Hewlett Packard (WKN: 851301) mit relativer Stärke im schwachen Markt

Gerade in Marktphasen wie aktuell, wo nach oben nicht so viel zu gewinnen ist, macht es Sinn sich nach Aktien umzuschauen, die relative Stärke zeigen und von aktueller Marktschwäche kaum betroffen sind.

Nun, mit dem IT Riesen Hewlett-Packard (WKN: 851301, HPQ) haben wir so eine Aktie. Inhaltlich muss ich zu HP wohl nichts sagen, jeder dürfte das Unternehmen zu Genüge kennen und auch das strategische Durcheinander unter ex CEO Leo Apotheker, das wesentlich zum Absturz beigetragen hat, dürften die meisten mitbekommen haben.

Wir haben den Rebound bei HP hier mehrfach besprochen, so am -> 06.02.13 <- und am -> 23.04.13 <-. Ich habe mir erlaubt im Tageschart seit Herbst 2012 die beiden Zeitpunkte mit einem Pfeil zu markieren. Wer seit dem 06.02.13 dabei war, ist nun 47% im Plus und das in 5 Monaten, ich habe schon schlechtere Trades gesehen.

Tageschart seit Herbst 2012:

HP Tag 03.07.13

Das aber die Reise zur Normalisierung der Bewertung keineswegs zu Ende sein muss, zeigt Ihnen der langfristigere Blick auf das Wochenchart seit 2009. Natürlich sind die einfachen Gewinne nun gemacht, aber die Aktie hat immer noch grossen Potential, wenn es gelingt dem Unternehmen wieder eine klare strategische Aufstellung zu geben. Und nun stellen Sie sich mal theoretisch vor, dass HP - nachdem die Aufräumarbeiten der vergangenen Verwirrungen vorbei sind - auch wieder ein Thema finden würde, das die Börse mit Phantasie honoriert. Wäre HP nicht zum Beispiel prädestiniert dafür, das Thema 3D Drucker in das Massengeschäft zu tragen ?

Wochenchart seit 2009:

HP Woche 03.07.13

Aber alles Spekulation, am Ende liegt die Wahrheit auf dem Platz und es zählt nur der Chart, in dem sich das reale Handeln aller Marktteilnehmer widerspiegelt. Reden ist demgegenüber billig, erst das investierte Geld zeigt die wahren Absichten. Und dieser Chart ist in einem klaren Aufwärtstrend und solange er andauert, ist der Trend unser Freund. Eine Freundschaft, die bei der HP Aktie das Potential hat, auch länger anzudauern.

Wer ein Investment nicht an der Trendlinie absichern will und der Aktie mehr Raum für Swings geben will, sollte das Korrekturtief vom 19.04.13 im Auge behalten. Wenn das nach unten durchschlagen werden sollte, stimmt mit der Geschichte des Wideraufstiegs von HP etwas nicht mehr und man sollte auf die Seite treten. Ansonsten aber haben wir hier eine Aktie, die auch in der derzeit schwierigen Marktphase relative Stärke zeigt und durch eine keineswegs übertriebene Bewertung abgesichert ist. Es gibt nach meiner Ansicht schlechtere Anlagen, die bei deutschen, privaten Anlegern merkwürdiger Weise beliebter sind. Mit fällt da zum Beispiel eine Aktie ein, die mit "C" beginnt. 😉

Vom Timing her kann man vielleicht noch ein bisschen warten, ich selber halte einen Test des Trends nun für möglich (wenn auch nicht sicher) und würde erst dann wieder aufsteigen, wenn dieser hält. Aber auch ein Schub zu neuen Hochs, würde von mir persönlich voraussichtlich als erneutes Kaufsignal betrachtet. Eine intensive Beobachtung ist die Aktie von HP aber alle mal wert !

Ihr Hari

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Hat Hewlett-Packard ( HP ) gedreht ? Setzt die Aktie den Aufwärtstrend fort ?

Hat Hewlett-Packard (WKN: 851301) gedreht und setzt den Aufwärtstrend seit November fort ?

Schauen wir auf das Chart. Die Trendlinie, das Fibonacci Retracement und die leicht steigenden Volumina im Anstieg machen das zur realen Möglichkeit.

Ausserdem hatten wir nun fünf Phasen der Korrektur, 3 Abwärtsbewegungen, dazwischen zwei schwache Gegenbewegungen, was oft ausreichend ist, um das Abwärtsmomentum aufzubrauchen.

Und trotzdem, irgendwie bin ich noch nicht so richtig überzeugt. Zu magnetisch schaut das 50er Fibo Retracement, die 200-Tage-Linie und das Gap aus.

HP 23.04.13

Manche meinen ja, sie müssten in so Artikeln immer den Eindruck erwecken, als hätten sie alles im Griff. Nun, ich gestehe, ich bin mir hier aktuell unsicher. Und eine Glaskugel habe ich je bekannterweise auch nicht. Ich denke aber, dass HP mittelfristig immer noch ein Kauf ist. Nur ob der Einstieg jetzt oder erst bei 17 USD erfolgt, das ist für mich die Frage.

Ihre Meinung ? Was sehen Sie ?

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DAX-Ausblick auf 2014: Anstieg auf 10000 ?

DAX-Ausblick auf 2014: Anstieg auf 10000 ?
Ein Gastkommentar von Tokay

Vorhersagen sind schwierig, besonders solche, die die Zukunft betreffen, sagte einst Karl Valentin. Und auch im Forum von „sumerdigital“ haben wir kürzlich darüber diskutiert, ob Börsenprognosen Unsinn sind oder nicht. Es ist klar, dass es aufgrund der Komplexität der Märkte nicht möglich ist, diese seriös zu prognostizieren. Es ist aber mithilfe der technischen Analyse möglich, zu veranschaulichen, welche Kräfte auf den Markt einwirken, wie diese zusammenwirken, und man kann daraus seine Schlussfolgerungen ziehen.

Analysieren wir einmal anhand der folgenden DAX-Grafik, welche Kraftwirkungen es in der zurückliegenden Zeit gegeben hat:

DAX Projektion bis Herbst 2014

  • Wir befinden uns seit dem Frühjahr 2009 in einem Aufwärtstrend, der durch zwei äußere Linien markiert wird. Linie A markiert die obere Begrenzungslinie dieses Aufwärtstrends, Linie C die untere Begrenzungslinie dieses Trends. Sämtliche Bewegungen des DAX, die seither stattgefunden haben, ereigneten sich im Bereich zwischen diesen beiden Linien.
  • Seriöse Analytiker messen den „inneren Trend“ eines Marktes, indem sie möglichst viele Hoch- und Tiefpunkte miteinander verbinden. Mithilfe einer exponentiellen Regression ist es ebenfalls möglich, eine ähnliche Gerade zu konstruieren, welche die Abstände zwischen den Punkten des Beobachtungszeitraums minimiert(Methode der kleinsten Quadrate). Die Linie B bezeichnet die Linie des Exponentialtrends.
  • Aufgrund der Eurokrise sowie der Probleme mit der US-Staatsverschuldung schalteten die Märkte im Sommer 2011 in den Risk-on Modus. Das hatte starke Kurseinbrüche zur Folge. Dieser Modus wurde im Herbst 2011 wieder verlassen, und ein guter Teil der seitherigen Aufwärtsbewegung ist sicherlich als Aufholbewegung gegenüber den krisenbedingten Verlusten jenes Sommers zu interpretieren. Diese Aufholbewegung wurde entscheidend begünstigt durch die Geldpolitik der europäischen Zentralbank. Linie D kennzeichnet die untere Begrenzungslinie dieser dynamische Aufwärtsentwicklung.
  • Und schließlich gibt es noch die Linie E. Sie bezeichnet den Korrekturmodus, in den die Märkte verfallen, sobald die Zeichen auf „Risk on“ stehen. Dies kommt immer wieder vor, ist in letzter Zeit von kurzer Dauer.

Diese Kräfte dürften auch in der unmittelbaren Zukunft ihre Wirkung entfalten. Der Schnittpunkt der langfristigen Trendlinie A und der mittelfristigen Trendlinie D werden sich im Frühsommer dieses Jahres schneiden, und zwar in der Nähe von ca. 8.050 Punkten(Kreis mit Punkt a). Dementsprechend ist es gut vorstellbar, dass dieser Punkt a die obere Begrenzung der kurzfristigen Aufwärtsentwicklung darstellt, der DAX unter mehr oder weniger heftigem Rumoren weiter mäandert und ein Wechselspiel zwischen Aufwärts- und Abwärtsphasen nach bisherigem Muster stattfindet.

Aber wohin? Hier ist nun die Exponentialtrendgerade zu berücksichtigen, welche die langfristige Trenddynamik kennzeichnet. Zu beachten ist außerdem, dass Linie D weitaus dynamischer verläuft als die Exponentialgerade und diese wiederum sich dynamischer entwickelt als die äußeren Trendbegrenzungslinien. Selbstverständlich ist es möglich, dass die Kurse von diesem Pfad mehr oder weniger deutlich abweichen werden. Es ist jedoch durchaus wahrscheinlich, dass sie sich längerfristig gesehen auf die genannten Zielwerte hinbewegen.

Die Linie des Exponentialtrends wirkt zusammen mit der oberen Begrenzungslinie A der 2009er Hausse. Beide schneiden sich im Herbst 2014. bei etwa 8.500 DAX-Punkten bei dem eingezeichneten Kreis mit Punkt b. Dies ist die Zone, die der DAX wohl längerfristig ansteuern wird. Es fällt dann die Entscheidung darüber, ob es zu einer dynamischen Fortsetzung der Hausse kommt, der Markt in eine matte Seitwärtsbewegung übergeht, oder die Hausse gar ganz beendet ist.

Von einem DAX mit 10.000 kann daher in näherer Zukunft nicht die Rede sein. Es ist aber sehr gut möglich, dass nach Überwindung der Zielmarken eine solche Bewegung ins Haus steht. Bis dahin wird man aber voraussichtlich noch etwas Geduld haben müssen.

Tokay

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Wacker Chemie (WKN: WCH888) – Steht der nächste Aufwärtsschub bevor ?

Sie erinnern sich vielleicht gut an meine bisher drei Artikel zu Wacker Chemie (WKN: WCH888)
am 30.11.12: -> Wacker Chemie vor der Wende ? <-,
am 04.02.13: -> Wacker Chemie – Der Turnaround Kandidat, der Solarworld nicht ist ? <- und
am 12.02.13: -> Wacker Chemie – Im Aufwärtstrend – Kurs bald 50% höher bei 90 Euro ? <-,
mit denen wir dem Aufwärtstrend der Aktie seit November letzten Jahres schön gefolgt sind und grosse Profite mitnehmen konnten.

Seit dem letzten Artikel sind nun wieder 5 Wochen vergangen, der Kurs überstieg zeitweilig 70€, bevor er zu einer Korrektur im Aufwärtstrend ansetzte, die sich nun möglicherweise dem Ende nähert. Grund genug also, uns den Chart und die Entwicklung der Aktie erneut genauer anzuschauen.

Schauen wir also zunächst einmal auf das detaillierte Tageschart, um die Lage besser einschätzen zu können:

Wacker Chemie 19.03.13

Sie sehen in dem Chart die typische, hin und her schwingende Struktur eines Aufwärtstrends. Die über 70€ waren eindeutig zu viel zu schnell, was man unschwer an den technischen Parametern erkennen und für sich nutzen konnte. Die darauf folgende Gegenbewegung war daher nur konsequent und hat eine Menge der überschiessenden Erwartung nun wieder aus dem Markt genommen.

Nun hatten wir gestern einen schönen Intraday-Swing, den man im Chart als deutliche grüne Fahne bewundern kann. Und dieser Swing fand unter steigendem Volumen statt, ein wichtiges Indiz dafür, dass dieser Swing nun Bedeutung hat.

Gleichzeitig sind wir nun nicht mehr weit vom 50er Fibonacci Retracement entfernt und es ist einfach ganz typisch, dass im Aufwärtstrend ein Anstieg dann um 50% wieder abgegeben wird.

Es scheint also der Zeitpunkt gekommen, wo man einem Wiedereinstieg bei Wacker Chemie gedanklich mit gutem Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) nahe treten könnte. Fundamental gibt es nicht viel Neues zu berichten. Positiv sehe ich, dass die Insolvenz beim grossen chinesischen Solarhersteller Suntech nun Faktum zu sein scheint. Damit schreitet die Marktbereinigung voran, die zwingende Voraussetzung dafür ist, dass die Preise im Solarmarkt - und damit für Polysilizium - wieder anziehen können.

Trotz des gestrigen klaren Swings ist keineswegs sicher, dass das schon der Tiefpunkt war. Es ist auch gut vorstellbar, dass der Kurs noch einmal bis 55€ zurück kommt, bevor die wirkliche Wende ansteht. Aber wenn man von einer Fortdauer des neues Aufwärtstrends ausgeht - und ich tue das - dann haben wir vielleicht schon heute wieder ein brauchbares Setup, um wieder einen ersten Fuss in die Aktie zu setzen.

Nach unten liegt die für mich entscheidende Marke beim Tief vom 31.01.13 bei 52,29€, das gleichzeitig mit dem 62 Fibo Retracement korreliert und in dessen Nähe sich die 200-Tage-Linie befindet. Diese Marke ist "do or die" für den Trend. Wenn Wacker Chemie diese Marke mit Schlusskurs unterschreitet, ist der Aufwärtstrend gebrochen und ich würde kompromisslos aussteigen. Ich rechne eher weniger damit und geben einer Trendfortsetzung die grössere Wahrscheinlichkeit. Möglich ist es aber und man sollte darauf vorbereitet sein.

Sollte Wacker Chemie den Aufwärtstrend jetzt aber wieder aufnehmen, bleibt mein Kursziel von 90€ aus dem Artikel vom 12.02.13 weiterhin bestehen.

Übrigens, zum Thema Fibonacci-Retracements. Schauen Sie mal wo Wacker am 25.02.13 drehte, bei 71,13€ im Maximum. Und dann lesen Sie den Artikel vom 12.02.13 noch einmal, in dem ich die Retracements des gesamten Absturzes von Wacker Chemie im Wochenchart dargestellt habe. Und schauen Sie mal, wo das 23er Fibo-RT liegt. Lustig oder ? 😉

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen.

Ihr Hari

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3D Systems (WKN: 888346, DDD) – Die Momentum Aktie des Jahres

Man kann den Marktführer im 3D Druck, die in Rock Hill - South Carolina beheimatete (WKN: 888346, DDD), mit Fug und Recht zur "Momentum Aktie des Jahres" ernennen.

Beindruckend ist, was da oft innerhalb eines Tages im Kurs abgeht. Ein Absturz um 20% und ein folgender 15% Rebound - alles am selben Tag - sind bei 3D Systems keineswegs völlig ungewöhnlich. Und seit die Rally Anfang 2012 begann, hat sich die Aktie von 9,8 USD bis auf 47,99 USD am 23.01.13 entwickelt, was einer Steigerung von ca. 490% innerhalb eines guten Jahres entspricht. Da bleibt einem wirklich die Spucke weg.

Und natürlich gibt es gute Gründe, die dieses Momentum auslösen. Denn 3D Druck hat tatsächlich das Potential das "nächste grosse Ding" zu sein und die Welt nachhaltig zu verändern - die Replikatoren der Enterprise lassen grüssen. In einer Welt, in der man beliebige Teile EDV-gesteuert vor Ort "drucken" kann, verlieren grosse standardisierte Fabriken ihre Bedeutung und auch die Produkte werden individueller. Es ist nicht übertrieben zu sagen, 3D Druck hat das Potential das Ende der klassischen industriellen Revolution mit Standardprodukten ala Fords T-Modell einzuläuten und in eine Welt personalisierter Produkte überzuleiten.

Gerade für die hochzivilisierten Länder, die ihre Produktion in den letzten Jahren in billigere Weltregionen verloren haben, ist das eine gute Nachricht. Produktion kann zurück kehren, wissensbasierte Fähigkeiten wie Design steigen in der Bedeutung und die reinen Personalkosten der Produktion werden unwichtiger. Am Ende wird 3D Druck eine neue Iteration in der andauernden zivilisatorischen Entwicklung sein, nach der nur Intelligenz, Wissen, Kreativität und Erfahrung zählen - eben die Leistungen des menschlichen Geistes - alles andere wird langfristig durch Automaten ersetzt werden.

Die Börse spinnt also keineswegs, wenn sie solchen Unternehmen erhebliche Vorschusslorbeeren zuspricht. Der eine oder andere wird an den neuen Markt denken, dieser Vergleich ist aber fehlgeleitet. Der neue Markt bestand in weiten Teilen aus aufgeblasenen, leeren Hüllen ohne unternehmerische Substanz. 3D Druck ist ganz real und wird die Welt verändern.

Damit ist aber natürlich immer noch nicht gesagt, dass der Marktführer 3D Systems am Ende auch an der Spitze stehen wird. Die Erfahrung solcher Umbrüche zeigt - wie zuletzt im Bereich Computer - dass die Mehrzahl der Unternehmen der ersten Stunde diese Umbrüche nicht überleben und das grosse Geld oft erst von Unternehmen gemacht wird, die später einen schon vorbereiteten Markt betreten.

Besonders riskant ist es daher, sich zu sehr auf eine Technologie festzulegen. Ein Technologiesprung und das eigene Unternehmen, das gestern noch an der Spitze der Bewegung stand, hat plötzlich obsolete Produkte. Das Management von 3D Systems scheint das erkannt zu haben, weswegen 3D Systems auch primär durch Übernahmen wächst. Das Unternehmen kauft sozusagen alles zusammen, was zum Thema 3D Druck nicht schnell genug auf einem Baum ist. 😉 Diese Strategie hat den grossen Vorteil der Breite der Aufstellung. Das Risiko mal komplett in eine technologische Sackgasse zu geraten, bleibt so klein. Auf der anderen Seite überzeichnet das aber auch die Wachstumsraten. 3D Systems wächst organisch lange nicht so schnell, wie es nach den Zahlen durch die Zukäufe den Anschein hat.

In Summe haben wir hier also einen Marktführer in einem der spannendsten Zukunftsmärkte überhaupt. Der aber andererseits auch schon mehr als gut bewertet ist und einiges des kommenden Erfolges schon vorweg genommen hat.

Auch hier auf sumerdigital.de im Forum ist DDD zum heissesten Thema überhaupt geworden. Viele fragen sich ob und wann sie auf diesen Zug aufspringen sollten. Und wer in der Lage ist die kurzfristigen Swings der Aktie zu traden, findet hier traumhafte Gewinnchancen.

Ich möchte daher mit diesem Beitrag mal das grössere Kursbild in Erinnerung rufen, damit Sie besser verstehen, wo sich der Kurs von 3D Systems im Moment befindet und was das für eine langfristige Sicht bedeutet. Schauen Sie mit mir auf das Tageschart seit Ende 2011:

3D Systems 13.03.13

Sie sehen eine langfristige Trendlinie 1, die mit dem Beginn der Rally Anfang 2012 startet und aktuell ganz grob mit der 200-Tage-Linie korreliert. Diese Trendlinie schneidet bald das bedeutende Zwischenhoch vom August letzten Jahres bei 29,87 USD. In Kombination dieser Trendlinie, dem Zwischenhoch und der 200-Tage Linie, kann man also mit Fug und Recht sagen, dass solange 3D Systems über diesem Bereich von um die 30 USD bleibt, der Aufwärtstrend völlig intakt ist.

Sie sehen auch eine zweite Trendlinie 2, die kurzfristiger angelegt ist und die die Bedeutung des Tiefs vom 25.02.13 bei 30,28 USD unterstreicht. Diese Fahne ist mit dem grünen Kreis markiert. Gleichzeitig sehen Sie auch, dass wir im RSI uns nun rapide der Kaufzone nähern und das obwohl die Aktie vor kurzem ein zweites Tief bei 31,76 USD ausgebildet hat, das deutlich über den 30,28 vom 25.02. liegt.

In Summe stellt damit die Zone um 30 USD nun eine entscheidende Wassermarke dar. Trades mit Stops etwas darunter haben aktuell ein ganz brauchbares Chance-Risiko-Verhältnis, wie der Chart eindrucksvoll nahelegt. Sollte DDD unter diese Zone fallen - was sehr gut möglich, aber nicht das wahrscheinlichste Szenario ist - sollte man sich auf einen weiteren Rückgang bis in Regionen um 25 USD einrichten. Das wäre schmerzhaft, aber nicht das Ende der bullischen Aufwärtsbewegung.

Erst ein Bruch des Tiefs vom 26.09.12 bei 21,57 USD würde den Aufwärtstrend endgültig ausser Kraft setzen. Wenn das passiert, sollte man auch das Weite suchen. Denn solange bei 3D Systems das Geschäftsmodell weiter funktioniert, sollte die Aktie diese Zone nicht mehr sehen. Für einen langfristigen Anleger wäre dieses Tief also die letzte Verteidigungslinie, unter die ich meinen finalen Stop legen würde.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen.

Ihr Hari

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DAX Marktupdate – 8000er Marke voraus ? – 13.02.13

Seit Tagen mäandert der DAX oberhalb der 7600er Marke herum, ohne die Kraft für einen erneuten Anstieg aufzubringen. Da stellt sich doch die Frage, ob wir es hier mit einer Topbildung zu tun haben, oder ob wir doch schon bald zu dem historischen Höchststand von 8152 aus dem Juli 2007 aufbrechen. Diese Frage möchte ich heute Mittag, vor Eröffnung der Wallstreet, versuchen zu beantworten.

Statt zu spekulieren und Hoffnungen und Wünsche zum Massstab unseres Handelns zu machen, schauen wir doch einfach auf den einzigen objektiven Massstab den wir haben: die im Markt aufgerufenen Preise. Dieses Mal im langfristigen Wochenchart seit 2007:

DAX 13.02.13

Was sehen wir ?

  • Der DAX befindet sich in einem etablierten Aufwärtstrend, der durch drei unterschiedliche lange und steile Trendlinien gekennzeichnet ist. Der Index bewegt sich oberhalb aller drei Trendlinien, von dieser Seite gibt es keinerlei Indiz für eine Topbildung.
  • Wie eine komplexe Topbildung aussieht, kann man 2007 und 2011 beobachten. Davon kann im Moment keinerlei Rede sein, die jetzige Strukur sieht eher nach einer Konsolidierung im fortdauernden Aufwärtstrends aus, ganz wie die Konsolidierung im 4. Quartal 2012.
  • Das Momentum der Bewegung lässt ohne jede Frage nach, daraus kann aber keine unmittelbare Wende abgeleitet werden. Allerdings dürfte auch nicht mehr mit einem riesigen Schub zu rechnen sein, bevor der Markt dann endlich mal korriert.

Weitere Argumente ausserhalb des Charts sind:

  • Die Notenbanken sind weltweit weiter auf dem Gaspedal. "Dont fight the Fed" ist nach wie vor eine wichtige Regel und es ist kurzfristig nichts am Horizont sichtbar, was die massive Liquiditätsversorgung grundlegend in Frage stellen würde.
  • Die "Grosse Rotation" raus aus Bonds hinein in Aktien scheint langsam in Gang zu kommen. Auch von dieser Seite sind die Märkte gut unterstützt.
  • Die Wahlen in Italien stellen für die Eurozone und damit den DAX ein Fragezeichen dar, das sich aber in spätestens zwei Wochen endlich heben sollte.
  • Die Wirtschaftsdaten der grossen Blöcke von Japan über China bis Europa und USA sprechen eher für anziehende Konjunktur als für eine erneute Rezession.
  • Das Sentiment ist sehr positiv und gerade in den USA auf Höchstständen, wir wissen aber aus vergleichbaren Trendbewegungen, dass dieser Zustand durchaus über Monate anhalten kann, bevor dann endlich eine gesunde Korrektur einsetzt.

Summa Summarum halte ich daher für den DAX das folgende Szenario im Moment für das wahrscheinlichste, das ich auch im obigen Chart eingezeichnet habe:

Schon bald ein Schub über 8000 und zu marginalen neuen historischen Höchstständen. Dieser Schub könnte schon vor der Wahl in Italien einsetzen, falls Umfragen einen Sieg des "Nicht-Berlusconis-Lagers" verheissen. Diese Höchststände will der Markt nun wohl einfach mal sehen.

Mit Erreichen der historischen Höchststände, dürfte dem DAX dann aber endgültig der Dampf ausgehen, er ist einfach zu schnell zu stark gestiegen. Dann dürfte im Zeitfenster März/April eine Korrektur einsetzen, die den Index bis zur zweiten Trendlinie zurück fallen lässt. Hier wird sich dann entscheiden, ob es sofort weiter nach oben geht, oder sich eine grössere Korrektur bis zur dritten Trendlinie anschliesst.

So weit das für mich heute mittag wahrscheinlichste Szenario für den DAX. Für neue Leser sei noch der Hinweis erlaubt, dass ich hier nichts prognostiziere. Ich kenne die Zukunft ebenso wenig wie jeder andere und habe keine Glaskugel. Morgen kann eine Nachricht oder ein Ereignis auftauchen, dass dieses Bild in Frage stellt.

Ich sehe aber die Gegenwart und was uns die Price-Action im Markt und die Kursentwicklung in der Gegenwart sagt. Und das liefert kein echtes Indiz für eine bevorstehende Topbildung. Auf Basis der heute bekannten Daten und Fakten, sind weiter steigende Kurse kurzfristig wahrscheinlicher als das Gegenteil. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger !

Was den weiteren Jahresverlauf angeht, bin ich aber weiter optimistisch, der Liquiditätsdruck hält an und die Marktteilnehmer können sich von Crash bis zu Seitwärtsbewegung alles vorstellen. Nur eines können sich die Marktteilnehmer nicht vorstellen, nämlich dass wir einfach weiter hoch pressen und am Ende des Jahres 2013 weit über 9000 im DAX stehen. Und wir wissen ja, wie gerne Mr. Market genau den Weg geht, den keiner sich vorstellen kann.

Ihr Hari

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Hewlett-Packard – Trading Idee – 06.02.13

Machen wir es kurz, denn ich will Sie ohne grosse Umschweife auf eine ungewöhnliche Idee bringen. Ungewöhnlich deshalb, weil eigentlich mag ich Hewlett-Packard als Aktie ja gar nicht (mehr).

Früher - lange ist es her - mal ein tolles Unternehmen, wurde es systematisch herunter gewirtschaftet. Das strategische Hin- und Her in der Zeit von CEO Leo Apotheker war der Höhepunkt des Durcheinanders.

Aber auch das, was die Ex EBay Chefin Meg Whitman nun als CEO bei HP abliefert, haut mich bisher nicht vom Hocker. Ich weiss immer noch nicht so richtig, was HP nun eigentlich wíll und mit welchem Geschäftsmodell das Unternehmen nun die Zukunft erobern will. "Me too", wird einfach dauerhaft nicht reichen.

Aber ...... all das ist im Kurs und die Aktie ist nun in Anbetracht der Substanz richtig billig. Mit dem Going Private von Dell kommt auch wieder etwas Phantasie in dieses Segment. Man erkennt durch die Geschehnisse bei Dell, dass kluge Leute diesen Hardware-Unternehmen einen höheren Wert beimessen, als es die Börse im Moment bereit ist zu zahlen.

Und der Chart hat klar einen langen Abwärtstrend gebrochen und einen neuen Aufwärtstrend etabliert. Warum also nicht mal dieses Unternehmen zur Grundlage eines Trades machen ?

Hewlett-Packard HP 06.02.13

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Gold mit Stabilisierung und potentieller Trendwende – 15.01.13

Wir haben ja in den letzten Wochen schon viele Volten beim Preis von Gold erlebt. Zuletzt wurde die Theorie immer wahrscheinlicher, dass der starke Abgabedruck beim Goldpreis um den Jahreswechsel, unter anderem auch mit dem Abgabedruck grosser Fonds im ETF GLD zu tun hatte. Insbesondere einige Paulson-Funds sollen nach umlaufenden Gerüchten mit massiven Verkäufen der Kunden (Redemptions) zu kämpfen haben. Institutionellen Kunden, die im Zuge des Jahreswechsels von schlecht gelaufenen Funds auf Alternativen umschichten.

Nun sollte dieser Abgabedruck aber auslaufen und Gold seine fundamental naheliegende Richtung wieder einschlagen. Denn in einem weltweit weiter eskalierenden "Race to the Bottom" in Form eines Abwertungswettlaufes der grossen Währungen, sollte Gold als nicht abwertbare Alternative relative Stärke zeigen.

Pünktlich zu diesem Auslaufen der Fund-Redemptions, scheint sich der Goldpreis in Form von XAUUSD nun auch wieder zu stabilisieren. Sehen Sie selbst im Tageschart seit März letzten Jahres:

Gold 15.01.13

Sie sehen mit dem ersten roten Pfeil den Einbruch im November, der nicht hätte passieren dürfen. Gold war in einer bestätigten Umkehrformation und legte ohne Vorwarnung, ohne Nachricht und gegen den logischen Trend eine massive Wende hin. In den Wochen danach, haben wir immer wieder erlebt, wie über die COMEX oder den GLD massiver Abgabedruck in den Goldpreis kam. Jede Stabilisierungsbewegung wurde wieder abverkauft und die Gerüchte liefen heiss. Ob jetzt Paulson oder China oder ein anderer Grund - klar war, dass der Goldpreis unlogische Bewegungen zeigte.

Nun scheint diese Phase auszulaufen. Wenn dort draussen aber irgend jemand sein sollte, der wie einige Gerüchte implizieren den Goldpreis unbedingt gedrückt haben will, dann muss dieser grosse Spieler spätestens beim zweiten roten Pfeil bei ca. 1700-1710 wieder auf den Kurs hauen. Das ist der entscheidende Punkt, weil dort erstens der Abwärtstrend verläuft und zweitens dort nach Überschreiten der 1700 USD schon wieder viele auf den vermeintlichen Anstieg aufspringen werden. Ein perfekter Punkt um in starkes Kaufvolumen hinein, erneut Angst und Schrecken zu verbreiten.

Wer sich also relativ sicher sein will, dass der Goldpreis nun endlich doch die Reise Richtung 1800 und 1900 USD angetreten hat, sollte nach meiner Ansicht diese Zone 1700-1710 USD abwarten. Sollte diese überzeugend nach oben verlassen werden, ist eine Beschleunigung der Aufwärtsbewegung aus heutiger Sicht durchaus wahrscheinlich. Anders herum darf das Tief vom 04.01.13 aber nicht mehr unterschritten werden, sonst wäre eine neuer Abwärtstrend klar bestätigt !

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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