Hari´s Märkte am Abend – 07.03.12 – regungslose Spannung

22 Uhr - Handelsschluss

Es sind nicht immer die besonders volatilen Tage, die besonders spannend sind. Auch heute war es sehr spannend, weil jeder die Frage vor sich herschiebt: kommt noch Teil 2 des Absturzes oder war es das schon ?

Ich habe deshalb heute auch zweimal ein kurzes Marktupdate geliefert, um Ihnen ein Gefühl dafür zu geben, wie sich meine Sichtweise im Laufe des Tages ändert. Denn die Frage die man sich permanent stellt lautet: "Wie denken die anderen im Markt ?"

Denn was man selber erwartet ist gar nicht wichtig. Wichtig ist, was der Marktkonsens ist, was also die Mehrheit erwartet. Schafft man es diesen Marktkonsens zu erkennen oder zu antizipieren, hat man einen Edge und kann daraus Entscheidungen ableiten. Denn zu oft ist der Marktkonsens genau das, was nicht eintrifft. Das ist ja auch nicht verwunderlich, denn wenn alle schon gekauft haben weil sie von steigenden Kursen ausgehen, kann niemand mehr kaufen und die Kurse müssen fallen. Und umgekehrt.

Der heutige Tag hat bei dieser Frage aber keine Auflösung gebracht, wie ich ja schon gestern hier vermutet hatte. Nach den heutigen Bewegungen ist nach wie vor alles möglich. Der kleine "Buy-the-Dip" war gemässigt und weder so hoch, dass man ihn besonders erwähnen sollte, noch so schwach, dass man daraus eine besondere Marktschwäche ableiten könnte.

Bei aller Spannung ist heute also nicht viel passiert - regungslose Spannung sozusagen.

Morgen haben wir dann Grosskampftag. Um 13 Uhr Zinssatz Bank of England, um 13.45 Uhr Zinssatz EZB , um 14.30 Uhr Beginn Pressekonferenz EZB, um 14.30 Uhr Anträge Arbeitslosenhilfe in den USA und um 21 Uhr das grosse Finale des griechischen Schuldenschnitts mit dem Ende der Annahmefrist.

Morgen wird also wohl ein volatiler Tag, der unsere ganze Aufmerksamkeit benötigt. Wenn zu Griechenland nicht schon vorab ein positives Ergebnis verkündet wird, dürfte das für die deutschen Anleger eine ziemlich ärgerliche Hängepartie über Nacht werden, deren Auflösung man dann im DAX am Freitag Morgen mit einem grossen GAP nach oben oder unten zur Kenntnis nehmen darf.

Also mache ich es heute kurz um Kraft und Schlaf zu tanken, zumal ich die letzten Tage ja viel geschrieben habe.

Ein paar kurze Ideen möchte ich Ihnen heute aber trotzdem noch an die Hand geben, und zwar möchte ich Ihnen das Universum der "Energie-Infrastruktur-Aktien" in Erinnerung rufen. Denn dieses Segement profitiert ebenso von dem wachsenden Energiebedarf der Welt, wie auch von den Investitionen im Rahmen der erneuerbaren Energien.

Und besonders auffällig war in der aktuellen Korrektur, dass sich alle unten genannten Aktien durch relative Stärke ausgezeichnet haben und nur mässig abgegeben haben. Ich werde die Aktien im folgenden nicht ausführlich besprechen, und nicht jede dieser Aktien muss man vom Timing her nun auch unbedingt gerade jetzt kaufen. Aber alle 4 Aktien haben ein attraktives Geschäftsmodell im Bereich "Energie-Infrastruktur" und eine ausgezeichnete Marktposition und sind immer einen Blick wert, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung:

1. ABB (WKN 919730) - der schweizer Stromspezialist ist der Blue-Chip im Bereich Energie-Infrastruktur schlechthin und hat nach einer Konsolidierung wieder interessante Kurse.

2. Schneider Electric (WKN 860180) - der hier schon mehrfach besprochene Spezialist für Gebäudemanagement, dreht im Kurs seit einiger Zeit nach oben und hat langfristig eine ausgezeichnete Wettbewerbsposition in einem Wachstumsmarkt.

3. Itron (WKN 888379) - der amerikanische Smart-Grid Spezialist legt gerade einen gewaltigen Turnaround hin. Nachdem er ungefähr die Hälfte des sensationellen 24% Tages-Anstiegs von Februar wieder abgegeben hat, scheint der Kurs nun bereit wieder nach oben zu drehen.

4. Prysmian (WKN A0MP84) - der Marktführer im Bereich Hochspannungs- und Tiefseekabel profitiert von den Investitionen in Offshore-Windparks und die Kursentwicklung spricht bisher eine klare Sprache bei gleichzeitig moderater Bewertung.

Über Ihre Meinung/Einschätzung/Analyse zu obigen Titeln freue ich mich wie immer !

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend, bis Morgen in alter Frische !
Ihr Hari

Hari´s Märkte am Abend – 02.03.12 – Wochenabschluss – Der Sprung in der Schallplatte

20 Uhr, Freitag Abend. Eine für die Märkte positive Woche neigt sich dem Ende zu, an deren Anfang wir um die 6750 im DAX kämpften und an deren Ende wir wieder über DAX 6900 stehen.

Vor genau einer Woche hatte ich -> hier <- ein paar Punkte zur Marktlage aufgelistet, die bis auf das nun abgelaufene Thema LTRO immer noch alle gültig sind. Insofern empfehle ich, sich diese Punkte im Zweifel noch einmal zu vergegenwärtigen.

Auch nächste Woche steht nichts auf der Agenda, was schon im Vorfeld als schwere Hürde für die Märkte sichtbar wäre. Donnerstag und Freitag nächste Woche könnten recht spannend und volatil werden, denn da stehen die üblichen Aufreger wie EZB Zinsentscheid oder US Arbeitsmarktdaten auf der Agenda.

Ach ja, und am kommenden Mittwoch den 07.03.12, stellt der 500 Milliarden Dollar Konzern Apple wohl sein iPad 3 vor - es wird spannend zu sehen, was der Apple Kurs danach macht. Und nächstes Wochenende am 11.03. beginnt in den US die Sommerzeit, während es bei uns erst 2 Wochen später los geht. Da müssen wir wohl wieder eine Zeit lang mit komischen US Börsenzeiten leben.

Wenn es diese Woche eine für mich bemerkenswerte Veränderung gab, dann die, das die gefühlte Nervosität im Markt wieder steigt - ich hatte das schon vor kurzem mit einem unruhigen Pferd verglichen, das an seiner Trense zerrt. Das ist aber ganz typisch für eine Phase, in der der Markt scheinbar seine Richtung verloren hat und nun nicht mehr weiss wohin er laufen soll. Denn nach oben verhindern eine Reihe von Widerständen oberhalb 7000 eine schnelle Bewegung und nach unten will der Markt einfach nicht hin, weil jeder Dip von der Seitenlinie gekauft wird.

Eine wichtige Lehre der Vergangenheit ist dabei, dass wenn sich nach so einer Phase eine neue Richtung etabliert, der Markt dann mit Gewalt losrennt, ganz wie das unruhige Pferd, dass in dem Moment wo es freigelassen wird mit hoher Geschwindigkeit davon galoppiert. Das ist aus der Psychologie heraus auch leicht zu erklären, denn Unklarheit macht primär abwartend und wenn der Markt dann in eine Richtung loslegt, versuchen alle noch aufzuspringen und heizen die Bewegung damit weiter an. Insofern folgt auf die aktuelle Phase der Unsicherheit und Orientierung möglicherweise bald eine dynamische Bewegung des Marktes in eine Richtung.

Um uns zu orientieren, schauen wir uns doch einfach mal den Chart des DAX aus einer Stundensicht an. Wir erkennen dann die alte Konsolidierungszone mit ihrer "Box", die wir nach oben verlassen haben, wie wir das hier ja auch erwartet hatten.

Nun haben wir aber unterschiedliche Signale im Chart ausgebildet, die aufgrund ihrer symetrischen Struktur sehr auffällig sind. Man könnte einen Doppelboden ausmachen, der so bei ca. 6740 ausgebildet wurde und der für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung spricht. Man könnte aber auch ein sich gerade ausbildendes Doppeltop ausmachen, dass eine Wende implizieren würde. Kein Wunder, dass der Markt gerade nervös wird und sich unsicher ist.

Man sollte deshalb nach meiner Erfahrung keinesfalls proaktiv - sozusagen "auf Verdacht" - alleine nach solchen Chartmustern handeln, schon gar nicht wenn diese widerstreitende Signale geben. Denn diese Chartmuster bestimmen in der Regel nicht, in welche Richtung der Markt ausschlägt. Es ist eher anders herum, irgend ein Ereignis wird dafür sorgen, dass der Markt in die eine oder andere Richtung losrennt. Damit wir das eine Muster bestätigt und das andere negiert. Und dann werden diese Chartmuster die trendverstärkende Begründung und für die Algos die handelbare Grundlage sein, warum man nun in der eingeschlagenen Richtung mit Macht auf die Tube drückt.

Schaut man sich das Marktsentiment an, hat ja Cognitrend das gut zusammen gefasst. Es gibt noch genug Marktteilnehmer an der Seitenlinie, die wahrscheinlich jede starke Bewegung nach unten zum Einstieg nutzen werden. Ein Zusammenbruch des Marktes steht also eher nicht auf der Agenda, ein Rücksetzer bis DAX 6650 oder sogar DAX 6400, der dann wieder aggressiv gekauft wird, aber möglicherweise schon.

Weitere Argumente für die Bullen sind der bestehende Trend des Marktes - denn Trends sind schwer zu brechen - und die Tatsache, dass die Bären seit Jahresanfang bisher nicht in der Lage waren auch nur ein einziges Mal schlechte Nachrichten für eine wirklich signifikante Korrektur zu nutzen, auch gestern wieder nicht. Erst wenn die Bären auch mal wieder ein Zeichen von Stärke zeigen, sollte man sie in meinen Augen wieder so richtig ernst nehmen.

Insofern bleibt es für nächste Woche dabei:
Man sollte nicht raten, sondern sich demütig von Mr. Market den Weg zeigen lassen. Solange aber kein Gegenbeweis geführt wurde, folgt man besser dem etablierten Trend und schenkt den Bullen daher im Moment etwas mehr Vertrauen als den Bären.

Sicherlich ist es langweilig, dass ich jede Woche zum Markt das Gleiche erzählen muss, als ob ich einen Sprung in der Schallplatte hätte. Aber sehen Sie es mal so herum: wenn ich dieses Jahr 52 Wochen lang immer wieder davon reden muss, dass die Bullen im Vorteil sind, dann war das im Nachhinein wahrscheinlich ein ganz hervorragendes Börsenjahr. Und ich glaube nicht, dass da hier jemand etwas dagegen hätte.

Eine vorsichtig positive Haltung zum Markt sollte aktuell schon alleine deshalb nicht schwer fallen, weil wir ja wie man oben im Chart sehen kann bei ca. DAX 6740 und ca. DAX 6640 hervorragend ausgebildete Stoplevel haben, mit denen man die theoretische Gefahr eines schlimmen Zusammenbruchs minimieren könnte. Und wer sich ganz eng absichern will und bereit ist das Risiko in Kauf zu nehmen ganz dumm ausgestoppt zu werden, könnte die Tiefs von gestern nutzen und einen Stop bei 6800 platzieren.

Schaut man auf einzelne Aktien, ergibt sich auch da aktuell ein gemischtes Bild. Es gibt einige Titel - die diese Bewegung in den letzten Wochen angeführt haben - die nun auf Niveaus notieren, wo es so nicht ewig nach oben weiter gehen kann. Und es gibt aber auch eine Reihe von Titeln, die gerade erst am Anfang einer Umkehrformation stehen und noch jede Menge Luft nach oben haben. Auch dieser Gegensatz ist ein Grund für die aktuelle Unentschiedenheit des Marktes, die Aktien sehen entweder billig oder schon wieder teuer aus, je nachdem wo man genau drauf schaut. Das sorgt für Verunsicherung.

Unabhängig von der generellen Bewegung der Indizes, halte ich es daher für gut möglich, dass wir bei einzelnen Titeln zunehmend massive Ausschläge sehen werden. Eine denkbare Strategie wäre daher, von den bisher extrem gut gelaufenen Titel nun in die umzuschichten, die noch jede Menge Raum für Erholung haben. Ich liste hier bewusst keine konkreten Aktien auf, weil wir viele davon in den letzten Wochen besprochen haben, Sie müssten einfach nur mal die letzten Beiträge durchschauen. Und darüber hinaus finden sich im grossen Aktienuniversum sicher auch noch eine Menge anderer Titel mit erheblichen Turnaround-Potential. Wenn Sie einen Titel mögen der hier noch nicht besprochen wurde, wäre es schön wenn Sie alle Leser daran teilhaben lassen.

Noch ein Hinweis in eigener Sache, Mr. Market ist ab heute auch über zu finden und zwar unter anderem in der Übersicht. Mein Dank gilt Markus Meister und seinem Team !

Soweit für heute, für nächste Woche habe ich mir auch wieder die eine oder andere Aktienanalyse von in Deutschland weniger bekannten "Trüffeln" vorgenommen. Nun freue ich mich auf den morgigen Samstag, denn mein kleiner Sohn wird 4 und es gibt kaum etwas Schöneres als Kinderaugen im Anblick von Geschenken 😉

Diese Freude kleiner Kinder ist so rein, ohne Zweifel und nur im "Hier und Jetzt" verhaftet, dass man als "alter Sack" manchmal bedauert, dass einem diese Unbekümmertheit irgendwann abhanden gekommen ist.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende !

Hari´s Märkte am Abend – 29.02.12 – was Apple uns zum Markt sagt

22 Uhr - Handelsschluss

Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen habe ich heute etwas weniger Zeit zum Schreiben. Daher gibt es heute Abend nur eine Analyse zum Markt als Ganzes und bis auf Apple und Gold keine Kommentare zu einzelnen Titeln.

Sie erinnern sich, dass ich letzte Woche schrieb, dass der Markt noch ein paar Tage Konsolidierung braucht, um genug Kraft zu tanken.

Nun, diese Tage sind vergangen und langsam nähert sich diese Phase scheinbar dem Ende zu. Denn die heute zu beobachtende Volatilität ist nach meiner Erfahrung das Vorspiel zu einer stärkeren Bewegung - ganz so wie ein energiegeladenes Pferd, das unruhig an seiner Trense zerrt.

Schauen Sie sich an, was heute im NASDAQ passiert ist - nachdem er die glatte Zahl 3000 touchierte, wurde er sofort heftig abverkauft.

Und schauen Sie sich an, was heute passiert ist, nachdem die EZB im Rahmen der LTRO Operation die gewaltige Summe von über 500 Milliarden € in den Markt gekippt hatte - sofort wurde das zum Ausstieg genutzt, frei nach "Sell the News".

Und schauen Sie sich an, wie heute auf Ben Bernankes Rede reagiert wurde, mit massiven Abgaben, weil er - Überraschung 😉 - vor Euphorie warnte. Und weil er dem Wunsch des Marktes nach einem sofortigen QE3 noch nicht nachgab.

Und schauen Sie sich an, was heute bei Gold und Silber passiert ist. Das war bemerkenswert. Gestern sprach ich noch davon, dass wir noch ein paar positive Tage haben werden, bevor dann im März eine kleine Korrektur kommt, die möglicherweise 1700 USD noch einmal von oben testet. Nun, Mr. Market hatte es scheinbar eilig und hat nicht mal mehr bis März gewartet, denn heute waren wir am Ende sogar unter 1700 USD - so schnell geht es nach unten, wenn computerbasierte Tradingprogramme im Spiel sind.

Der Einschlag begann um 16.45 Uhr und hat auch mich erwischt, weil ich so schnell nicht reagieren konnte und damit nicht gerechnet hatte. Allerdings haben mich Trailing Stops bei meiner grossen Silberwette vor Schaden bewahrt und mir einen Gewinn gesichert, auch wenn dieser dann kleiner war als erhofft. Mit meinen Minenwerten habe ich die Tagesverluste aber voll mitgenommen, insofern bin auch ich Leidtragender dieses völlig überraschenden Absturzes.

Ich vermute einen Zusammenhang mit Bernankes Rede, ohne es genau festmachen zu können. Denn der Dollar stieg schon einige Zeit vorher und die Edelmetalle begannen danach einen gewaltigen Fall. 80 USD Verlust bei Gold an einem Tag, das sieht man nicht alle Tage. Nach meiner Einschätzung setzte sich irgendwann während der Rede bei Big-Money die Erkenntnis durch, dass QE3 nicht sofort kommt. Starke Abgaben trafen dann auf einen sowieso überkauften Markt bei Gold und Silber und die trendverstärkenden Algos taten ihr übriges. So bekamen wir eine Art "Mini-Crash" in den Edelmetallen. Der QE3 Aufschlag scheint damit endgültig aus dem Goldpreis gewichen zu sein.

Sollte meine Theorie richtig sein, könnte sich das Niveau von heute Abend mit 1694 USD aber vielleicht als Kaufgelegenheit heraus stellen. Denn wenn Sie sich den gestern dargestellten zyklischen Verlauf betrachten, steht eine grosse Korrektur noch nicht an. Allerdings sollte man den morgigen Tag abwarten, um diese Bewegung bestätigt oder negiert zu bekommen. So viel Geduld muss sein. Denn dieser Einschlag war nicht normal, das war schon aussergewöhnlich und ohne Vorwarnung. Und das hat auch allerlei Porzellan in Form von Vertrauen zerdeppert, was man schon leicht daran sehen kann, dass der Kurs von Gold im späteren Handel keinen Bounce mehr zusammen bekommen hat und sogar noch einmal unter 1700 USD abrutschte. Und deshalb wird sich Morgen erst einmal der ganze Markt schütteln und wird versuchen, sich in Sachen Edelmetalle neu zu sortieren und den Einschlag zu werten. Und erst wenn diese Neuorientierung abgeschlossen ist, wissen wir wohin die Reise kurzfristig weiter geht.

Mit Blick auf den Gesamtmarkt, halte ich es aber eher für einen Fehler, sich von diese volatilen Bewegungen schon jetzt verunsichern zu lassen. Denn ein grösserer Absturz beginnt höchst selten an solch klaren Marken wie NASDAQ 3000, das ist zu offensichtlich. Auch wenn sich das heute teilweise ganz schön Angst machend angefühlt hat, ist in den grossen Indizes defacto nicht viel passiert und einiges spricht dafür, dass es sich hier um typisch technische Reaktionen handelt, die primär von den Algos getrieben wird. Denn diese traden derartige Setups konsequent.

Diese Bewegungen sind aber auch das Zeichen steigender Nervosität, das typische Anzeichen vor einem grossen Sprung. Positiv ist, das von einer übertrieben bullishen und selbstgefälligen Stimmung im Markt nun in meinen Augen keine Rede mehr sein kann. Insofern war die Konsolidierung der letzten 1,5 Wochen sehr erfolgreich und der Boden für eine starke Bewegung ist bereitet, weil nun wieder genügend Skepsis im Umlauf ist.

Ich wäre also nicht überrascht, wenn wir in den nächsten Tagen mit Macht ausschlagen. Wohin ? Alles ist möglich, aber wenn man den Markt rational betrachtet, liegt der Vorteil in meinen Augen nach wie vor leicht bei den Bullen. Was nicht bedeutet, dass nicht auch eine stärkte Korrektur möglich ist, ich halte sie nur für weniger wahrscheinlich, weil der Markt bisher keine Signale sendet, die einen Vorteil für die Bären implizieren. Das kann natürlich noch kommen, aber man sollte abwarten bis der Markt diese Signale wirklich sendet.

Wer seine Gewinne sichern will, kann jetzt also aus dem Markt gehen, das ist eine sinnvolle Massnahme, wenn Sie sich nicht mehr wohl genug fühlen. Immerhin sind ja bis hier schöne Gewinne aufgelaufen und diese mitzunehmen, hat noch niemanden arm gemacht. Für einen Short gegen den Markt, gibt es aber für mich nach wie vor nicht genug Indizien, die aus Mr. Markets Verhalten ableitbar wären.

In diesem Zusammenhang möchte ich sie an Apple (WKN 865985) erinnern. Das ist ein Runaway-Move wie er perfekter nicht sein könnte. Lesen Sie noch einmal meinen Beitrag -> hier <- von vor 2 Wochen. Darin habe ich trotz des starken Rücksetzers auf damals wieder unter 500USD davor gewarnt, eine solche Aktie zu shorten, egal wie überzogen die Bewegung aussieht. Und nun werfen Sie eine Blick darauf, was danach passiert ist:


Source:

Beeindruckend oder ? Auch heute ist Apple wieder im Plus. Gut also, wenn Sie damals meine Warnung beachtet haben und das Wort "irgendwann" nach wie vor nicht unterschätzen. Und ich bin überzeugt, solange die Leitaktien wie Apple so stark sind, ist der Bulle intakt. Erst wenn sich bei diesen Leitaktien der Wind dreht, dann muss man über einen Short nachdenken. Ein möglicher Tag für eine Wende bei Apple könnte zum Beispiel der 07. März sein, an dem das iPad 3 vorgestellt wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass im Sinne "buy the rumor, sell the news" genau dann der Kurs dreht, wenn das lange antizipierte Ereignis Realität wird.

Ich persönlich setze nach dem heutigen Tag, der sicher einige ängstliche Markteilnehmer rausgeschüttelt hat, eher auf einen "First of Month Jumper" am morgigen 1. März. Meine Stops würden dann auf dem Niveau der heutigen Tiefsstände bei DAX 6840 liegen, mit diesen Stops könnte ich einen solchen Trade Morgen ganz gelassen angehen. Ob ich den Trade wage, entscheide ich aber erst Morgen früh, je nach Lage kurz nach Handelsstart. Denn der frühe Vogel fängt zwar den Wurm - richtig. Aber der zu frühe Vogel kommt halt noch in einen verspäteten Wintereinbruch - auch das ist richtig. Morgen früh ist also früh genug, um eine solche Wette noch einzugehen. Aber ich werde Morgen intensiv Ausschau nach diesem Trade halten, mal sehen ob er sich realisiert.

Ich werde aber auch so flexibel sein sofort die Reissleine zu ziehen, wenn wir Morgen mit Volumen nach unten laufen. Denn wenn das nach dem heutigen volatilen Tag passiert, dann bin ich bereit den Bären ab Morgen wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Schnallen Sie sich also nun bitte an, es könnte die nächsten Tage einen holperigen Flug geben ! Aber genau in diesen Phasen wird das Geld gemacht, mit dem Offensichtlichen kann man nicht reich werden. Es wird also wieder spannend ......

Ich wünsche einen schönen Abend !

Hari´s Märkte am Abend – 24.02.12 – Wochenabschluss – The Trend is your Friend

17.40 Uhr

Heute hatten wir bisher einen ruhigen, fast langweiligen Tag an den Märkten. Mr. Market ist immer noch orientierungslos und schwimmt ohne Ziel hin und her. Deswegen falte ich meine Bücher heute einmal früher zu, äussere mich nicht zu Einzelaktien und beginne mein Wochenende vor dem Handelsschluss an der Wallstreet. Sollte doch noch etwas ganz aussergewöhnliches passieren, werde ich spät Abends noch ein kurzes Update verfassen.

Hinter uns liegt nun eine Woche der Konsolidierung und eigentlich habe ich schon alles Notwendige an den verschiedenen Tagen gesagt und könnte heute gleich wieder aufhören.

Es schadet aber sicher nicht, sich einen Moment zurück zu lehnen und sich die wichtigsten Punkte zur Börsenwetterlage - so wie ich sie sehe - noch einmal gesammelt und in Ruhe vor Augen zu führen:

1. Wir befinden uns mitten in einem durch Liquidität getriebenen, starken Aufwärtstrend und Art und Umfang dieser Konsolidierung bestätigen den Trend bisher erneut. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir nach der Konsolidierung weiter nach oben steigen, ist für mich nach wie vor höher als das Gegenteil.

2. In Anbetracht der Dauer des Anstiegs seit Mitte Dezember, reicht die eine Woche Konsolidierung wahrscheinlich nicht aus, damit der Markt genug Kraft für einen erneuten Anstieg sammeln kann. Eine paar weitere Tage Konsolidierung wären für mich nicht überraschend. Noch etwas tiefere Kurse als derzeit auch nicht.

3. Oberhalb 7000 Punkte im DAX liegt eine grosse und starke Wiederstandszone. Es ist für mich eher unwahrscheinlich, dass wir diese Zone gleich im ersten Anlauf nehmen können.

4. Nachdem wir durch die Widerstandszone oberhalb 7000 durch sind, ist eine Trendbeschleudigung durchaus vorstellbar, die uns dann schnell bis 7500 bringt. Denn wir haben noch jede Menge zögerndes Geld an der Seitenlinie. Ein überzeugender Anstieg über 7000 könnte für diese Zweifler der Auslöser sein, der sie zur Aufgabe zwingt.

5. Nach einer derartigen Trendbeschleunigung muss man dann aber wahrscheinlich aus dem Markt, denn dann - wenn alles lose Geld von der Seite herein geströmt ist - steht die echte Korrektur wohl bevor.

6. Sollten wir nächste Woche doch erst weiter korrigieren, liegt die nächste Unterstützung bei ca. DAX 6650 und eine harte Unterstützung - die gute Chancen hat den Wendepunkt darzustellen - in der Zone oberhalb DAX 6400.

7. Für die nächste Woche sehe ich abgesehen von den bekannten grauen (Iran) und unbekannten scharzen Schwänen nichts auf der Agenda, dass den Markt aus heutiger Sicht zu absehbar starken Aussschlägen zwingen könnte.

8. Allerdings wird mit der kommenden LTRO Operation der EZB am Mittwoch 29.02. wahrscheinlich so viel Liquidität in die Banken geschwemmt, dass das der Treibsatz für weiter steigenden Assetpreise sein dürfte.

9. Mit der französischen Präsidentenwahl dürfte Ende März / Anfang April ein Thema auf den Radar des Marktes geraten, dass das Potential hat zum temporären Aufreger (Stichwort Zusammenhalt Eurozone) zu werden.

Und noch etwas Grundsätzliches, ich lasse mich von den vielen Artikeln immer noch nicht aus der Ruhe bringen, die mir nun schon seit Wochen etwas von einem überkauften Markt und einer kurzfristig anstehenden Korrektur erzählen. Vielleicht haben diese Artikel ja sogar nun endlich auch mal recht, ich schliesse das auf keinen Fall aus, aber dann eher aus Zufall und Glück. Denn die technischen Oszillatoren wie RSI, MACD, Stochastik helfen hier nur bedingt. Denn was gerne übersehen wird ist, dass diese technischen Parameter gerade in stark trendenden Bullenmärkten über Wochen und Monate am Anschlag laufen könnnen. Sicher kommt irgendwann die Korrektur, aber eben "irgendwann" und das kann auch noch Wochen dauern. Diese technischen Oszillatoren leisten in schwingenden, volatilen Märkten hervorragende Dienste und ich nutze sie dann exzessiv. In stark nach oben trendenden Märkten wie aktuell, ist die Aussagekraft dagegen deutlich eingeschränkt. Wie bei jedem Handwerkszeug, muss man einfach wissen, wann man es einsetzt und wann nicht.

Vielleicht machen Sie sich mal Ihre eigene Liste wie oben und wenn Sie dann damit für sich eine klare Marktsicht formuliert haben, dann setzen Sie sich hin und definieren sich eine Handvoll Trades, mit denen Sie sich dann in der kommenden Woche positionieren. Ich habe mit dieser Art Vorbereitung immer gute Erfahrungen gemacht, denn zu oft vergisst man ansonsten wichtige Vorsätze in der Hektik des Tages.

Und ein nette, lehrreiche Übung möchte ich Ihnen mal für das kommende Wochenende vorschlagen, eine Übung die ich vor vielen, vielen Jahren von Charles Kirk gelernt habe:

Versuchen Sie sich mal die Aktien rauszusuchen, die bis Ende 2012 nach Ihrer Erwartung am schlechtesten laufen werden, die also den prozentual höchsten Verlust produzieren werden.

Sie haben richtig gehört, ich will von Ihnen die Aktien hören, die Ihrer Meinung nach bis 31.12.2012 den grössten prozentualen Verlust produzieren werden ! Was soll das, werden Sie vielleicht denken, aber machen Sie es doch einfach mal ! Denn sobald Sie anfangen darüber nachzudenken, werden Sie wahrscheinlich feststellen, dass das eine verdammt schwierige Frage ist, viel schwieriger als Sie sich vielleicht im ersten Moment gedacht haben. Und jetzt frage ich Sie: wenn es schwierig ist die zukünftig schwächsten Aktien zu benennen, wieso glauben Sie dann die zukünftig besten Aktien benennen zu können ?

Und ich habe auch eine starke Vermutung, was für Aktien Ihnen bei der Frage dann möglicherweise durch den Kopf spuken werden: Aktien die bisher extrem gut gelaufen sind und auf Allzeithoch notieren. Aktien bei denen man denkt: weiter hoch kann es ja gar nicht mehr gehen. Aktien wie zb eine Apple.

Vor 10 Jahren hätte ich wahrscheinlich auch sofort an Aktien wie Apple bei dieser Frage gedacht. Jetzt sage ich Ihnen aber, mit was für Aktien ich heute diese Wette eingehen würde - mit Aktien wie Q-Cells zum Beispiel. Wie bitte, Q-Cells - werden Sie nun wahrscheinlich denken ? Die notieren doch heute schon nur bei 0,32€ - wohin sollen die denn noch fallen, da würde man doch eher auf eine Wende nach oben tippen. Ich aber halte es persönlich für gut möglich, dass Q-Cells in Anbetracht der permanenten Verluste und des fehlenden profitablen Geschäftsmodells dieses Jahr noch weiter abstürzt, bis zur theoretischen Insolvenz im schlimmsten Fall. Q-Cells würde dann also nahezu wertlos sein und sozusagen bei 0,01€ notiert. Das würde für jemanden der heute bei 0,32€ einsteigt einen Verlust von 97% produzieren ! Glauben Sie Apple kann auch so einen Verlust produzieren ? Nicht wirklich, ich denke da sind wir uns einig.

Durch diese Übung wird Ihnen erneut vor Augen geführt, dass gute Aktien eher weiter gut laufen und schlechte Aktien eher weiter schlecht. Und das Trends in der Regel länger dauern, als man erwartet. Denn instinktiv würde man sich als Laie eher gegen den Markt stellen und bei Q-Cells über das kaufen nachdenken und bei Apple über das verkaufen. Und auch wenn das im Einzelfall mal zufällig richtig sein kann, sagt die Erfahrung, dass es in der Regel in die Hose geht.

Deswegen ist Ihnen sicher im Leben auch höchst selten ein Mensch begegnet, der mit legalen Wetten auf Pennystocks (betrügerische Pusher natürlich ausgenommen) reich geworden wäre. Dabei lieben gerade Laien diese Wetten auf Pennystocks, weil die Aktien ja vermeintlich so billig aussehen. Aber es gibt halt meistens verflucht gute Gründe warum eine Aktie im Pennybereich notiert. Und wenn etwas billig aussieht, muss es deswegen noch nicht billig sein.

Machen Sie also einfach mal selber den Versuch. Schreiben Sie 10 richtig miese Aktien auf, bei denen das Geschäftsmodell so richtig in Scherben liegt und die schon massiv gefallen sind. Die 10 Gurken-Aktien also, zum Beispiel im Solarbereich könnten Sie da aktuell fündig werden. Und schreiben Sie dann die 10 Aktien auf, die extrem gut gelaufen sind, von einem klasse Management geführt werden und nun nach einer Korrektur geradezu schreien - wie Apple halt. Und dann schauen Sie am Jahresende 2012 wer besser gelaufen ist - ich verspreche Ihnen schon heute : die guten Aktien, obwohl sie schon so weit gelaufen sind !

Und sehr freuen würde ich mich, wenn Sie Ihre "Gurken-Aktien" hier mit uns teilen würden. Ich fände das höchst spannend und lehrreich.

Wer dieses Prinzip des Trends wirklich verinnerlicht hat, wird seine Ergebnisse bei der Geldanlage nach meiner Erfahrung deutlich verbessern. Und gegen die durchaus vorhandene Gefahr eines Trendbruches gibt es doch ein probates Gegenmit Trailing-Stops !

"The Trend is your Friend" - dieser Spruch ist immer noch gültig und viele halten ihn für eine Trivialität. Aber sich daran zu halten, ist weit schwieriger als es scheint !

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erholsames Wochenende !
Ihr Hari

Serie Rohstoffaktien – Hecla Mining – Seriosität in Silber

In der Serie Rohstoffaktien, möchte ich Ihnen heute meinen aktuellen Favoriten bei den Silberminen vorstellen: Hecla Mining (WKN 854693)

Wenn man sich in das Universum der Gold- und Silberminen hinein bewegt, hat man ebenso mit weltweit operierenden Riesen wie Barrick Gold (WKN 870450), wie auch mit unzähligen kleinen Explorern zu tun, die zwar öffentlich über ihre gewaltigen Chancen schwadronieren, aber noch keine Unze Edelmetall zu Tage gefördert haben. Das Problem bei den Explorern ist aber, dass eine einzige Nachricht ausreicht, um den Kurs mal eben zu halbieren. Und wie schnell das gehen kann, konnten wir auch bei Hecla Mining vor kurzem beobachten, als die wichtige Mine "Lucky Friday" durch Steinschlag ausser Gefecht gesetzt wurde und nun wahrscheinlich für das ganze Jahr 2012 ausfällt. Hecla hat dadurch bis zu 25% Börsenwert verloren, für ein kleineres Unternehmen wäre so ein Ereignis wohl der Exitus.

Für mich persönlich vereinen die "idealen" Minenaktien daher folgende Parameter:

(1) Mehrere Minen in Produktion mit kontinuierlichem Cashflow. Die Abhängigkeit von nur einer produzieren Mine ist mir zu riskant.

(2) Minen in politisch sicheren Regionen, die Verstaatlichungspolitik eines Hugo Chavez ist nun einmal nicht planbar.

(3) Marktkapitalisierung im einstelligen Milliardenbereich. Damit gross genug um einen Einschlag auszuhalten und noch klein genug um flexibel zu agieren und als Übernahmeziel für die ganz Grossen interessant zu sein.

(4) Erfahrenes Management mit einem guten Trackrecord. Gerade im Minensektor bei den kleineren Explorern zieht der Bullenmarkt in Gold und Silber leider auch einige dubiose Gestalten an, die sich mehr auf Marketing verstehen, als darauf reales Edelmetall real an die Oberfläche zu bringen.

(5) Geringe Produktionskosten und erwiesene gute Kostenkontrolle in der Vergangenheit. Was passiert, wenn das Management das nicht im Griff hat, konnte man ja vor kurzem bei Kinross Gold (WKN A0DM94) schmerzhaft beobachten.

Schauen wir uns vor dem Hintergund dieser fünf Kriterien mal Hecla Mining an.

Hecla wurde schon 1892 in Idaho, US gegründet und gehört damit zu den "Urgesteinen" der weltweiten Minenindustrie. Heclas erfahrenes Management betreibt eine gute Investor Relations, die man auch auf der interessanten und informationsreichen Homepage nachvollziehen kann. Schauen Sie sich mal die detaillierte Darstellung der Unternehmensgeschichte von Hecla an und vergleichen Sie das mit so manch anderer Mine, die vor 10 Jahren noch gar nicht existent war.

Hecla hat zwei Minen in Operation: "Green Creeks" in Alaska und "Lucky Friday" in Idaho. Darüber hinaus hat Hecla noch weitere aussichtsreiche Explorationsprojekte in Nordamerika bzw Mexiko. Die bei vielen Silberminen massiv vorhandenen politische Risiken in Ländern wie Bolivien oder Argentinien hat Hecla also mit seiner Operation nicht.

Am 11. Januar diesen Jahres musste Hecla bekannt geben, dass die "Lucky Friday" Mine nun auf Anordnung der Mine Safety and Health Administration (MSHA) für Wartungs- und Aufräumarbeiten ungefähr ein Jahr geschlossen werden muss, da es dort immer wieder zu Steinschlag bzw Bergstürzen kam. Der Markt hat das gar nicht goutiert und Hecla in der Spitze um 25% nach unten geschickt. Das ist auch auf den ersten Blick nachvollziehbar, denn der kurzfristige Jahresertrag wurde damit von 10 Millionen Unzen Silber auf 7 Millionen Unzen reduziert.

Es gibt aber gute Argumente, die dafür sprechen, dass der Markt nun übertrieben hat. Denn auch wennn "Lucky Friday" nun für ein Jahr schliesst, ist dadurch das Silber in der Erde ja nicht weg. Die Reduktion des kurzfristigen Ausstosses also eins-zu-eins auf den Aktienkurs durchschlagen zu lassen, lässt Raum für positive Überraschungen. Und Auszeiten bei Minen und Wartungsarbeiten sind halt etwas ganz Normales in der Industrie, Steinschlag ebenso. Nun hat Hecla also die Chance, die Mine in Ruhe so auf Vordermann zu bringen, dass diese danach auf Jahre hinaus ohne Unterbrechung hohe Erträge erwirtschaften kann. Die in 2012 ausgefallene Silberproduktion, kann dann in den Folgejahren um so schneller nachgeholt werden.

Gleichzeitig kam dieser Absturz zu einem Zeitpunkt, an dem der Kurs von Hecla sowieso schon über das ganze Jahr 2011 durch die zunehmenden Probleme in "Lucky Friday" belastet war. Diese Stilllegung könnte also den finalen Abverkauf markieren, auch das hohe Volumen während des Ausverkaufs spricht dafür.

Dabei ist Hecla in meinen Augen schon heute fundamental unterbewertet. Denn Hecla hat im Branchenvergleich sehr geringe Abbaukosten und das bei geringeren politischen Risiken als die meisten seiner Mittbewerber. Das liegt unter anderem daran, dass die Hauptmine "Green Creeks" einen überdurchschnittlich hohen Silbergehalt besitzt, was bedeutet man kann viel Silber mit relativ wenig Aufwand aus dem Boden holen. Auch die Explorationsprojekte in den USA und Mexiko sehen attraktiv aus. Hecla notiert nun nahe am Buchwert bei 1,5 Milliarden USD Marktkapitalisierung und schüttet sogar eine kleine Dividende aus, die in 2012 erhalten bleiben soll.

Dividende, gute Kostenkontrolle, offene Investors Relations, lange erfolgreiche Historie - all das sind Indizien für ein kompetentes, seriöses Management - ein Kriterium das man nicht jedem Minenunternehmen uneinschränkt zugestehen kann.

Auf dem Chart sieht man, wie weit Hecla nun innerhalb eines Jahres von seinen Höchstständen zurück gekommen ist. Die Aktie befindet sich immer noch in einem etablierten Abwärtstend, insforn ist es charttechnisch derzeit nicht zwingend in Hecla Mining zu investieren. Gleichzeitig hat Hecla aber im Bereich von 4 USD gut Unterstützung und positiv ist auch zu sehen, wie gut Hecla sich schon von dem "Lucky Friday" Einschlag erholt hat. Auch RSI und MACD könnten kurz vor eine Wende ins Positive zu stehen und deuten zumindest eine Stabilisierung an. Die charttechnische Entscheidung scheint also nicht mehr all zu fern in der Zukunft zu liegen. Alleine letzten Freitag ist Hecla schon um 7% gestiegen. Möglicherweise positioniert sich hier schon Kapital für die Wende.

Hecla Mining ist für mich persönlich im Moment die attraktivste Wette im Universum der Silber-Minen. Denn hier vereint sich erhebliches theoretisches Upside mit einem seriösen, langjährig erfolgreichen Unternehmen in politischen sicheren Weltregionen.

Letztlich hängt aber alles vom Silberpreis ab und nur wenn dieser weiter stark bleibt, wird man wohl auch mit Hecla schöne Gewinne einfahren können. In Anbetracht der klaren Aussagen der FED und parallel der Liquiditätsschwemme, die die EZB nun über die Banken ausgiesst, sind Gold und Silber in meinen Augen gut unterstützt und für den weiteren Verlauf des Jahres 2012 sehr aussichtsreich. Sollte noch dazu die Weltkonjunktur wieder anziehen, würde Silber als Industriemetall doppelt profitieren.

Genügend Gründe also für mich nun in Hecla Mining investiert zu sein. Ich sehe bei der Aktie durchaus eine Verdoppelungspotential innerhalb 24 Monaten und habe vor, diese Bewegung voll mitzunehmen.

Ob Hecla Mining auch in Ihr Depot passt, kann ich Ihnen nicht beantworten, das können nur Sie selber. Bedenken Sie neben all den Chancen daher auch die Risiken von Silberminen, denn trotz aller positiven Aussichten kann sich ein "Lucky Friday" Ereignis in jeder Mine der Welt jederzeit wiederholen und eine Hecla notierte im Tief Ende 2008 auch mal nahe bei 1 USD, also bei einem Fünftel des heutigen Wertes ! Das sollten Sie bei allen positiven Aussichten nicht vergessen. Sie sehen, neben grossen Chancen lauern also auch erhebliche Risiken, weswegen ich persönlich ein Engagement nur entsprechend abgesichert eingehen würde. Der Bereich um 4 USD könnte dafür eine sinnvolle Marke sein, um im Falle des Falles die Notbremse zu ziehen.

Silberminen sind also definitiv nicht für einen langfristigen "Buy and Hold" Ansatz geeignet. Aber für mich persönlich überwiegen bei Hecla Mining aktuell deutlich die Chancen und wenn ich schon in eine Silbermine investieren will, dann ist Hecla Mining mein persönlicher Favorit.

Haris Märkte am Abend – 24.01.12 – Buy the Dip

Da war er heute scheinbar, der überfällige Beginn der Korrektur. Der DAX bei 6340 und eine Reihe Aktien Intraday 2, 3 oder sogar 4% im Minus.

Und wie bei jeder Korrektur üblich, wurde am stärksten verkauft, was vorher am besten gelaufen ist. Soweit völlig normal und selbst 4% Minus Intraday bei einer Rheinmetall (WKN 703000) oder einer Klöckner (KC0100) waren da nicht so überraschend.

Und dann kam wieder "Buy the Dip" und die kleine Korrektur wurde sofort wieder gekauft. Damit beweist der Markt erneut beeindruckende Stärke und ich kann nur wiederholen was ich schon oft gesagt habe: gegen so einen starken Markt wettet man in meinen Augen nicht.

Wie es nun kurzfristig weiter geht ist unklar. Die gute Nachricht für die Bullen ist, dass sich mit diesen kleinen Intraday Korrekturen die überkaufte Markttechnik nun langsam abbaut und damit der Boden für den nächsten grossen Schwung nach oben bereitet wird. Denn technisch ist der Markt nun schon nicht mehr so nach oben überdehnt, wie er es noch vor wenigen Tagen war.

Andererseits gibt es durchaus Beispiele dafür, dass nach 2 oder 3 gescheiterten Versuchen den Markt zu drehen, dann plötzlich doch eine Wende durchschlagenden Erfolg hat - genau dann wenn alle denken, dass dieser Markt ja komplett "kugelsicher" sei.

Und Morgen haben wir noch dazu eine Wildcard im Spiel - die Notenbanken. EZB Chef Draghi spricht Morgen um 14.15 und um 20.15 Uhr kommt dann das Ergebnis der zweitägigen FED Sitzung. Ich wage keine Prognose was da passiert, da Bernanke bisher aber sehr gut darin war die Erwartungen der Märkte im Vorfeld zu managen, erwarte ich nicht all zu viel Neues. Trotzdem muss man dieses Datum auf dem Radar haben, denn wenn der Markt überhaupt demnächst stark abkippt, dann kann ich mir das nach der FED Sitzung vorstellen, schwerlich aber nun vorher.

Summa Summarum sagt uns das Verhalten des Marktes bei aller kurzfristigen Unklarheit aber eindeutig : Vorteil für die Bullen ! Das sollte man respektieren und deshalb bleibe ich unverändert bei der Strategie der vorsichtigen, abgesicherten Offensive.

Merkwürdig verhielt sich für mich heute Aixtron (WKN A0WMPJ). Das Minus von Intraday zweitweise 7% ist in meinen Augen mit der Korrektur alleine nicht erklärbar, da müssen andere Ursachen im Hintergrund sein. Da man aber keinerlei Nachricht sieht und diesen Absturz daher nicht zuordnen kann, sollte einen das eher noch skeptischer machen. Denn solche Bewegungen haben immer einen Grund, wir kennen ihn nur nicht. Aber andere Marktteilnehmer offensichtlich schon, denn sonst würde der Kurs nicht so abstürzen. So ein Szenario ist nach meiner Erfahrung fast immer höchst gefährliches Terrain für "Nicht-Insider" wie uns ! Bei Aixtron bleibe ich also erst einmal an der Seitenlinie und warte die Nachrichten der nächsten Tage ab.

Im positiven Sinne fand ich in der Korrektur Pfeiffer Vacuum (WKN 691660) bemerkenswert. Die Aktie ist Intraday kaum zurück gekommen. Da geht scheinbar noch was nach oben. Auch Krones (WKN 633500) war in der Korrektur stark. Beides sind klassische deutsche Mittelständler und Maschinenbauer, für die ich mittelfristig optimistisch bin.

Fazit des Tages: Bleiben Sie ruhig, sichern Sie ihre Gewinne und warten Sie demütig darauf, was Mr. Market nun Morgen zu tun gedenkt.

Ihnen eine gute Nacht !

Gastkommentar – Das “Big Picture” des Marktes – von „Tokay“

Liebe Leser,

wenn ich umfangreiche Kommentare von Ihnen sehe, die vom Inhalt her auch ein Artikel sein könnten und für alle interessant sind, werde ich Sie möglicherweise ansprechen, ob Sie den Kommentar nicht als Artikel veröffentlichen wollen. So geschehen heute bei "Tokay" und hier finden Sie also nun den ersten von einem Leser geschriebenen Artikel auf sumerdigital. Diese Artikel sind später dann in der Kategorie "Gastkommentare" aufzufinden, der Autor erscheint jeweils oben in der Titelzeile und ist so eindeutig zu erkennen.

Natürlich sind auch Sie herzlich eingeladen, von sich aus mit einem Vorschlag für eine Veröffentlichung an mich heran zu treten.

Viel Spass beim lesen wünscht Ihr Hari

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Hallo zusammen, Hallo Hari,

ich hab mich “vorsichtshalber” auch bei Deinem Blog angemeldet, weil mich die ganzen Diskussionen/Beiträge natürlich schon interessieren, diese aus meiner Sicht auch ein recht gutes Niveau haben und ich hoffe, daß das auch weiterhin so sein wird und nicht etwa in “Schlammschlachten” ausartet.

Jetzt zu Deinem gestrigen Eintrag zur Markteinschätzung bzw. zum “Big Picture”, meine Sichtweise ist recht ähnlich. Ich sehe den Markt an einem Indifferenzpunkt, wo die Seitwärtsbewegung die seit dem Herbst 2011 stattfindet, möglicherweise endet und andererseits ein neuer Bullenmarkt im Entstehen begriffen ist. Man weiß es nicht so genau(wie immer erst hinterher…;-))

Wenn man so die Jahresausblicke der Banken liest, so ist der Grundtenor ein verhalten optimistischer. Dies ist zunächst etwas paradox, denn die Gewinnerwartungen für 2012 werden eher nach unten korrigiert werden müssen, und Zinssenkungspotential besteht auch kaum welches. Diese beiden Faktoren sind ja üblicherweise die Haupttreiber der Entwicklung am Aktienmarkt.

Auf der anderen Seite waren die Risikoprämien bedingt durch die weiterhin andauende Eurokrise in 2011 historisch sehr hoch. Für 2011/2012 errechnet sich ein aktuelles DAX-KGV von ca. 10, somit eine Gewinnrendite von 10%. Der historische Durchschnitt liegt wohl bei etwa 15 bzw. 6,5 %. Somit wäre unter sonst gleichbleibenden Umständen ein höhere Bewertung gerechtfertigt. Die ungünstigen Einflüße bei Unternehmensgewinnen und Zinsen würden dies nur abschwächen, aber nicht umkehren. Da die Politik der EZB in nächster Zeit weiterhin expansiv sein wird(wenn man Herrn Draghi Glauben schenken darf), hält sich das Zinserhöhungsrisiko doch sehr in Grenzen. Es besteht außerdem die Aussicht, daß die Mini-Rezession in 2012 die deutschen Unternehmen nicht so schwer trifft wie befürchtet und die Lage in den BRIC-Staaten sich zügig bessern wird. Wenn China mit knapp 9 % eine Wachstumsabflachung zu verzeichnen hat, so ist das etwas, womit die deutschen Exporteure wohl gut leben können. Ein DAX-Ziel von 6500-7000 wäre damit keineswegs illusorisch.

Risiken wären andereseits insbesondere dann vorhanden, wenn es mit der Eurokrise nicht vorangeht, insbesondere bei Griechenland. Jedoch bei Spanien und Italien ist deutliche Besserung eingetreten, in Italien insbesondere, seit dem dort nicht mehr “Bunga-Bunga”das Hauptthema ist. Auch die Situation im persischen Golf könnte sich noch zuspitzen und die Kurse nach unten drücken. Das ist zwar nicht auszuschließen, aber auch nicht besonders wahrscheinlich, denn da würde sich der Iran letztlich ins eigene Fleisch schneiden(oder womit will man dort seine ausländischen Rechnungen bezahlen, wenn nicht mit Öl?).

Und was könnte das konkret bedeuten? Nun, eine Reihe von Titeln ist in den letzten Wochen sehr gut(zu gut?) gelaufen. Vielleicht steckt momentan bei einigen Aktien etwas zu viel Euphorie drin. Dennoch könnte man meinen, daß der Markt im Prinzip nach oben will, und Rücksetzer dann eher eine Gelegenheit wären, zuzukaufen. Außerdem ist generell, und dies kommt in dem DAX-KGV von 10 ja zum Ausdruck, die allgemeine Risikoscheu noch immer sehr hoch. Ein Kursanstieg auf lange Sicht wäre so gesehen eigentlich nichts anderes als eine Normalisierung der Verhältnisse. Ob man dies jetzt ausnutzt und sogleich verkauft oder den positiven Trend laufen lässt – ich weiß auch nicht, was das bessere ist. Aber nachdem jetzt die letzten 12 Monate so bescheiden gelaufen ist, wäre es vielleicht etwas voreilig, bei der ersten Aufhellung gleich wieder zu verkaufen. Sollte diese Aufhellung allerdings nicht von Dauer sein, und das muß man ja immerhin trotz allem als Möglichkeit in Betracht ziehen, dann muß man überlegen, die Euphoriegewinne glattzustellen. Vielleicht ist es auch ganz gut, wenn diesbezüglich etwas Unsischerheit herrscht, denn ansonsten wären ja wieder alle in großem Stil auf der Käuferseite.

Allen ein schönes Wochenende,
Tokay

Haris Märkte am Abend – 16.01.12 – Im Westen nichts Neues

Heute schon etwas früher, weil die US Börsen wegen des „Martin Luther King Day“ geschlossen sind.

Es gibt aber auch gegenüber der letzten Freitag hier in "Haris Märkte am Abend" geäusserten Sicht wenig Neues hinzu zu fügen.

Wie erwartet war es richtig, sich von den schlechten Schlagzeilen nicht anstecken zu lassen, der positive Grundton des Marktes ist weiter intakt. Das sich der europäische Aktienmarkt von den immer gleichen Schlagzeilen um den vermeintlichen Untergang des Euros nicht hat anstecken lassen, kann man durchaus als Stärke werten.

Und wer sich fragt was im DAX passiert, wenn "Big Money" von der Wallstreet mal nicht am Spiel teilnimmt, konnte das Ergebnis heute wieder bewundern: bis kurz vor 16 Uhr genau Nichts, bei sehr geringem Handelsvolumen. Denn nachdem sich der DAX am Vormittag bei ca. 6160 eingeschwungen hatte, ist bis in den Nachmittag gar nichts mehr passiert. Erst als Berichte über eine aggressivere Kaufstrategie der EZB in Folge der erfolgreichen französischen Anleihenauktion die Runde machten, kam Bewegung in den Markt und ein Freudenhüpfer bis über 6200. Gegen Handelsende wurde dann noch einmal gekauft, offensichtlich wollten einige Marktteilnehmer noch unbedingt in den Markt hinein, was ein gutes Zeichen ist.

Ich gehe wie letzten Freitag weiter davon aus, dass die Märkte ab Morgen bis Ende der Woche sehr volatil werden, rechne aber in dieser kurzen Handelswoche weder mit einem massiven Absturz, noch mit einem signifikanten Ausbruch nach oben. Denn einerseits beginnt sich dieser Markt zunehmend wie ein Bullenmarkt zu verhalten und wie das S&P Downgrade von Frankreich heute weggesteckt wurde ist schon bemerkenswert und erinnert an bessere Zeiten. Andererseits sind wir nun technisch überkauft und kommen nun in saisonal schwierige Wochen.

Kontrollierte, vorsichtige Offensive scheint mir persönlich also für die nächsten Tage und Wochen die richtige Strategie für Anleger zu sein. Kurzfristige Kaufgelegenheiten bei Rücksetzern kann man in meinen Augen zum Kauf nutzen, sollte aber jederzeit bereit sein auch wieder auszusteigen, wenn sich der Trade nicht so realisiert wie erwartet. Mittelfristig macht das Jahr aber bisher einen guten Eindruck und da es oft richtig war in den Markt einzusteigen, wenn die Rezession dann endlich offiziell war, hat 2012 das Potential ein gutes Börsenjahr zu werden, auch wenn im ersten Halbjahr sicher noch der eine oder andere Einschlag auf uns wartet.

Bei Einzelaktien auffällig war heute die Schwäche bei Heidelberg Cement (WKN 604700) , die durch negative Quartalszahlen des schweizerischen Mitbewerbers Holcim belastet wurden, obwohl Heidelberg Cement andere Schwerpunkte in den Absatzmärkten und seine Ziele für dieses Jahr bekräftig hat. Auf dem Niveau von 33-35€ ist die Aktie in meinen Augen aktuell fair bewertet und ich habe daher eine neutrale Sicht auf die Aktie. Sehr kurzfristig neige ich aber zum Abwarten, weil auch die bilanziellen Risiken gerade wieder vom Markt gespielt werden. Sollte Heidelberg Cement noch einmal unter 30 € rutschen, werde ich aber wohl wieder zugreifen. Denn mittelfristig hat die Aktie in meinen Augen jede Menge Potential über 40€ hinaus.

Auffällig ist heute auch - wie schon seit Tagen - die Stärke von Daimler (WKN 710000) , die in der Vergangenheit viel schlechter als VW, BMW und Co. gelaufen sind. Hier scheint gerade ein "Knoten" geplatzt zu sein, wobei heute auch gute Nachrichten zum China Absatz und eine Hochstufung von Goldman Sachs geholfen haben. Ich bin bei Daimler investiert und lasse zunächst die Gewinne laufen.

Gold befindet sich in Wartestellung um die 1640 USD und will weder signifikant nach unten, noch signifikant nach oben. Ich neige kurzfristig weiter zur Vorsicht und kann mir eine volatile Seitwärtsbewegung gut vorstellen. Ich bleibe aber bei bestimmten Gold-Minen-Titeln mit einem Fuss investiert, weil erstens die Reise jederzeit nach oben losgehen kann, zweitens das Downside doch begrenzt ist und drittens die Titel gegenüber dem Goldpreis eine Menge aufzuholen haben.

Morgen, wenn die US Börsen aus dem langen Wochenende kommen, wird es auf jeden Fall sicher wieder spannender als Heute. Geniessen Sie also einen ruhigen Abend und tanken Sie Kraft für Morgen !