das Potential einer langfristigen relativen Schwächung der Währungen. Gleichzeitig ist der Euro durch die Wahl in Italien erfreulich zurück gekommen. Langfristiger "Global-Makro" Trade.

(2)
Long Veolia (WKN 501451) - Schöner Aufwärtstrend seit November, klare Umkehrformation, Aktie nimmt Momentum auf. Turnaround Wette. Mittelfristiger Trade.

(3)
Long Hewlett-Packard (WKN 851301) - Langfristwette, kurzfristig Korrektur denkbar. Aktie mit grossem Potential bei Zerschlagung des Konglomerats. Auch potentielle 3D Phantasie, im Druckerbereich ist HP nach wie vor eine Macht und eine Übernahme eines 3D Druck Spezialisten würde massive Skaleneffekte frei setzen.

(4)
Long Intel (WKN 855681) - Langfristwette, Aktie auf "Value"-Niveau. Jede Menge gedämpfte Erwartungen eingepreist. Wenig Downside.

(5)
Short - Beiersdorf (WKN 520000) - Berechtigte positive Erwartungen scheinen weitgehend eingepreist. Aktie scheint zu weit gelaufen. Kurzfristiges Potential nach oben noch vielleicht 10%. Unbedingt Quartalszahlen morgen am 05.03. abwarten, dann mögliche Positionierung. Die Analysten überbieten sich derzeit mit rosigen Prognosen, ein gutes Zeichen für einen Top. Ein Short wäre hier aber kein kurzfristiger Trade, sondern eine langfristige Wette. Als kurzfristiger Trade völlig ungeeignet ! Interessant scheint auch eine gegenläufige Wettte: Long Henkel, Short Beiersdorf in identischem Volumen. Also eine Wette auf eine Überperformance von Henkel gegenüber Beiersdorf.

(6)
Noch eine gegenläufige Wette im Sinne eines "Straddles" : Short Siemens (WKN 723610) und Long ABB oder GE ! Siemens hat strukturelle Probleme und einen scheinbar Und einen dominierenden AR Vorsitzenden, der sich schon bei ThyssenKrupp derzeit nicht mit und dort genügend Probleme hat. ABB und GE sind dagegen deutlich besser in Fahrt und sollten gegenüber Siemens weiter Boden gut machen.

(7)
Long Indonesien (ETF WKN DBX0EU). Momentum-Trade auf Basis des aktuellen Ausbruchs. Auch andere "Tigerstaaten" wie Malaysia sehen aktuell interessant aus.

(8)
Long Wacker Chemie (WCH888). Die Wende bei Polysilizium scheint keine Eintagesfliege zu sein. Abgesehen davon bietet Wacker ein stabiles Geschäftsmodell. Die aktuelle Schwäche ist überfällig und bietet vielleicht eine schöne Einstiegsgelegenheit. In der Zone 60-62€ erste Teil-Position aufbauen. Bei weiter gehender Schwäche Position erweitern und bis zur Zielgrösse ausbauen. Stop unter dem Tief 31.01.13.

(9)
Long Gold in USD XAUUSD. Sehr kurzfristiger Trade, Wette auf bullischen Doppelboden 21.02.13 und 01.03.13. Stop entsprechend sehr eng unter dem Tief vom 21.02.13 Ausgang völlig unklar - 50/50 - aber Potential nach oben weit höher als Risiko zum Stop. Für längerfristige Wetten unbedingt beachten, dass das Tief vom 16.05.12 bestimmt temporär unterschritten wird, falls der XAUUSD Kurs noch einmal in diese Nähe kommen sollte. Die Massen an Stops unter diesem Tief werden sich die Algos nicht entgehen lassen. Lassen Sie sich dort nicht abfischen !

(10)
Long Biotech. Langfrist Trade. Entweder über die US ETFs IBB und XBI oder über einzelne Titel in Europa wie Qiagen (WKN 901626). IBB ist mit Momentum zu neuen Hochs ausgebrochen. Hier etabliert sich möglicherweise ein neuer Bullenmarkt mit langfristigem Potential für viele, viele Jahre !

Ich wünsche viel Erfolg !

Ihr Hari

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Chart ohne Worte – Gold (XAUUSD) zwischen 16:16 Uhr und 17:20 Uhr

Heute ein kurzes Chart ohne Worte. Gold (XAUUSD) zwischen 16:16 Uhr und 17:20 Uhr im Minutenchart.

Beachten Sie auch, dass die Kommunikation von Medien, Analysten und grossen Banken wie Goldman Sachs zum Thema Gold nun durchweg skeptisch und negativ geworden ist.

Viel Spass beim Betrachten: 🙂

Gold 26.02.13

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Goldminen – Baut sich da eine grosse Long-Chance auf ?

Schon wieder Goldminen als Thema ? 😉

Mit denen konnte man doch monatelang kein Geld verdienen ! Ausserdem steigen doch die Förderkosten immer weiter und damit bleibt die Profitabilität unter Druck ! Darüber hinaus haben die doch jede Menge Geld durch überteuerte Übernahmen vergeigt ! Nein, lassen Sie mich damit zufrieden.

In Ordnung, Sie müssen hier nicht weiter lesen. 😉

Wenn Sie es aber doch tun, will ich Ihnen vermitteln, dass Sie gerade die Gründe beschreiben, warum das im Moment einer der ungeliebtesten Sektoren überhaupt ist. Das ist aber Vergangenheit und im Kurs enthalten. Und ungeliebte Sektoren bergen riesige Chancen, wenn man einigermassen den Punkt der Trendwende erwischt.

Und diesen Punkt könnten wir nun langsam erreichen. Schauen Sie mit mir auf das Tageschart des Goldminen ETF GDX:

GDX 23.01.13

Sie sehen das grosse zulaufende Dreieck, dass sich statistisch mit höherer Wahrscheinlichkeit nach oben auflöst, als nach unten. Sie sehen eine gigantische Bullenflagge, die sich dann zu einer ausgedehnten Korrektur vertiefte. Und trotzdem notiert der GDX klar oberhalb der Tiefs vom Juli 2012 und der Aufwärtstrend ist voll intakt. Sie sehen die massive bullische Divergenz im RSI und einen MACD der sich im positiven Bereich hält.

Mit sagt dieses Charts, dass für die Goldminen eine hohe Chance für einen Ausbruch nach oben aus dem zulaufenden Dreieck besteht. Und das das Potential einer solchen Bewegung im Bereich von 60 USD zu verorten ist, oder mehr als 30% über den heutigen Kursen. Das Risiko nach unten kann man dagegen mit einem Stop unter die untere Begrenzung des Dreiecks auf ca. 5% begrenzen. Ich habe schon schlechtere Setups gesehen.

Im übrigen, die Geschichte von den immer weiter überproportional steigenden Förderkosten der Minen ist Unfug. Dort wird mit zweidimensionaler Primitiv-Logik einfach die Vergangenheit in die Zukunft fortgeschrieben. Nicht verstanden wird, dass die Förderkosten vor allem deshalb im Schnitt stiegen, weil die Minen immer mehr Projekte um jeden Preis eröffneten, auch eher unprofitable mit geringem Goldgehalt oder schwierigen geologischen Verhältnissen. Die Förderkosten der bestehenden Minen steigen zwar auch, aber lange nicht in dem Umfang wie das dargestellt wird. Der Mix über alle Projekte hinweg ist aber stark gestiegen, weil eben immer mehr unprofitable Projekte begonnen wurden.

Das ist das typische Verhalten eines zyklischen Sektors im Schweinezyklus und hat seinen Höhepunkt schon überschritten. CEOs wurden entlassen, Projekte wurden und werden eingemottet. Die Minen schwenken von einem Fokus auf Output um jeden Preis, hin zu einem Fokus auf Profitabilität. Und das wird zwei wichtige Dinge bewirken:

Erstens werden damit die Förderkosten wieder sinken oder sich zumindest normalisieren, weil der Mix der Projekte wieder stimmt. Zweitens wird aber damit der Output an Gold sinken. Und das bewirkt eine Verknappung beim Edelmetall. Die Folge davon ist ein höherer Goldpreis und davon die Folge sind weit höhere Gewinne bei den Minen. Dieser Mechnismus ist auch wieder typisch für den Schweinezyklus, nur dieses mal in die aufsteigende Richtung.

Wenn der Goldpreis also nicht aufgrund anderer, exogener Faktoren in sich zusammen fällt - und dafür spricht im Moment wenig bis nichts - dann werden die Goldminen in den kommenden Monaten deutlich steigende Gewinne verzeichnen. Und der GDX dann wohl neue Höhen erklimmen.

Wie immer kann alles ganz anders kommen. Ein attraktives Chance/Risiko Verhältnis ist hier aber nach meiner Ansicht allemal vorhanden.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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Gold mit Stabilisierung und potentieller Trendwende – 15.01.13

Wir haben ja in den letzten Wochen schon viele Volten beim Preis von Gold erlebt. Zuletzt wurde die Theorie immer wahrscheinlicher, dass der starke Abgabedruck beim Goldpreis um den Jahreswechsel, unter anderem auch mit dem Abgabedruck grosser Fonds im ETF GLD zu tun hatte. Insbesondere einige Paulson-Funds sollen nach umlaufenden Gerüchten mit massiven Verkäufen der Kunden (Redemptions) zu kämpfen haben. Institutionellen Kunden, die im Zuge des Jahreswechsels von schlecht gelaufenen Funds auf Alternativen umschichten.

Nun sollte dieser Abgabedruck aber auslaufen und Gold seine fundamental naheliegende Richtung wieder einschlagen. Denn in einem weltweit weiter eskalierenden "Race to the Bottom" in Form eines Abwertungswettlaufes der grossen Währungen, sollte Gold als nicht abwertbare Alternative relative Stärke zeigen.

Pünktlich zu diesem Auslaufen der Fund-Redemptions, scheint sich der Goldpreis in Form von XAUUSD nun auch wieder zu stabilisieren. Sehen Sie selbst im Tageschart seit März letzten Jahres:

Gold 15.01.13

Sie sehen mit dem ersten roten Pfeil den Einbruch im November, der nicht hätte passieren dürfen. Gold war in einer bestätigten Umkehrformation und legte ohne Vorwarnung, ohne Nachricht und gegen den logischen Trend eine massive Wende hin. In den Wochen danach, haben wir immer wieder erlebt, wie über die COMEX oder den GLD massiver Abgabedruck in den Goldpreis kam. Jede Stabilisierungsbewegung wurde wieder abverkauft und die Gerüchte liefen heiss. Ob jetzt Paulson oder China oder ein anderer Grund - klar war, dass der Goldpreis unlogische Bewegungen zeigte.

Nun scheint diese Phase auszulaufen. Wenn dort draussen aber irgend jemand sein sollte, der wie einige Gerüchte implizieren den Goldpreis unbedingt gedrückt haben will, dann muss dieser grosse Spieler spätestens beim zweiten roten Pfeil bei ca. 1700-1710 wieder auf den Kurs hauen. Das ist der entscheidende Punkt, weil dort erstens der Abwärtstrend verläuft und zweitens dort nach Überschreiten der 1700 USD schon wieder viele auf den vermeintlichen Anstieg aufspringen werden. Ein perfekter Punkt um in starkes Kaufvolumen hinein, erneut Angst und Schrecken zu verbreiten.

Wer sich also relativ sicher sein will, dass der Goldpreis nun endlich doch die Reise Richtung 1800 und 1900 USD angetreten hat, sollte nach meiner Ansicht diese Zone 1700-1710 USD abwarten. Sollte diese überzeugend nach oben verlassen werden, ist eine Beschleunigung der Aufwärtsbewegung aus heutiger Sicht durchaus wahrscheinlich. Anders herum darf das Tief vom 04.01.13 aber nicht mehr unterschritten werden, sonst wäre eine neuer Abwärtstrend klar bestätigt !

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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Gold, GDX, Telekom Sektor, Yen, DAX, Nokia – Beobachtungen des Tages – 10.01.13

Heute nachmittag, kurz vor Handelsschluss im DAX und mitten im Wallstreet Handel, will ich mit Ihnen ein paar kurze Beobachtungen des Tages in Stichworten teilen, insbesondere zu Gold, dem GDX und den Telekom Werten.

(1) Gold und Goldminen (GDX)

Der gestern in den Live-Tips kommunizierte "Buying on Weakness" Print bei diversen ETFs - der erste dieser Art seit Monaten - hatte erneut prognostizierende Wirkung. Zum Handelsstart nimmt der Sektor zum ersten Mal seit Wochen Fahrt auf und hat die Gewinne in den ersten 90 Minuten bisher nicht abgegeben. Sollte diese Stärke bis zum Schluss halten, haben wir eine gute Wahrscheinlichkeit für eine bedeutende Wende. Der Sektor ist dermassen verprügelt, dass hier nun das Potential für erhebliches Upside existiert.

(2) Telekom Sektor

Schon seit Tagen zeigen diverse der massiv verprügelten Telekom Konzerne - denken Sie nur an KPN (WKN 890963) 😉 - deutliche Lebenszeichen. Mit der gestrigen Meldung der Financial Times, nach der in einem Treffen der CEOs bei EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia die Idee eines Zusammenschlusses der nationalen Netze geboren worden sein soll, hat der Sektor nun endgültig - nach Jahren der Perspektivlosigkeit - die Chance auf neue Phantasie.

Es könnte also ein guter Zeitpunkt sein, da mal genauer hinzuschauen. Ein brauchbarer ETF um den ganzen Sektor zu spielen, könnte der iShares STOXX Europe 600 Telecommunications (WKN A0H08R) sein. Der ETF schüttet aus, letzte Dividende 6,7%.

(3) Yen Abwertung

Der Euro steigt zum Yen weiter, das Chart von EURJPY sieht langsam bedrohlich aus. 😉 Schien es gestern noch so, als würde nun erst einmal eine kleine Korrektur einsetzen, schiebt EURJPY heute schon wieder massiv hoch. Der Long Nikkei Trade in Yen ist also weiterhin voll aktiv. Geniessen und die Stops nachziehen, lautet hier das Motto.

(4) DAX und die 8000er Marke

Die gestern in der Marktanalyse geäusserte Erwartung, dass noch ein Schub im DAX bevor steht, scheint mit der inneren Stärke des heutigen Tages bestätigt. Trotzdem rechne ich durchaus noch mit ein paar Tagen Konsolidierung und auch mal wieder ein "ShakeOut" Tag nach unten wäre durchaus gesund. Der DAX braucht das nun einfach um wieder richtig Kraft zu tanken. Als sehr enger Stop bietet sich im DAX nun die Zone unter dem Tief der letzten Tage bei 7681 an. Damit kann nach unten wenig passieren und nach oben sind 8000 im Januar durchaus vorstellbar. Wer es weiter mag, sollte die Tiefs der "Fiscal Cliff" Verwirrung zum Jahresende bei knapp unter 7600 im Auge behalten. Wenn diese nicht halten, steht die Rally in Frage.

(5) Nokias überraschendes Zahlenwerk

Die vom Markt mit zeitweise 16% Plus aufgenommene Vorab-Meldung von Nokia zu den Q4 Zahlen, ist lange nicht so sensationell, wie sie in Anbetracht des heutigen Anstiegs wirkte. Die massive Bewegung entstand vielmehr durch Timing. Noch vor 3 Tagen hatte Nokia mit 3,3€ erneut das Hoch vom 19.12. erreicht. Dann setzte eine Korrektur ein, die Nokia in kurzer Zeit um 10% nach unten bewegte. Diese Korrektur war nicht untypisch, es gab zwar nicht wirklich belastbare Nachrichten, aber in Angesicht der hohen Gewinne und dem näher kommenden Tag der Wahrheit mit den echten Zahlen am 24.01.13, haben viele wohl lieber Gewinne mitgenommen. Man kann es also eine "Hasenfuss"-Korrektur aus reiner Vorsicht nennen.

Die nun genannten Zahlen zerschlugen diese Bewegung und erwischten den sich in einer Korrektur einrichtenden Markt völlig auf dem falschen Fuss. Insbesondere die Gewinnentwicklung bei Nokia Siemens Network (NSN) ist bemerkenswert. Nach einer kurzen Übertreibung hat der Markt aber damit nur wieder die 3,3€ erreicht. So spektakulär die Bewegung heute aussah, am Ende sind wir wieder da, wo wir schon am Montag waren.

Die wirkliche Entscheidung fällt nach wie vor am 24.01.13, wenn wir endlich erfahren ob Nokia im Kerngeschäft bei den Smartphones wirklich Tritt gefasst hat. Allerdings kann man nach den heutigen Zahlen eine sehr positive Aussage treffen. War bisher durchaus auch die Existenz von Nokia in Frage gestellt, falls das Unternehmen das Ausbluten durch die Verluste hätte nicht stoppen können, deutet der nun bekannt gegebene kleine Q4 Gewinn im Kerngeschäft und die Stabilisierung bei NSN darauf hin, dass diese Grundsatzfrage vom Tisch ist. Damit kann man Nokia eher wieder ernsthaft, abseits von kurzfristigen Trades, ins Auge fassen. Und das ist dann schon ein bedeutender Fortschritt !

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen.

Ihr Hari

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