Marktupdate – 08.11.12 – S&P 500: folgt nun der Absturz bis fast 1300 ?

Ich weiss, ich habe heute sehr viel geschrieben und hatte vor allem noch nie so viel Live-Tips wie heute. Aber es war ja auch ein bedeutender Tag im S&P 500, der geradezu danach schreit, nach Handelsschluss der Wallstreet in eine grössere Perspektive gestellt zu werden.

Deshalb folgt nun noch ein kleine Nachtschicht meinerseits. 😉

Schauen Sie also mit mir auf den Tages-Chart des S&P 500 seit Frühjahr diesen Jahres, mit der nun bekannten Schulter-Kopf-Schulter Formation. Dieses mal habe ich das Fibonacci-Grid hinterlegt und dafür die Nackenlinie weggelassen, um nicht mit zu vielen Linien zu verwirren.

Abgesehen davon ist die Position der Nackenlinie dieses mal nicht ganz eindeutig und etwas Geschmackssache. Ich kann das rechnerische Potential-Ziel (measured Move) der Formation daher auch nur grob im Bereich 1300-1320 verorten.

S&P 500 081112

Sie wissen aus meinen Live-Tips, dass wir heute mit 1377 geschlossen haben und die SKS Formation damit aktiviert wurde. Weiterhin haben wir die 200-Tage-Linie in den letzten Handelsminuten gebrochen. In Summe ein ziemlich klares Signal für weiter fallende Kurse.

Auf der Habenseite steht nun aber der zweite Tag, an dem wir ein mittelgrosses "Buying on Weakness" im ETF SPY hatten. Das bedeutet, dass "Big Money" diesen Rückgang teilweise kauft. Und wir sind nun technisch sehr überverkauft. Ein Bounce ist nun nach der Gummibandtheorie wahrscheinlich geworden.

Wie passt das zusammen werden Sie sich fragen ? Und was ist mit der Jahresendrally ?

Nun, die Jahresendrally kann auch erst Anfang Dezember starten. Das war schon öfter so. Und das Problem der Wahl ist doch, dass sie die erhoffte Klarheit nicht gebracht hat. Letztlich sind die politischen Mehrheitsverhältnisse wie vor der Wahl. Eine Jahresendrally dürfte also ziemlich eindeutig mit der Entwicklung in Sachen "Fiscal Cliff" gekoppelt sein. Der Tag, an dem sich zu dem Thema eine Einigung abzeichnet, dürfte eine gewaltige Rally sehen.

Und bis dahin ist es keineswegs unmöglich, dass der Index vorher noch die SKS Formation bis ca. 1315 vollendet. Für eine mögliche Jahresendrally, die durch eine Lösung im Haushaltskonflikt ausgelöst würde, wäre das natürlich ein besonders explosives Szenario.

Insofern schauen Sie noch einmal auf den Chart, in dem ich ein für mich gut vorstellbares Szenario eingezeichnet habe. Morgen käme in dem Szenario noch anfängliche Schwäche, die uns bis zum 50er Fibonacci Retracement bei 1370 treiben würde, vielleicht auch die noch offenen Gaps bei 1360 und 1365 schliesst. Dann dürfte der Markt so überverkauft sein, dass es für einen deutlichen Bounce reichen sollte. Die Buying on Weakness Signale im SPY sind selten ohne Auswirkung, eine nachhaltige Wende können sie aber nicht garantieren, ein paar gute Tage sind aber schon drin.

Dieser Bounce könnte dann typischerweise die Nackenlinie der SKS bei ca. 1390 noch einmal von unten testen. Und dann geht es entweder doch nach oben durch (grüner Strich), oder aus heutiger Sicht wahrscheinlicher runter bis zum rechnerischen Ziel bei ca. 1315 (roter Strich).

Wer jetzt aber einfach einen simplen Strich nach unten erwartet, liegt aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder falsch und wird im Hin- und Her aufgerieben werden. So einfach funktioniert der Bruch einer Nackenlinie einfach nicht. Schauen Sie doch einfach mal die Sägezahnbewegung beim Aufstieg seit Juni an, dann wissen Sie was uns erwartet. Jetzt sind Abstürze immer schneller als Anstiege, aber ohne ein oder zwei wildes Swings nach oben, gehen auch grosse Abstürze so gut wie nie ab !

Das führt zu der witzigen Lage, dass nun die Tendenz des Marktes nach unten zeigt, eine massive Shortposition im Moment aber sehr riskant ist. Wenn dagegen der Markt sich wieder von unten (in einem Bounce) der Nackenlinie nähert, *dann* ist eine Short Position viel attraktiver, da nun ein naher Stop oberhalb der Nackenlinie möglich ist, der das Verlustpotential begrenzt. Das wäre dann ein attraktives Setup mit gutem Chance/Risiko Verhältnis. Wer also nun denkt, nach Bruch der Nackenlinie sei alles nun simpel, sollte unbedingt lernen, so wie der manisch depressive Mr. Market um die Ecke zu denken.

Deshalb nochmal in aller Deutlichkeit. Jetzt Short zu gehen erscheint mir persönlich - Stand heute Abend - eher prozyklisch und nicht unbedingt klug ! Aber das grosse Bild sollte man nicht aus dem Auge verlieren. Die gute Short-Gelegenheit kommt möglicherweise nach einem eher schwächlichen Bounce. Denken Sie mal zurück, als ich diese SKS schon einmal zeigte. Das war *bevor* sich die rechte Schulter ausformte. Die gute Short-Gelegenheit war auch da die rechte Schulter, nicht unbedingt jetzt !

Was das Szenario für den DAX bedeuten würde, dürfte regelmässigen Lesern von sumerdigital.de klar sein. Der zeigt zwar im Moment relative Stärke zu den US Indizes, kann sich aber einer starken Bewegung des Leitindex S&P500 mit Sicherheit nicht substantiell entziehen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und morgen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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Marktupdate – 07.11.12 – Gedanken zum Markt nach der US Wahl

Zum Handelsstart in Europa, ein Marktupdate im Nachgang der US Präsidentenwahl:

(1)

Der Sieg Obamas hat den Status Quo einfach fortgeführt, denn im Repräsentantenhaus haben sich die Mehrheitsverhältnisse nicht geändert. Damit bleibt das Blockadepotential der Republikaner erhalten. Echte Klarheit sieht anders aus. Trotzdem dürfte das für die Märkte zunächst eine Erleichterung sein, weil zumindest die Angst vor unklarem Gewürge nach der Wahl nun weggefallen ist.

(2)

Die Rally die gestern an der Wallstreet schon vor der Wahl einsetze, war offensichtlich der Versuch diverser Hedgefonds (Hot Money) diese absehbare Entwicklung schon vorher mitzunehmen. Offensichtlich hatte auch das "Hot Money" die Erwartung, die ich gestern im Artikel formulierte, dass jede Form von Klarheit für eine Rally sorgen würde.

(3)

Ob diese Rally - die seit gestern läuft und heute weiter zu gehen scheint - dann nachhaltig wird und auch den heutigen Nachmittag überlebt, ist aber noch nicht zu beantworten. Denn nun richtet sich der Blick spätestens heute Nachmittag auf das "Fiscal Cliff".

Und durch die weiter gegensätzlichen Mehrheitsverhältnisse in Senat und Repräsentantenhaus, wird das Geschacher nun weiter gehen. Allerdings kann man nun hoffen, dass die Republikaner nun etwas gemässigter auftreten, denn die Blockade-Politik der Tea-Party hat ja nun nicht zum Sieg verholfen. Und hätte Romney auf diese Extremisten weniger Rücksicht nehmen müssen, hätte er wohl eine Chance zum Sieg gehabt, denn auch in den US werden die Wahlen in der Mitte entschieden und Obama war mehr als angeschlagen.

Es ist allerdings auch gut möglich, dass die Republikaner daher erst einmal in interne Richtungskämpfe geraten. Denn obige Analyse wird die Tea-Party-Fraktion sicher nicht teilen wollen. Ob die absehbaren internen Probleme der Republikaner einer schnellen Klärung der mit dem "Fiscal Cliff" verbundenen Fragen helfen oder diese eher verhindern, vermag ich nicht zu prognostizieren.

Aber das wird definitiv nun das Hauptthema sein, um das sich die Wallstreet gedanklich drehen wird. Und von dieser Einschätzung wird nach meiner Erwartung abhängen, ob wir nun nur eine kurze Erleichterungsrally oder den Beginn der umfangreichen Jahresendrally sehen. In diesem Zusammenhang erinnere ich noch einmal an die Übersicht von gestern, die die Sorgen der Wallstreet aufzeigt:

(4)

Mit dem Sieg Obamas bleibt auch "Helikopter-Ben" weiter auf seinem Posten und wird die bisherige Politik der Geldschwemme fortsetzen. Die Reaktion bei Gold liess nicht lange auf sich warten. Nun spricht sehr viel dafür, dass der Absturz vom 02.11. eine üble Bärenfalle war, in der "Smart Money" die Stops der schon auf die Wende setzenden Trader überrannte. Jetzt sind wir technisch in einer ganz einfachen Ausgangslage. Regelmässigen Lesern von sumerdigital.de dürfte nun sonnenklar sein, wo Stops bei Gold hinzulegen sind. Darüber hinaus kann man nun gelassen abwarten. Wenn sich das Szenario realisiert, dass ich immer noch für das deutlich wahrscheinlichste halte, steht uns nun eine schöne Rally zum Jahresende bevor, die das Potential hat Gold bis 1900 USD zu treiben. Und wenn nicht, dann halt nicht. Dann kann man mit den nun definierten Tiefs aber auch nicht viel verlieren. Gelassenheit und Geduld ist nun also in meinen Augen im Sektor gefragt.

(5)

Bei den Silberminen, insbesondere bei Hecla Mining (WKN 854693) und Coeur dAlene (WKN A0RNL2), gab es gestern üble Enttäuschungsreaktionen auf die Quartalszahlen, die auch den ETF SIL unter Druck gesetzt haben. In beiden Fällen waren Vergangenheitszahlen zum abgelaufenen Quartal der Auslöser und in beiden Fällen gebe ich der negativen Reaktion persönlich nur eine geringe Halbwertzeit. Denn es könnte gut sein, dass wir hier eine Parallelität zu den Ereignissen bei Salzgitter vorgestern haben.

Denn der Markt hat die ganze Zeit nur auf die zukünftigen Gewinne der Minen gestarrt, weswegen die Titel trotz vorangegangener Rally auch nicht abgegeben haben, obwohl der Silberpreis seit über einem Monat fällt und konsolidiert. Nun wurde die Vergangenheit mit einem Schlag in Erinnerung gerufen und der Markt reagiert "erstaunt", wie jemand der aus einem langen Schlaf aufwacht. Schon bald wird aber nach meiner Erfahrung wieder nur die zukünftige Entwicklung zählen.

Insofern kommt es für mich nun einfach darauf an, wie sich der Silberpreis zum Jahresende entwickelt. Und der wird sich erfahrungsgemäss ähnlich wie Gold entwickeln, siehe Punkt (4). Wenn Silber nun also weiter nach oben dreht, könnte die aktuelle Korrektur eine hervorragende Kaufgelegenheit sein. Insbesondere bei Hecla ist positiv zu vermerken, dass nun auch offiziell der erneute Produkionsanlauf der "Lucky Friday" Mine für das erste Quartal 2013 absehbar ist.

Vergessen sollte aber niemand, dass Silber-Minen extrem volatil sind und zwar in beide Richtungen. Erst gestern konnten wir das beobachten. Wenn man da mit Stops operiert, müssen diese sehr weit sein und man muss bereit sein auch signifikante Verluste in Kauf zu nehmen. Im Zweifel ist in meinen Augen der ETF SIL vorzuziehen, der sozusagen das Analog zum GDX bei Goldminen ist und einen von den volatilen Bewegungen der einzelnen Titel unabhängig macht.

(6)

Auch die Sektoren Stahl und Kohle, wenn Sie so wollen darüber hinaus die ganze Schwer- und Grundstoffindustrie, produziert nun Charts die auf eine Trendwende hindeuten. Eine Trendwende die nicht nur von der Geldpolitik der Notenbanken, sondern auch von China befeuert werden könnte. Aktienmärkte sind bekanntlich Vorlauf-Indikatoren und die chinesischen Bluechips sind seit September in Bewegung geraten, leicht zu erkennen an ETFs wie dem "iShares China Offshore 50" (WKN A0F5UE).

Ein perfektes Beispiel ist dafür sicher auch die Kursentwicklung bei Salzgitter (WKN 620200) mit einem klaren Aufwärtstrend, aber auch die Zahlen von Klöckner (WKN KC0100) von heute empfinde ich als konstruktiv. Es scheint als ob das Unternehmen die Lage im Griff hat und sogar von seiner Akquisition in den US profitiert. Damit könnte nun möglicherweise ein Kursniveau erreicht sein, von dem aus die Chancen deutlich grösser als die Risiken sind.

Um sich den Kohlesektor vorzunehmen, hat eine Aktie wie Peabody Energy (WKN 675266) als Beispiel, nun auch einen klaren, neuen Aufwärtstrend definiert, auch wenn kurzfristig ein Rücksetzer zur 200-Tage-Linie nicht ungewöhnlich wäre.

Die oben genannten Sektoren sind sicher nicht ohne Risiken und Stops sind nach wie vor zwingend. Aber ähnlich wie bei Gold hat die Abwärtsbewegung für mich nun klare Stopniveaus definiert, von denen ausgehend ich durchaus bereit bin, eine Spekulation auf den Turnaround zu wagen. Sie wissen wie sehr ich davor warne, einfach so ins fallende Messer hinein auf einen Turnaround zu wetten. Hier haben wir nun aber neu etablierte Aufwärtstrends und einen klaren Bruch der alten Abwärtstrends. Es spricht also viel dafür, dass das Messer nun schon so tief gefallen ist, wie es fallen konnte. Und bei der immer vorhandenen Restunsicherheit, dass es eben doch anders kommt, schützen mich Stops vor zu starken Schmerzen und monetären Wunden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg !

Ihr Hari

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Marktupdate – 06.11.12 – Nach der Wahl ist vor dem Fiscal Cliff !

Guten Morgen. Vor uns liegt erneut ein Tag, der vom Warten auf die US Präsidentenwahl geprägt sein dürfte. Insofern gibt es nicht viel Neues zu sagen.

Nach aller Erfahrung werden die wirklichen Ergebnisse erst in der kommenden Nacht eintrudeln und insofern den heutigen Handel nicht mehr beeinflussen. Das eröffnet uns in Europa morgen früh eine schöne Chance, denn wir können am Mittwoch Morgen im Lichte der Ergebnisse handeln, während die Wallstreet noch mehr oder weniger selig schläft.

Die Erfahrung sagt dabei, dass die europäischen Märkte die Richtung der späteren Reaktion an der Wallstreet zwar schon vorwegnehmen, in der Regel aber nie in dem Umfang, wie es sich dann später realisiert. Insofern eröffnen sich für uns am Mittwoch Morgen schöne Chancen, wenn wir die Auswirkungen der Wahl auf die Börsen richtig einschätzen können.

Womit wir bei der entscheidenden Frage sind: wie wirkt sich die Wahl aus, wenn Obama oder Romney gewinnt ?

Meine Antwort darauf wird Sie vielleicht erstaunen. Denn ich behaupte, das ist gar nicht die Frage. Die Frage ist eher, ob es einen klaren Sieg einer Seite oder Unsicherheit und ein Gewürge nach der Wahl gibt - mit gegenseitigen Klagen, Vorwürfen, Nachzählungen etc..

Denn die Börse hasst Unsicherheit. Deshalb ist sie nun auch in Wartestellung. Und die Börse schaut heute schon über die Wahl hinaus zum "Fiscal Cliff", das in den US zum Jahresende droht. Ich erwarte daher, dass *jeder* eindeutige Sieg, egal ob von Obama oder Romney, für die Börse ein Befreiungsschlag sein wird und zu einer Rally führt. Sicher wird es in den Branchen und Sektoren die klassischen Unterschiede geben je nach parteipolitischer Ideologie. Aber die Indizes werden vielleicht bei Obama wie bei Romney steigen, aber nur *wenn* das Ergebnis eindeutig ist und damit einen starken und eindeutigen Präsidenten kreiert.

Denn ein starker Präsident erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Fiscal Cliff schnell aus dem Weg geräumt wird. Und erhöht die Sicherheit, weil klare Entscheidungen getroffen werden können und die Führungsfrage endlich geklärt ist. Das dürfte die Börse honorieren. Mr. Market liebt Sicherheit und Klarheit und hasst Unsicherheit und unklare Verhältnisse.

Umgedreht stellt ein Patt, schlimmstenfalls verbunden mit Wahlunsicherheiten wie weiland in Florida bei Bush, eine ziemliche Katastrophe dar. Weil es die Paralyse und Hängepartie mit gegenseitiger Blockade fortschreibt und es damit viel wahrscheinlicher macht, dass die US Volkswirtschaft über das "Fiscal Cliff" stürzt und die Weltwirtschaft mit sich reisst.

Nimmt man die aktuellen Umfragen zum Massstab, scheint aber nur Obama die Chance auf einen überzeugenden Sieg zu haben. Romney kann wohl bestenfalls auf ein obiges "Stalemate" hoffen. Womit klar ist, wer auf steigende Kurse setzt, muss wohl unabhängig von inhaltlichen Überzeugungen darauf hoffen, dass sich Obama deutlich durchsetzt. Denn das scheint die einzige realistische Option zu sein die Klarheit bringt - unter der Voraussetzung, dass die aktuellen Umfragen ernst zu nehmen sind. Idealerweise wäre ein Sieg Obamas auch mit zusätzlichem Erfolg bei den parallelen Kongresswahlen und 11 Gouverneurswahlen verbunden, einfach weil es Klarheit in die Machtverhältnisse bringt.

So weit meine Sicht zum Thema. Morgen früh wird es dann an den Börsen extrem spannend. Bis dahin versuche ich heute noch Kraft zu tanken.

Ihr Hari

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Kurzkommentar – 01.11.12 – Ein merkwürdiger Markt

10.30 Uhr

Ehrlich ? Mir gefällt das nicht, was ich an der Wallstreet bisher sehe. Von Aufbruch keine Spur. Und selbst heute vormittag in den Futures keinerlei Zeichen eines "First of Month Jumpers".

Statt dessen wurde gestern frühe Stärke sofort wieder abverkauft. Wie schon seit Tagen, typischerweise das Zeichen von Distribution. Wenn die Bullen so lange nicht in der Lage sind die Elfmeter zu verwandeln, die da vor ihnen liegen, macht mich das zunehmend nervös.

Schade ist es insofern, als die europäischen Märkte ganz klar nach oben wollen. Man kann das geradezu spüren. Wir sollten uns aber keiner Illusion hingeben, wenn die US Indizes wegkippen, werden auch die europäischen Indizes nicht zu halten sein. Die Wallstreet ist immer noch der Nabel der Finanzwelt.

Woran diese Schwäche der Wallstreet-Bullen liegt ? Ehrlich ich habe keine überzeugende Erklärung. Ja ich weiss, die Wahl, Fiscal Cliff, Unternehmenszahlen, usw, usw, usw. Das ist doch aber alles nichts Neues und derartige Sorgen haben die Märkte noch nie abgehalten zu steigen, wenn sie denn steigen wollen.

Insofern verstärke ich meine Absicherungsbemühungen, die ich nun unter die Tiefs der sich formenden rechten und linken Schulter der SKS Formation im S&P500 lege. Ansonsten bleibt nur abwarten.

Denn vielleicht setzt die Rally ja doch heute im Handel ein. Oder es geht am 07.11. los, wenn die Wahl hinter uns liegt. Aber wie auch immer, solange die Bullen so kraftlos sind und die Price-Action überhaupt nicht stimmt, muss man vorsichtig sein. Märkte die nicht machen was sie sollten sind gefährliche Märkte. Und die ersten paar Prozent einer Jahresendrally zu verpassen ist weit weniger schlimm, als mangels automatischer Absicherung in einen plötzlichen Zusammenbruch zu geraten. Ich denke an den August 2011, der ist noch nicht so lange weg. Nicht das ich damit rechne, aber ich mache mir bewusst, was passiert "wenn" und richte meine Absicherung auf so ein Szenario aus, auch wenn es sicher nicht das wahrscheinlichste Szenario ist !

Alleine die Edelmetalle und vor allem die Gold- und Silberminen machen im Moment Spass und machen was sie sollen. Das ist aber immerhin etwas. Hoffen wir, das es so bleibt. Nach allen mir vorliegenden Analyse-Methoden ist die Lage bei den Edelmetallen für mich klar und höhere Kurse liegen wohl vor uns. Aber selbst in so einem optimalen, analytischen Setup bleiben trotzdem 10-20% Restunsicherheit. Und auch 20% Wahrscheinlichkeit können eintreffen. Bleiben wir also wachsam !

Ich wünsche viel Erfolg.

Ihr Hari

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Gastkommentar: Summer’s over – DAX 8000 dank Super-Mario ?

Ein Gastartikel von Tokay

Allmählich trudeln die Urlauber aus den Sommerferien ein – einige davon werden sich sicherlich hinter ihren Desktop klemmen, sich ihr Depot anschauen und sich fragen, wie es denn nun an den Märkten weitergehen wird. Davon handelt dieser Beitrag. Ein heißer August wie kürzlich geschrieben war es in der Tat – aber doch nur meteorologisch. An den Aktienmärkten ist im vergangenen Monat nicht sonderlich viel passiert. Es scheint, als wäre dies ein Atemholen vor großen Ereignissen gewesen.

  • Soeben hat Draghi „geliefert“. Er hat auf einer Pressekonferenz die Absicht der EZB erklärt, unbegrenzt Staatsanleihen der südlichen Euroländer kaufen zu wollen und nur noch in gewissem Umfang Zinsspreads zu tolerieren. Es steht allerdings der Troika-Bericht zu Griechenland noch aus und außerdem sind demnächst Neuwahlen in den Niederlanden;
  • Es dümpelt allerdings die US-Ökonomie. Man liest bereits von einer milden Rezession. Was also wird die FED tun? Kommt QE3? Was ist mit dem „Fiscal Cliff“ und mit der gegenseitigen Blockade von Demokraten und Republikanern?
  • Was ist mit China? Was mit dem nahen Osten, Stichwort Israel/Iran?

Man muss allerdings sagen, dass die aktuellen EZB-Beschlüsse ein starkes Signal sind. Gemäß der alten Regel, nicht gegen die Notenbank zu spekulieren, kann man als Anleger nunmehr mit erheblichem Rückenwind operieren. Wenn die Zinsen der Südländer gedeckelt werden und diese Länder an ihrer Reformpolitik festhalten, ist das kurzfristige Aufwärtspotential beträchtlich.

Betrachten wir bei der Gelegenheit die Lage einmal aus einer längerfristigen Perspektive. Welchen Ertrag können uns Aktien prinzipiell bringen? Dies hängt vor allem ab von der absoluten Höhe des Gewinns und davon, wie groß der Anteil des Gewinnes ist, der ausgeschüttet wird. Es hängt außerdem ab vom Wachstum der Gewinne, von der Zinsentwicklung und von der Risikoneigung der Akteure. Hohe Marktzinsen und Risikoprämien mindern den Ertrag, dürften sich aber in sehr langer Sicht neutral, weil eher unsystematisch verhalten, so dass wir diese Komponenten in der nachfolgenden Rechnung vernachlässigen können.

  • Wie wir aus der Vergangenheit wissen, wird ein gewisser Teil der Unternehmensgewinne, sagen wir 30 bis 40 Prozent, ausgeschüttet. Man kann somit von einer Dividendenrendite von zuletzt etwa 2 bis 3 Prozent des eingesetzten Kapitals ausgehen.
  • Die Gewinne dürften langfristig so steigen wie die Volkswirtschaft selbst. Bei einer stark exportorientierten Ökonomie wie der deutschen kann man aber die Wachstumsrate getrost etwas höher ansetzen, denn es wird häufig in wachstumsstarke Regionen geliefert. Auch hier sind 2 bis 3 Prozent an realem Wachstum nicht unvernünftig, ja sogar eher konservativ.
  • Und da wir keine völlige Preisstabilität haben, ist außerdem die Inflationsrate zu berücksichtigen. Eine Spanne von 2 bis 3 Prozent kann man hier ebenfalls als plausibel ansehen.

Damit haben wir die drei Komponenten der langfristigen Aktienerträge. Diese Erträge schwanken je nach Zins- und Risikoerwartungen, und letztere sind also nicht seriös zu prognostizieren. Die drei Basiskomponenten summieren sich nach dieser Rechnung zu einem Ertrag von 6 bis 9 Prozent per annum.

Der DAX stand am 1. Januar 1988 bei 1.000 Punkten. Rechnet man also mit einem durchschnittlichen Wachstum von beispielsweise jährlich 8 Prozent, dann wäre am 31. Dezember 2012 ein DAX-Stand von ca. 6.850 Punkten zu erwarten. Augenblicklich(Donnerstag Abend) stehen wir bei gut 7.150 Punkten.Das Jahr 1988 ist deswegen ein sinnvoller Ausgangspunkt, weil beim vorangegangenen Crash im Oktober 1987 die Märkte zum ersten Mal in großem Umfang mit Geld geflutet wurden(damals vom gerade ins Amt gekommenen Chef der Fed, Alan Greenspan).

Diese Zahlen zeigen uns, dass wir im Augenblick keine Überhitzung vorliegen haben. Eine deutliche Unterbewertung liegt allerdings auch nicht vor. Nun wissen wir aus der Vergangenheit jedoch folgendes: Aktienkurse können längere Zeit vom normalerweise zu erwartenden Entwicklungspfad abweichen. Dies gilt insbesondere beim unerwarteten Eintreten bestimmter Ereignisse, die eine gewisse Aufwärts- oder Abwärtsdynamik in Gang setzen können. Somit können sich auch in naher Zukunft die Kurse ein gutes Stück vom langfristigen Pfad entfernen, ohne dass dies sogleich in einen Einbruch münden muss.

In dem oben vorgestellten Diagramm ist dies gut sichtbar; man vergleiche die Strecke ABC, die die Entwicklung der 90er Jahre kennzeichnet und die viel steiler ist als jener Entwicklungspfad, der unter Zugrundelegung eines gleichbleibenden Anstiegs von 8 Prozent p.a. generiert wird(gleiches gilt für die Strecke DE). Eine scharfe Korrektur ist umso wahrscheinlicher, je länger sich die tatsächliche Entwicklung vom Pfad der „Normalentwicklung“ entfernt. Besonders eindrücklich war das ab dem Jahr 2000 der Fall, als die Anleger für die Exzesse dieser „roaring nineties“ bezahlen mussten(Strecke CD und später EF während der Finanzkrise 2008). Dies ist beispielsweise für diejenigen von Belang, die auf das Eintreten bestimmter Entwicklungen spekuliert haben und daher unter Umständen etwa ihren Urlaub anstatt wie geplant in der Südsee auf Balkonien verbringen müssen. Indes sind die Tiefpunkte solcher Entwicklungen auf lange Sicht sehr profitable Einstiegsgelegenheiten. Gut zu sehen ist auch, dass die Einbrüche heftig sind, aber viel kürzer als die vorangegangenen Hausseentwicklungen.

Eine deutlich expansive Politik wird nun wahrscheinlich als Signal dafür gesehen werden, dass ein Abgleiten in eine starke Rezession von der EZB nicht zugelassen werden und in der Folge die Kurse beflügeln wird. Die EZB wird die Anleihekurse hoch, damit die Anleihezinsen tief halten und die Risikoprämien abbauen helfen.

Die Überlegungen der EZB selbst scheinen allerdings nicht ganz in diese Richtung zu gehen. Die Spreads zwischen den Anleihen der südlichen Euroländer und denen des Nordens werden von der EZB als Signal dafür interpretiert, dass die Märkte ein Auseinanderbrechen des Euro vorwegnehmen und den Transmissionsmechanismus der Geld- und Kreditschöpfung hemmen. Die EZB scheint daher entschlossen, bis an die Grenzen des ihr möglichen zu gehen, um die Märkte zu stabilisieren und durch die resultierende Liquiditätsschwemme diese Hemmungen zu beseitigen. Diese Politik ist riskant und wird insbesondere in Deutschland heftig angegriffen. Doch bergen auch die Alternativen zu dieser Strategie große Risiken. Bis auf eine Stimme – wahrscheinlich die deutsche – hat die EZB indes einvernehmlich entschieden.

Wir werden also mit großer Wahrscheinlichkeit einen Kuchub bekommen, der die kommenden Monate andauern und Richtung 8.000 Punkte zielen wird. Sollte er allerdings nicht eintreten, so würden Erwartungen, die im Vorfeld aufgebaut wurden, korrigiert werden und der Verkaufsdruck wieder zunehmen. Da die Sentimentindikatoren jedoch eher in Moll gestimmt sind, ist zu vermuten, dass sich viele Player an der Seitenlinie befinden und der Verkaufsdruck damit eher begrenzt ist. Eine grundlegende Absicherung ist vorhanden, wenn man die Tiefs der Einbrüche 2003 und 2008 miteinander verbindet(Strecke DF). Diese grüne Linie markiert die untere, parallel zur „Normalentwicklung“ verlaufende Begrenzung. Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, aber bei einem Unterschreiten dieser Linie, wie etwa im Fall einer schweren Rezession, wäre der bislang gültige Pfad der Aufwärtsentwicklung für lange Zeit gebrochen.

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Marktupdate – 13.08.12 – DAX trotz „Grexit“ bald mit neuen Höchstständen ?

12:00 Uhr

Der Montag beginnt wie die letzte Woche endete - mit einem Markt der knapp unter DAX 7000 konsolidiert. Diese Seitwärtskonsolidierung ist ganz typisch für starke Bullenmärkte.

Aus den historischen Daten vergleichbarer Situationen ergibt sich eine gute statistische Wahrscheinlichkeit, dass die Konsolidierung den Boden für eine weitere, starke Bewegung nach oben bereitet, die den DAX und den S&P500 dann zu neuen Jahreshöchstständen und darüber hinaus führen sollte. Technisch hatten wir letzte Woche einen Ausbruch aus einem grossen zulaufenden Dreieck, das sich seit April im S&P500 gebildet hat und nun nach dem Ausbruch rein rechnerisch ein Kursziel von über 1540 ergibt ! Auch das spricht für steigende Kurse und neue Jahreshöchststände.

Die schon bekannten Faktoren der Hoffnung auf die Notenbanken und die relative Ruhe des Sommers, sollten auch diese Woche unverändert erhalten bleiben und den Markt weiter stützen.

Spannend wird sicher spätestens ab September das Thema Griechenland. Der "Grexit" ist nach meiner Ansicht nahezu sicher und wird diesen Herbst wohl definitiv stattfinden. Während aber die Medien noch die bekannten Weltuntergangsszenarien malen, halte ich das Thema mittlerweile für einen latent positiven Faktor für die Börsen. Dafür sind mehrere Gründe ausschlaggebend:

(1)

Banken und Versicherungen hatten mehr als genug Zeit sich vorzubereiten oder um es mit einem Sprichwort zu sagen: "Was uns umbringt, sind nicht die Dinge vor denen wir uns sorgen, es sind die Dinge die wir nicht auf der Rechnung haben !"

(2)

Ein guter Teil der Katastrophenrhetorik der vergangenen Monate und Jahre von Banken und Staaten zum "Grexit" war auch bewusste Überspitzung, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Die Banken brauchten diese Lyrik der "Alternativlosigkeit", um die Politik dazu zu bringen in ihrem Sinne die "Scheckbücher" zu öffnen. Letztlich ist der Finanzsektor mit Steuergeldern gestützt und gerettet worden. Ohne Weltuntergangslyrik wäre das wohl kaum möglich gewesen. Die Regierungen brauchten die gleiche Lyrik dann aber um ihre nationalen Parlamente zu disziplinieren. So haben beide Seiten ins gleiche Horn getrötet und so für Disziplinierung der Öffentlichkeit gesorgt.

Sicher wäre ein ungeordneter "Grexit" vor einem Jahr ein Problem für das Finanzsystem gewesen, insofern sind die Sorgen ja nicht ohne Fundierung und es war sinnvoll, sich von Seiten der Politik Zeit zu kaufen, auch wenn es viel Steuergeld verbrannte. Aber es ist eben nur das ziemlich irrelevante Griechenland über das wir hier reden, die (Finanz-)Welt wäre daran nicht zugrunde gegangen. Entscheidend war und ist nicht Griechenland, sondern die Frage, ob es Kaskadeneffekte und Ansteckungen in die grossen Länder der Eurozone wie Spanien und Italien hinein geben wird. Dieses Thema dürfte aber nun aufgrund des klaren Commitments der EZB, verbunden mit dem (vorbehaltlich des BVG) im September verfügbaren ESM weitgehend vom Tisch sein.

(3)

Sobald der "Grexit" vollzogen ist und die Welt doch nicht untergegangen ist, dürfte das die Börsen in Euroland weiter befeuern, da dem Markt doch eine Last von den Schulter genommen wurde. Die Beherrschbarkeit des "Grexit" dürfte auch psychologisch zu einer etwas entspannteren Sicht auf mögliche ähnliche Szenarien in Ländern wie Portugal führen und den Markt entlasten.

(4)

Das Zudrehen des Geldhahns dürfte einen positiven, disziplinierenden Effekt auf die andere "PIGS" haben, damit dürfte klar sein, dass es keinen Freifahrtschein zu den europäischen Töpfen gibt. Dieser disziplinierende Effekt wird die Regierungen in ihren Bemühungen stützen, weil damit in der Bevölkerung der PIGS höhere Akzeptanz für die harten Schnitte existieren dürfte.

(5)

Letztlich signalisiert der Markt mit seinem aktuell bullischen Verhalten auch eindeutig, das er keine Angst vor einem "Grexit" mehr hat. Denn es wäre naiv anzunehmen, dass die Vielzahl der professionellen Marktteilnehmer signifikant dümmer als wir ist und nicht ebenso den "Grexit" für diesen Herbst fest erwartet. Nein, der Markt steigt im Lichte dieser klaren Erwartung, das ist ein eindeutiges Signal.

Summa Summarum mache ich mir um den "Grexit" keine grossen Sorgen mehr, obwohl mir bewusst ist, dass es die Börsen trotzdem kurzfristig durchschütteln dürfte. Denn kurzfristige Unsicherheit ist an der Börse immer ein Faktor, der die Kurse bewegt. Diese Korrektur sollte dann aber eher mittelfristige Kaufgelegenheit sein.

Auch das BVG macht mir im September keine zu grossen Sorgen, ich halte die Mitglieder für weitgehend loyal zur "Pro-Euro" Linie der Bundesregierung stehend. Deshalb wird das BVG den ESM nach meiner Erwartung wohl einerseits durchwinken, andererseits aber eine "nun ist es gut" Haltung einnehmen und der Politik aufgeben, nun endlich eine verfassungsrechtliche Legitimierung ihrer Politik in Form einer Volksabstimmung zu erreichen. Die aktuellen Aussagen der Politik lassen dabei tief in diese Richtung blicken, denn ich halte es für realitätsfremd anzunehmen, dass es zwischen den vielen politiknahen Verfassungsrichtern und der Regierung keine "Vorab-Kommunikation" über die Richtung geben würde, die der Regierung frühzeitig indiziert, wie sich das Urteil entwickelt.

Bedenken Sie aber, dass meine positive Sicht nach wie vor nur auf die kommenden Wochen des August begrenzt ist und ich definitiv keine Prognose über den weiteren Verlauf des Jahres ab September wage. Das obwohl mir mein Instinkt (Bauch) eher eine für alle überraschende massive Rally zum Jahresende nahe legt, denn genau die hat niemand auf der Rechnung und ich "wittere" derzeit die psychologische Zeitenwende im Markt. Aber das ist wie gesagt nur Instinkt und ich handele nicht nach meinem Bauch.

Wenn der Markt im Herbst wieder zusammen brechen sollte, dann wird es also nach meiner Ansicht bestimmt nicht wegen Griechenland sein, sondern eher wegen eines Themas, das wir heute noch nicht kennen bzw nicht ernst genug nehmen. Ob der "Fiscal Cliff" der US dafür das Potential hat, vermag ich im Moment noch nicht abschliessend einzuschätzen, unterschätzt ist das Thema aber von den Märkten definitiv nicht !

Soweit zum Thema "Grexit", schauen wir mal, was uns sonst noch so bevor steht:

  • Statistisch ist diese Woche des August eine positive Woche.
  • Wir haben POMO Buy Operationen am Montag, Dienstag und Donnerstag und eine Sell-Operation am Mittwoch. In Summe sollte das den Markt stützen.
  • Wir haben weiterhin niedriges Volumen und relative Ruhe im Markt.
  • Die Sentimentindikatoren indizieren weiterhin erhebliche Skepsis und sind weit von Ständen entfernt, die eine unmittelbare Top-Bildung implizieren würden.

In Summe also nicht viel Neues, was eine "Follow the Trend" Taktik wohl weiterhin zur sinnvollsten Vorgehensweise macht.

Ich bin daher weiterhin "Long and Strong" im Markt, setze auf Jahreshöchststände noch im August und habe meine Stops im DAX nun auf knapp unter 6700 nachgezogen, im S&P500 auf knapp unter 1360.

Ich wünsche Ihnne diese Woche viel Erfolg und ein gutes Händchen !

Ihr Hari

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