sumerdigital gewinnt Publikumspreis beim Comdirect Finanzblog Award 2014

Nach dem 2. Preis beim Comdirect Finanzblog Award 2013, hatte ich gestern erneut das Vergnügen, nach Berlin zu fliegen und auf der re:publika 2014 einen Preis für das Blog sumerdigital entgegen zu nehmen.

Dieses mal war es der neu geschaffene Publikumspreis, bei dem die Leser selber, den für Sie besten Finanzblog wählen durften. sumerdigital konnte sich dabei knapp gegen harte Konkurrenz durchsetzen, darunter alte Preisträger wie , oder der diesjährige Preisträger .

Zunächst einmal möchte ich ganz herzlich allen treuen Lesern für Ihre Stimme danken, ohne Ihre Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen.

Besonders dankbar bin ich, dass dabei die sumerdigital Community im Premium-Bereich geballt für dieses Blog gestimmt zu haben scheint. Diese Stimmen sind mir besonders wichtig, denn diese Leser können tatsächlich bewerten, was hier im Blog im Vergleich geboten wird.

Wenn jemand für einen Finanzblog sauer verdientes Geld ausgibt und ihn danach nach einem Jahr immer noch sehr wertschätzt, ist das die höchste Würdigung, die man bekommen kann. Passend dazu sind gerade die ersten 100 Premium-Mitglieder durch die erste Jahresverlängerung gelaufen und 94 von 100 sind ein weiteres Jahr im Premium-Bereich dabei. Auch das ein Zeichen hoher Loyalität, für die ich dankbar bin und von der Sie sicher sein können, dass ich diese nicht enttäuschen werde !

Stolz bin ich auch darauf, dass dieser Publikumspreis ohne jede Verlinkungen bei Twitter, Facebook und Co. möglich war, was ihn um so erstaunlicher macht. Am Ende, ist es trotz aller "Social Media", eben doch die Qualität des Contents, die den wirklichen Unterschied macht.

Herzlich danken, möchte ich auch erneut der Comdirect. Den Bloggern diese Plattform zur Verfügung zu stellen, ist eminent wichtig, denn öffentliche Aufmerksamkeit ist für den typischen Einzelkämpfer das am schwersten zu erreichende Gut. Jetzt höre ich schon die Stimmen einiger Lesern, die sagen: "ach für die ist das doch nur eine billige Werbegelegenheit, die schmücken sich mit Euch zum eigenen Vorteil".

Ja und Nein. Natürlich verfolgt eine Comdirect mit so einer Veranstaltung auch marketingtechnische Eigeninteressen. Das ist weder verwunderlich, noch verwerflich, sondern die natürlichste Sache der Welt. Aber die Comdirect investiert eben diese Zeit und das Geld in Finanz-Blogger, wo andere Institute ihr Geld in die bekannt langweilig bis peinliche Banken-Werbung und bunt blinkende Banner investieren - was genau gar nichts bewirkt, denn das Image-Problem der Banken geht tiefer, als das man es mit flachem "Marketing-Sprech" einfach beheben könnte. Da haben einige in der Branche scheinbar den Schuss noch nicht gehört.

Die Comdirect aber, scheint den Schuss gehört zu haben. Ich bin der Comdirect auf jeden Fall für diese wichtige Plattform für Finanzblogs dankbar !

Passend zum Thema hat die erhöhte Aufmerksamkeit für Finanzblogs, natürlich auch mit der grossen Flanke zu tun, die die etablierten deutschen Medien rund um Handelsblatt und Co., mit einer immer dürftigeren Qualität der Börsenberichterstattung aufmachen. Auch hier in der sumerdigital Community wird das immer wieder thematisiert. Der Qualitätsunterschied zwischen der Börsenberichterstattung in den US und hier in Deutschland ist eklatant !

Wenn zum Beispiel die FED um 20 Uhr eine wichtige Entscheidung bekannt gibt, dann wissen die Mitglieder hier auf sumerdigital, dass von mir oft schon wenige Minuten später, ein Kurzkommentar mit Wertung des Marktgeschehens auf "Hari Live" zu lesen ist. Das ist ja auch gar nicht so schwierig, wenn man den Markt versteht, das grosse Geld an der Wallstreet schläft ja auch nicht vor sich hin, sondern setzt sich sofort nach dem FED Entscheid deutlich in Bewegung. Da sind also auch andere, die sofort Schlüsse ziehen.

20 Minuten später gibt es dann hier auf sumerdigital manchmal schon 2 weitere Posts mit Hinweisen zu selektiven, bemerkenswerten Marktbewegungen. Und ich bin ein Einzelkämpfer. In den großen Medien mit den großen Redaktionsstuben, trudelt dann typischerweise 45 Minuten später eine uninspirierte Nacherzählung des FED Entscheids herein, die dann oft auch nichts weiter als eine Kopie einer Agentur-Meldung von Reuters und Co. ist.

Das Leser sich weigern, für diese "Qualität" der grossen Medien Geld zu zahlen, sollte keinen wundern. Insofern beweist das Scheitern diverser Bezahlmodelle nicht, das Leser nicht bereit sind für Qualität Geld auszugeben, es beweist nur, dass es zu oft an der Qualität fehlt ! Zumindest im Bereich der Börsenberichterstattung der grossen deutschen Medien, erlaube ich mir dieses harte Urteil - Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine lobenswerte Ausnahme ist ausdrücklich die Wirtschaftswoche, mit einem qualitativ guten Börsenteil. Aber die Wirtschaftswoche ist ein Wochenmagazin, von anderen, tagesaktuellen Medien, sollte da weit mehr zu erwarten sein, was aber für mich nicht sichtbar ist.

Herzlich gratulieren möchte ich auch allen anderen , hier auch mit .

Meine besondere Gratulation gilt dem Team von Feingold Research, das den ersten Preis der Jury gewonnen hat. Dieses Blog hebe ich deshalb hervor, weil es ein weiterer, kompetenter Versuch ist, interessante und aktuelle Börseninformation zu den Menschen zu bringen und davon kann Deutschland wirklich noch eine Menge gebrauchen !

In den kommenden Tagen werde ich nach Verfügbarkeit noch jede Menge Bilder und Videos hier im Blog verlinken, schauen Sie mal hier bei -> sumerdigital in Medien und Öffentlichkeit <- herein, wenn Sie das Geschehen rund um den Finanzblog Award interessiert.

Übrigens habe ich vor der re:publika auch ganz zwanglos drei der treuen Mitglieder zum Plausch getroffen, die zufällig in der Nähe der Lokation waren. Auch das zeichnet die sumerdigital Community aus, wir sind nicht nur anonyme Nicknames, sondern reale Menschen, die sich hier ehrlich austauschen und voneinander profitieren. Auch deshalb sind "Trolle" in der sumerdigital Community eine nicht existente Spezies.

Vor einer Woche hat ein Mitglied im Forum zu diesem Thema geschrieben:

Erstaunlich finde ich, dass das Forum funktioniert (Gesprächsregeln, Qualität, etc..), die Trolle sind sonst überall en masse vorhanden und es ist schwer sich auf einem gewissen Niveau auszutauschen.

Und ein anderes Mitglied schrieb zur Antwort kurz und knapp:

Trolle wollen meist nix zahlen für ihren Unfug !!

Dem ist eigentlich wenig hinzu zu fügen und es beschreibt ein gutes Teil des Problems des "kostenlosen" Internets, in dessen Foren und Boards sich zu viele Wichtigtuer, Selbstdarsteller und Stänkerer, feige hinter der schützenden Fassade der Anonymität tummeln.

Gerade aber um an den Börsen erfolgreich zu werden, braucht es vor allem Ehrlichkeit und Reflexion über sich selbst, denn wir sind mit unserer Psychologie in der Regel die schlimmsten Feinde unseres eigenen Börsenerfolges. Und dafür braucht es einen Ort, an dem man auch über die eigenen Fehler und Probleme sprechen kann, ohne Sorge zu haben, dafür von der Seite dumm angemacht zu werden. Einen Ort an dem man dann Hilfestellung und Orientierung erfährt. Diesen Ort habe wir mit dem Premium-Bereich von sumerdigital geschaffen.

So beginnt ein neues Jahr der spannenden Reise dieses Blogs und ich bin für die Unterstützung der Community sehr dankbar, die alleine im kostenpflichtigen Premium-Bereich, mittlerweile auf mehrere Hundert angewachsen ist. Wenn auch Sie vertrauenswürdige Börseninformation ohne vertriebliche Hintergedanken suchen, dann stoßen Sie doch zu uns dazu !

Eines müssen Sie aber mitbringen: die Bereitschaft zu lernen und am Erfolg zu arbeiten und dafür Energie zu investieren. Erfolg bei der Geldanlage ist harte Arbeit, hat mit "Entertainment" nichts zu tun und kommt nicht von alleine, sondern erfordert, sich den eigenen Fehler zu stellen. Nur Naive glauben noch an "heiße Tips", die man vermeintlich nicht verpassen darf. "Reich" werden Naive aber selten ... 😉

Ihr Hari

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DAX – Warum eine Hausse in der Euphorie und nicht in der Skepsis stirbt – 15.03.13

Vor dem Wochenende, möchte ich ein paar kurze Beobachtungen zum DAX mit Ihnen teilen.

Sie wissen ja - und wir haben das hier auf sumerdigital.de mehrfach eindrucksvoll erleben können - wie gerne der Markt genau den Weg geht, mit dem die wenigsten rechnen. Was dann gleichbedeutend mit dem Weg des maximalen Schmerzes ist, denn auf dem Weg mit dem niemand rechnet, ist zwangsläufig auch niemand positioniert. Diese Logik ist zwingend, da nur kaufen kann, wer noch nicht gekauft hat und nur verkaufen kann, wer schon gekauft hat. Einer der Gründe übrigens, warum dieser fiese Mr. Market einen unbedarften und "normal" denkenden Menschen so zuverlässig und gerne auf dem falschen Fuss erwischt. Und zwar gerade den gebildeten, logisch denkenden Menschen in Berufen, in denen es auf Ratio und Präzision ankommt. Man könnte manchmal meinen, der fiese Mr. Market steht hinter einem und liest die Gedanken, nur um dann genau das Gegenteil zu machen.

Nun, ich kann Ihnen sagen, womit die meisten im Moment rechnen: damit, dass der Markt nach Erreichen der Höchststände zur Korrektur ansetzt. Befragen Sie doch mal selber ihren Bauch und seien sie ehrlich zu sich.

Zu eingeprägt ist in der kollektiven Erinnerung, was 2000 und 2007 passierte, nach dem der DAX über 8000 sprang. Und deshalb erscheinen schon vorauseilend im Handelsblatt warnende Artikel wie , in dem mal wieder der gute Roubini als Testimonial herhalten muss. Genau dieser Roubini, der heute schon verkündet, wie das zweite Halbjahr 2013 wird. Und Sie wissen ja was von Menschen zu halten ist, die so tun, als ob sie mit einer Glaskugel gesegnet wären. Mal haben sie recht und mal nicht. Ein Dartpfeil hat aber auch immer wieder Recht. Das Spiel beruht darauf, dass die Menschen die Fehleistungen schnell vergessen und die Treffer hinterher hochgejubelt werden. Die reale Peformance der "Weissagungen" des Herrn Roubini in den letzten Jahren ist äusserst dürftig. Rein statistisch darf der Dartpfeil nun auch mal wieder treffen. 😉

Die Motivation solcher Artikel wie im Handelsblatt ist, dieses Mal klüger zu sein und aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Wir sind doch alle "Contrarians" - zumindest bilden wir es uns ein. Nur so funktioniert der fiese Mr. Market halt nicht. Und wer glaubt nun klüger zu sein als 2000 und 2007, merkt nicht, dass er doch wieder nur in der Masse mitläuft und nichts weiter als den gedanklichen Mainstream vertritt. Nur das, was die Marktteilnehmer erwarten, macht Mr. Market halt höchst selten, eben weil die Markteilnehmer so schon positioniert sind. Das ist die verflixte Selbstbezüglichkeit - oder auch Reflexivität - der Märkte, auf der ich hier immer herum reite.

Und ich betone hier ja immer wie eine Gebetsmühle, dass wir dem Markt folgen sollten. Und nun frage ich Sie: zeigt der Markt objektiv irgendwelche Brüche ? Gibt es einen einzigen Indikator, der nun eine Topbildung zwingend indiziert ? Nein - gibt es nicht, zumindest ich sehe keinen. Und trotzdem haben wir - auch ich - dieses nagende Gefühl in der Magengrube, dass es doch jetzt mal bald drehen dürfte. Und dieses Gefühl verhindert, dass wir die Rally mit vollem Risiko mitnehmen.

So ... und nachdem ich Ihnen oben gesagt habe, womit die Mehrheit rechnet, will ich Ihnen nun auch mitteilen, was fast keiner auf der Rechnung hat: Das wir einfach weiter hoch laufen und schon dieses Jahr die 9000 und mehr im DAX sehen.

Im Sentiment Cycle nennt man diese Skepsis die "Wall of Worry". Märkte toppen langfristig in der Euphorie. Euphorie ist aber weit und breit nicht zu sehen. Bullenmärkte steigen aber weiter in der Skepsis. Es kann gut sein, dass wir das gerade erleben.

Jetzt hat niemand eine Glaskugel, auch ich nicht. Und klar, morgen kann einen Nachricht kommen, die den Markt zusammen brechen lässt. Aber das ist eben das weniger wahrscheinliche Szenario und mehr als Wahrscheinlichkeiten haben wir sowieso nicht. Schaue ich aber auf die Price-Action, sehe ich einen beständigen Druck nach oben, der jeden bestraft der zu früh aussteigt. Und dem zu folgen hat höhere Erfolgswahrscheinlichkeiten, als sich dem Markt entgehen zu stellen. Und wenn der Markt morgen doch nach unten wegkippen sollte, gibt es dafür Stops oder anderweitiges Risikomanagement.

Das Schlimme ist aber, die gleichen psychologischen Mechanismen, die uns nun die Angst vor einem Top einpflanzen, werden - wenn es wirklich runter gehen sollte - verhindern, dass wir konsequent die Stops exekutieren und aus dem Markt gehen. In beiden Fällen wollen wir instinktiv klüger als der Markt sein. Wir sind ja schliesslich alle Contrarians. 😉 Das traurige Ergebnis dieser automatischen Reflexe, ist in den Depots dann zu beobachten.

Übrigens, auch bestätigt diese Woche wieder erneut, wie weit wir noch von echter Euphorie entfernt sind.

Es gibt aber auch einen logischen Grund, die 8000 im DAX nicht über zu bewerten. Denn diese 8000 sind eben nicht mit den 8000 aus 2007 und schon gar nicht mit denen aus 2000 zu vergleichen. Das liegt daran, dass der DAX im Gegensatz zu den meisten anderen Indizes ein Performance-Index ist. Sprich hier werden die Dividenden in den Index mit eingerechnet und kumulieren sich über die Jahre im Index. Nur sind diese Dividenden nun aber schon Vergangenheit. Und wer heute den DAX kauft, bekommt diese Dividenden auch nicht mehr, die haben andere früher vereinnahmt.

Wenn man also heute wissen will, wie viel Marktkapitalisierung und Bewertung wirklich in den DAX Unternehmen im Vergleich zu 2000 und 2007 steckt, darf man dafür nicht den Performance-Index, sondern muss analog zu S&P500 und Co. den in Deutschland kaum benutzten Kursindex nehmen.

Sie wissen, ich habe dieses Thema des Kursindex hier schon vielfach thematisiert. Da aber Dirk Elsner dazu gerade einen kleinen passenden Artikel geschrieben hat, überlasse ich gerne ihm die Darstellung:

Und nun frage ich Sie erneut: wir haben keine Euphorie, die Mehrheit hat Angst vor einem Einbruch und real ist die Bewertung der Unternehmen weit von den Höchstständen 2000 und 2007 entfernt. Sind das die Inkredenzien für einen "Major-Top" wie 2000 und 2007 ? Eine Korrektur von 10% ist immer gut möglich. Aber für mehr gibt es rational keinen sichtbaren Indikator.

Ihr Hari

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Hari´s Märkte am Abend – 03.05.12 – Ängstliches Warten auf die Daten

22 Uhr - Handelsschluss

Der heutige Tag war letztlich ein Übergangstag vor den morgigen US Arbeitsmarktdaten. Insofern gibt es heute auch nicht viel zu sagen und ich mache es etwas kürzer.

Der DAX war wie gewohnt zappelhaft ohne Richtung und ohne echtes Eigenleben. Der S&P500 zeigte dagegen deutliche Schwäche, die den DAX dann auch unter 6700 zog. Im S&P 500 formt sich gerade eine Kopf-Schulter Formation, die wenn sich sich bestätigt, eine Bewegung herab bis 1373 implizieren würde. Um die Formation zu negieren, müsste der Index bald deutlich über 1406, besser 1415 steigen.

Aber all diese Muster stehen unter dem Vorbehalt der morgigen, grossen US Arbeitsmarktdaten um 14.30 Uhr. Was heute im Markt passierte, sieht für mich danach aus, als ob sich jedermann vor den Daten und dem Wochenende mit den Wahlen in Europa in Sicherheit brachte. Die Schwäche war heute im S&P500 querbeet, mit Schwerpunkten bei den Rohstoffaktien. Damit sind die Erwartungen an die Daten aber deutlich herab gesetzt, es spricht also einiges für eine kleine Rally nach den Daten, bzw nach der Wahl am Montag. Sollte diese aber trotz brauchbarer Daten nicht kommen, wäre das ein ganz schlechtes Signal für den Markt, dann müsste man ernsthaft die Frage stellen, ob wir in den US Indizes den Top schon gesehen haben.

Insofern werde ich Morgen Vormittag vor den Daten sehr wenig bis gar nichts machen, das hin- und her dürfte ebenso volatil wie richtungslos und ohne Bedeutung werden. Ich bin nun ausreichend defensiv aufgestellt und kann die Daten Morgen ebenso wie die Frankreich-Wahl mit Gelassenheit zur Kenntnis nehmen. Sollte Morgen um 14.30 Uhr ein Rally-Signal kommen, werde ich sofort im Handelssystem aufspringen. Ich werde das Morgen mit entsprechenden Stop-Buy Orders auf die grossen Indizes umsetzen.

Bei Wacker Chemie (WKN WCH888), einer der wenigen Aktien die heute deutlich im Plus waren, scharren die Bullen nun heftig mit den Hufen und warten auf die morgigen Zahlen. Sollte dort ein positiver Ausblick auf wieder steigende Preis bei Polysilizium gegeben werden, dürfte es ein Feuerwerk geben. Sollte der Preisausblick aber mau bleiben, dürfte Wacker ganz schnell wieder unter 60 notieren.

Aixtron (WKN A0WMPJ) hat sich heute erneut als reine Traderaktie bestätigt. Mein Trade von gestern ist schön aufgegangen, kurz nach Handelsstart bin ich bei 14,1 ausgestiegen. Am Nachmittag stand Aixtron dann schon wieder bei 13,3 oder Intraday 6% tiefer. Eine Aktie mit solchen Bewegungen ist eindeutig keine Aktie um zu investieren, als Trader bietet solche Volatilität aber schöne Chancen. Grund für die Volatilität bei Aixtron dürfte die grosse Unsicherheit über die Auftragslage sein, die sich ja auch in Analysten-Kurszielen zwischen 10 und 17€ zeigt. Solange sich dieser Nebel nicht verzieht, kommt Aixtron als Investition für mich nicht in Frage.

Nach Tagen leichter Stärke die uns bis 1670 USD brachte, bewegt sich Gold (XAUUSD) nun wieder nach unten. Und die Minen sind weiterhin schwach und geben heute noch einmal kräftig ab - das hatte heute den Charakter eines Ausverkaufs. Ich denke aber nicht, das man das alles überbewerten sollte. Lesen Sie im Zweifel noch einmal den Beitrag vom 24.04. -> hier <- zu Gold, der für mich unverändert die Situation beschreibt.

Es ist schlicht noch nichts passiert und Gold ist immer noch im zulaufenden Dreieck. Auch die Schwäche der Minen ist nicht ungewöhnlich, solche Trends laufen halt immer in die gleiche Richtung, bis der Wurm irgendwann dreht. Und bevor der Wurm dreht, steht oft der finale Ausverkauf bzw die Trendbeschleunigung, auch das ist typisch. Ich kann Ihnen nicht sagen, ob das heute der finale Ausverkauf bei den Minen war oder der Beginn eines tieferen Absturzes. Ich werde es mir vom Goldpreis sagen lassen. Mit diesen Abläufen muss man einfach leben, wenn man "Bottom Fishing" betreiben will. Denn den richtigen Boden trifft man fast nie und wenn man dann zu früh abspringt, verkauft man vielleicht am Tiefpunkt.

Deshalb ist es so wichtig vorher genau zu wissen, wann man auf den Verkaufsknopf drückt und das dann auch konsequent zu machen. So verhindert man einerseits aus reiner Nervosität zu früh abzuspringen und andererseits in einen grossen Absturz zu geraten. Für mich persönlich liegt dieser Verkaufsknopf bei einem nachhaltigen Bruch der 1610 USD in Gold. Bis dahin warte ich ab. Geht es aus dem zulaufenden Dreieck bei Gold nach unten, wird alles verkauft, auch Minen mit Verlusten. Geht es nach oben, lasse ich die Gewinne laufen.

Schon am 24.04.12 hatte ich Ihnen den Artikel von Peter L. Brandt zum Thema Gold empfohlen. Wie es der Zufall so will, hat er heute einen neuen Artikel geschrieben. Lesen Sie , damit ist in meinen Augen alles zu Thema gesagt, ich werde entsprechend handeln.

Gestern wurden in Berlin die Preise zum Comdirect Finanz Blog Award 2012 verliehen. Ich bin nicht nach Berlin gefahren, da ich schon vorher informell wusste, dass sumerdigital.de nicht unter den Preisträgern sein wird. Aufgrund der Entfernung von meinem Wohnort in der Nähe der Alpen, standen Aufwand und Nutzen eines Besuches in Berlin so in keinem sinnvollen Verhältnis.

Gewonnen hat Dirk Elsner mit seinem . Wie ich finde ein verdienter Sieger, denn Dirk ist schon viele Jahre mit hoher Qualität dabei. Ich gratuliere Dirk Elsner ganz herzlich zu diesem Erfolg und vielleicht finden Sie ja auch mal Zeit, einen Blick auf seinen interessanten Blog zu werfen.

Einen seiner lesenswerten Artikel zum Thema Wirtschaftsblogs, möchte ich Ihnen ganz explizit empfehlen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend !

Ihr Hari