sumerdigital gewinnt Publikumspreis beim Comdirect Finanzblog Award 2014

Nach dem 2. Preis beim Comdirect Finanzblog Award 2013, hatte ich gestern erneut das Vergnügen, nach Berlin zu fliegen und auf der re:publika 2014 einen Preis für das Blog sumerdigital entgegen zu nehmen.

Dieses mal war es der neu geschaffene Publikumspreis, bei dem die Leser selber, den für Sie besten Finanzblog wählen durften. sumerdigital konnte sich dabei knapp gegen harte Konkurrenz durchsetzen, darunter alte Preisträger wie , oder der diesjährige Preisträger .

Zunächst einmal möchte ich ganz herzlich allen treuen Lesern für Ihre Stimme danken, ohne Ihre Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen.

Besonders dankbar bin ich, dass dabei die sumerdigital Community im Premium-Bereich geballt für dieses Blog gestimmt zu haben scheint. Diese Stimmen sind mir besonders wichtig, denn diese Leser können tatsächlich bewerten, was hier im Blog im Vergleich geboten wird.

Wenn jemand für einen Finanzblog sauer verdientes Geld ausgibt und ihn danach nach einem Jahr immer noch sehr wertschätzt, ist das die höchste Würdigung, die man bekommen kann. Passend dazu sind gerade die ersten 100 Premium-Mitglieder durch die erste Jahresverlängerung gelaufen und 94 von 100 sind ein weiteres Jahr im Premium-Bereich dabei. Auch das ein Zeichen hoher Loyalität, für die ich dankbar bin und von der Sie sicher sein können, dass ich diese nicht enttäuschen werde !

Stolz bin ich auch darauf, dass dieser Publikumspreis ohne jede Verlinkungen bei Twitter, Facebook und Co. möglich war, was ihn um so erstaunlicher macht. Am Ende, ist es trotz aller "Social Media", eben doch die Qualität des Contents, die den wirklichen Unterschied macht.

Herzlich danken, möchte ich auch erneut der Comdirect. Den Bloggern diese Plattform zur Verfügung zu stellen, ist eminent wichtig, denn öffentliche Aufmerksamkeit ist für den typischen Einzelkämpfer das am schwersten zu erreichende Gut. Jetzt höre ich schon die Stimmen einiger Lesern, die sagen: "ach für die ist das doch nur eine billige Werbegelegenheit, die schmücken sich mit Euch zum eigenen Vorteil".

Ja und Nein. Natürlich verfolgt eine Comdirect mit so einer Veranstaltung auch marketingtechnische Eigeninteressen. Das ist weder verwunderlich, noch verwerflich, sondern die natürlichste Sache der Welt. Aber die Comdirect investiert eben diese Zeit und das Geld in Finanz-Blogger, wo andere Institute ihr Geld in die bekannt langweilig bis peinliche Banken-Werbung und bunt blinkende Banner investieren - was genau gar nichts bewirkt, denn das Image-Problem der Banken geht tiefer, als das man es mit flachem "Marketing-Sprech" einfach beheben könnte. Da haben einige in der Branche scheinbar den Schuss noch nicht gehört.

Die Comdirect aber, scheint den Schuss gehört zu haben. Ich bin der Comdirect auf jeden Fall für diese wichtige Plattform für Finanzblogs dankbar !

Passend zum Thema hat die erhöhte Aufmerksamkeit für Finanzblogs, natürlich auch mit der grossen Flanke zu tun, die die etablierten deutschen Medien rund um Handelsblatt und Co., mit einer immer dürftigeren Qualität der Börsenberichterstattung aufmachen. Auch hier in der sumerdigital Community wird das immer wieder thematisiert. Der Qualitätsunterschied zwischen der Börsenberichterstattung in den US und hier in Deutschland ist eklatant !

Wenn zum Beispiel die FED um 20 Uhr eine wichtige Entscheidung bekannt gibt, dann wissen die Mitglieder hier auf sumerdigital, dass von mir oft schon wenige Minuten später, ein Kurzkommentar mit Wertung des Marktgeschehens auf "Hari Live" zu lesen ist. Das ist ja auch gar nicht so schwierig, wenn man den Markt versteht, das grosse Geld an der Wallstreet schläft ja auch nicht vor sich hin, sondern setzt sich sofort nach dem FED Entscheid deutlich in Bewegung. Da sind also auch andere, die sofort Schlüsse ziehen.

20 Minuten später gibt es dann hier auf sumerdigital manchmal schon 2 weitere Posts mit Hinweisen zu selektiven, bemerkenswerten Marktbewegungen. Und ich bin ein Einzelkämpfer. In den großen Medien mit den großen Redaktionsstuben, trudelt dann typischerweise 45 Minuten später eine uninspirierte Nacherzählung des FED Entscheids herein, die dann oft auch nichts weiter als eine Kopie einer Agentur-Meldung von Reuters und Co. ist.

Das Leser sich weigern, für diese "Qualität" der grossen Medien Geld zu zahlen, sollte keinen wundern. Insofern beweist das Scheitern diverser Bezahlmodelle nicht, das Leser nicht bereit sind für Qualität Geld auszugeben, es beweist nur, dass es zu oft an der Qualität fehlt ! Zumindest im Bereich der Börsenberichterstattung der grossen deutschen Medien, erlaube ich mir dieses harte Urteil - Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine lobenswerte Ausnahme ist ausdrücklich die Wirtschaftswoche, mit einem qualitativ guten Börsenteil. Aber die Wirtschaftswoche ist ein Wochenmagazin, von anderen, tagesaktuellen Medien, sollte da weit mehr zu erwarten sein, was aber für mich nicht sichtbar ist.

Herzlich gratulieren möchte ich auch allen anderen , hier auch mit .

Meine besondere Gratulation gilt dem Team von Feingold Research, das den ersten Preis der Jury gewonnen hat. Dieses Blog hebe ich deshalb hervor, weil es ein weiterer, kompetenter Versuch ist, interessante und aktuelle Börseninformation zu den Menschen zu bringen und davon kann Deutschland wirklich noch eine Menge gebrauchen !

In den kommenden Tagen werde ich nach Verfügbarkeit noch jede Menge Bilder und Videos hier im Blog verlinken, schauen Sie mal hier bei -> sumerdigital in Medien und Öffentlichkeit <- herein, wenn Sie das Geschehen rund um den Finanzblog Award interessiert.

Übrigens habe ich vor der re:publika auch ganz zwanglos drei der treuen Mitglieder zum Plausch getroffen, die zufällig in der Nähe der Lokation waren. Auch das zeichnet die sumerdigital Community aus, wir sind nicht nur anonyme Nicknames, sondern reale Menschen, die sich hier ehrlich austauschen und voneinander profitieren. Auch deshalb sind "Trolle" in der sumerdigital Community eine nicht existente Spezies.

Vor einer Woche hat ein Mitglied im Forum zu diesem Thema geschrieben:

Erstaunlich finde ich, dass das Forum funktioniert (Gesprächsregeln, Qualität, etc..), die Trolle sind sonst überall en masse vorhanden und es ist schwer sich auf einem gewissen Niveau auszutauschen.

Und ein anderes Mitglied schrieb zur Antwort kurz und knapp:

Trolle wollen meist nix zahlen für ihren Unfug !!

Dem ist eigentlich wenig hinzu zu fügen und es beschreibt ein gutes Teil des Problems des "kostenlosen" Internets, in dessen Foren und Boards sich zu viele Wichtigtuer, Selbstdarsteller und Stänkerer, feige hinter der schützenden Fassade der Anonymität tummeln.

Gerade aber um an den Börsen erfolgreich zu werden, braucht es vor allem Ehrlichkeit und Reflexion über sich selbst, denn wir sind mit unserer Psychologie in der Regel die schlimmsten Feinde unseres eigenen Börsenerfolges. Und dafür braucht es einen Ort, an dem man auch über die eigenen Fehler und Probleme sprechen kann, ohne Sorge zu haben, dafür von der Seite dumm angemacht zu werden. Einen Ort an dem man dann Hilfestellung und Orientierung erfährt. Diesen Ort habe wir mit dem Premium-Bereich von sumerdigital geschaffen.

So beginnt ein neues Jahr der spannenden Reise dieses Blogs und ich bin für die Unterstützung der Community sehr dankbar, die alleine im kostenpflichtigen Premium-Bereich, mittlerweile auf mehrere Hundert angewachsen ist. Wenn auch Sie vertrauenswürdige Börseninformation ohne vertriebliche Hintergedanken suchen, dann stoßen Sie doch zu uns dazu !

Eines müssen Sie aber mitbringen: die Bereitschaft zu lernen und am Erfolg zu arbeiten und dafür Energie zu investieren. Erfolg bei der Geldanlage ist harte Arbeit, hat mit "Entertainment" nichts zu tun und kommt nicht von alleine, sondern erfordert, sich den eigenen Fehler zu stellen. Nur Naive glauben noch an "heiße Tips", die man vermeintlich nicht verpassen darf. "Reich" werden Naive aber selten ... 😉

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Brasiliens Aktienmarkt und der Bovespa im Rebound

Ich hatte im Artikel -> Der DAX wackelt, der Bovespa haussiert <- auch im freien Bereich schon am 07.04. kurz auf den brasilianischen Aktienmarkt hingewiesen, der im Vorfeld der Fussball-Weltmeisterschaft, zu einer beeindruckenden Rally angesetzt hatte, die wir im Premium-Bereich von Anfang an mitgenommen haben.

Nun hat der in US Dollar notierende ETF iShares MSCI Brazil (EWZ) - dessen deutsche Entsprechung übrigens die WKN A0HG2M hat - eine notwendige Konsolidierung vollzogen und könnte aus dieser nach oben zu einem zweiten Schub ausbrechen:

EWZ 05.05.14

Im längerfristigen Chart mit Wochenkerzen sehen wir dann auch, dass damit nun der seit 2010 andauernde Abwärtstrend auf die Agenda kommt:

EWZ 05.05.15 w

Entweder bleibt der Bovespa im alten Trendkanal und fällt erneut zu neuen Tiefstständen, oder es erfolgt ein bedeutender Ausbruch. Auf jeden Fall hatte der brasilianische Aktienmarkt schon lange nicht mehr so eine gute Chance zum Ausbruch und der hätte deshalb hohe Bedeutung und könnte eine neue, längerfristige Stärke-Phase des Bovespa einläuten. Dieser Bruch wäre endgültig da vollzogen, wo ich den grünen Stern eingezeichnet habe.

Der brasilianische Aktienmarkt ist nun also so oder so einen Blick wert.

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Yara – Düngemittel ohne (weiss)russische Ver(w)irrungen

Heute ein sehr kurzer Hinweis zum norwegischen Düngemittelkonzern Yara (A0BL7F).

Yara ist im Düngemittelbereich vor allem mit Stickstoff und Schwefel engagiert und hat daher keine direkte Abhängigkeit zu den
Ver(w)irrungen rund um Kali und Uralkali. Aber auch Industriechemikalien wie Ammoniak und Nitrat oder Gase gehören zur Produktpalette.

Yara hat eine schwierige Zeit mit Druck auf die Margen hinter sich, berichtet aber heute und schiesst über 5% nach oben.

Besonders Interesse findet bei mir aber die Chartstruktur, die sich an der Börse Oslo in NOK gebildet hat:

Yara 30.04.14

Wir sehen ebenso ein zulaufendes Dreieck, aus dem die Aktie gerade ausbricht, wie eine angedeutete inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation, deren Nackenlinie nun durchschlagen wurde. Die fundamentale Bewertung scheint mit einem KGV von 12 und einer Dividendenrendite von 3,5% völlig in Ordnung, ohne grosse Verzerrungen.

In Summe könnte bei Yara nun mittelfristig nach oben etwas gehen und ich finde diesen Trade belastbarer, als die Wetten auf Kali rund um K+S, da man dort nach wie vor das unberechenbare politische Risiko rund um Uralkali mit sich trägt. Und ob diese Risiko mit der Krise um Russland und die Ukraine nun wirklich politisch berechenbarer geworden ist, wage ich mal zu bezweifeln.

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Apple (865985, AAPL) mit attraktiver Chance über den Sommer

Der folgende Tip erschien letzten Donnerstag 24.04. 09:05 Uhr in Hari Live, ist aber immer noch gültig.

-----

Langfristig gesehen, kann "Financial Engineering" wie Aktiensplits, Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufe, keine fehlende Innovation und gute Produkte ersetzen. Das ist die Kernfrage, die bei Apple langfristig zu stellen ist.

Wobei Apple auch beim Thema "neue Produkte" noch alle Chancen hat, die Mitbewerber kochen ja auch nur mit Wasser. Aber langsam muss der Konzern mal "aus den Puschen" kommen und Tim Cook zeigen, dass er mehr ist, als ein intelligenter Verwalter von Steve Jobs Erbe.

Kurz- und mittelfristig haben wir hier nun aber einfach ein interessantes charttechnisches Szenario und da im Herbst mit Sicherheit zumindest neue iPhones anstehen, hat der Markt nun auch ein paar Monate Zeit, positive Erwartung in die Apple Aktie einzupreisen.

Man kann die charttechnisch attraktive Lage so zeichnen, wie ich das gestern hier in Hari Live schon vor den Quartalszahlen getan habe, um damit den Ausbruch aus einer Kompression deutlich machen. Der grüne Stern liegt da, wo die Apple Kursindikationen gestern nachbörslich geschlossen haben.

Apple 24.04.14

Oder man kann das Bild einer Cup´n Handle Formation mit eingebetteter iSKS zeichnen:

Apple 23.04.14 t

Alle diese Muster signalisieren aber das Gleiche: ein interessantes Setup für die kommenden Monate. Ein mögliches Retracement auf den gestrigen nachbörslichen Schub, könnte also eine Kaufgelegenheit sein, falls Sie nicht schon gestern mit mir den "Zock" auf die Quartalszahlen gemacht haben und nun sowieso investiert sind.

Dieses gestrige Szenario ist übrigens das Einzige, bei dem ich bewusst auf Quartalszahlen wette. Nämlich wenn die Erwartungen bei einer gut beobachteten Aktie schon sehr niedrig geworden sind und somit nur noch wenig Überraschungspotential nach unten existiert.

Und noch einen Aspekt, darf man bei der Apple Aktie nicht aus den Augen lassen. Sollte die Krise in der Ukraine eskalieren, wird wie immer bei so Krisen, der US Dollar profitieren. Und das Geld wird auch bei den Aktien in die sogenannten "Safe Havens" fliessen, also cashflow starke Aktien mit weltweiter Aufstellung, die durch eine regionale Krise nicht so schnell aus der Bahn geworfen werden können.

Apple ist so eine Aktie und damit aktuell auch ein Sicherheitsanker im Depot, unabhängig von den Chancen auf steigende Kurse bis in den Herbst hinein.

Wie immer, muss man bei jedem Trade auch wissen, wann es gut ist und die Reissleine zu ziehen ist. Diese naheliegende Marken sind bei Apple die Tiefs vom 31.01. und vom 15.04., verbunden mit der in dieser Region laufenden 200-Tage-Linie. Ein Bruch dieser Marken, dürfte obiges positives Szenario zumindest temporär vom Tisch nehmen.

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Die norwegische Telenor (WKN: 591260) mit Trading Chance

Der folgende kleine Tip erschien vor knapp zwei Tagen in Hari Live:

----

Eine interessante, mittelfristige Trading-Chance bei mässigem Risiko, könnte sich gerade in der norwegischen Telenor entwickeln.

Telenor ist einer der wachstumstärksten westlichen Telekomkonzerne, da das Unternehmen neben seinem Stammgeschäft viele interessante Beteiligungen in den Emerging Markets - vor allem in Asien - unterhält.

Grundsätzlich laufen die Geschäfte gut, wurden aber zuletzt durch Sorgen um ein Korruptionsverfahren in Indien belastet, lesen Sie .

Langfristig ist der positive Aufwärtstrend - hier im Chart des Börsenplatzes Oslo - aber ungebrochen:

Telenor 22.04.14 w

Auch das On-Balance-Volumen bestätigt Akkumulation und ist bullisch zu werten. Fundamental ist Telenor wie andere Telekom-Konzerne auch mit einem KGV von 12 und einer Dividendenrendite von 6% angemessen bewertet.

Ins Auge sticht nun aber auf der mittelfristigen Ebene im Tageschart, dass sich da eine deutliche inverse Schulter-Kopf-Formation (iSKS) bilden könnte. Und das nachdem die indischen Nachrichten scheinbar verarbeitet sind:

Telenor 22.04.14

In Summe könnte hier vielleicht gerade eine interessante mittelfristige Trading-Chance, bei fundamental mässigem Risiko entstehen.

Ein kleines bischen Übernahme-Phantasie, kommt zusammen mit einem Aktienrückkaufprogramm, noch als Sahnehäubchen oben darauf.

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Healthcare Sektor durch Pfizer und Astrazeneca mit M&A Phantasie

Der potentielle, gigantische elektrisiert die Branche und zeigt zusammen mit dem aktuellen Kauf des Impfgeschäftes von Novartis durch Glaxo Smith Kline, dass die M&A Phantasie zurecht im Sektor aktiv ist.

Grund genug mal wieder einen Blick auf den zu werfen, in dem die europäischen Pharmariesen versammelt sind:

EXV4 22.04.14

Wir sehen im langfristigen Chart einen unglaublich starken, überzeugenden Aufwärtstrend. Und das, obwohl hier sogar noch Dividenden exkludiert sind. Hinter dem Trend stehen auch fundamentale Fakten, nämlich dass die Pharmariesen ihre Restrukturierungen hinter sich haben und nun auch zunehmend von der Entwicklung im Biotech Bereich profitieren. Und nichts, absolut nichts, spricht im Chart dafür, dass dieser Trend nun endet.

Auf der anderen Seite, ist dieses Chart herrliches Anschauungsmaterial, wie uns unser "Affenhirn" Streiche spielt. Denn es sieht diese lange Bewegung zu neuen Hochs sehr skeptisch und denkt "zu weit gelaufen, da warte ich mal". Nur hatte es - wenn wir ehrlich sind - den gleichen Reflex schon 2012 und 2013.

Wer hat nun also Recht, der Trend oder unser Affenhirn, das zu grosse Fallhöhe wittert ?

Ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen: statistisch weit überwiegend der Trend. Auf den zu setzen, hat weit bessere Erfolgswahrscheinlichkeit, als unserem emotional, subjektiven Eindruck von "zu weit gelaufen" zu folgen.

Denn objektiv gibt es weder charttechnische noch fundamentale Faktoren, die ernsthaft ein Ende des Trends indizieren. Und das ist die wahre Realität im "Hier und Jetzt".

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Rheinmetall (703000) im Aufwärtstrend

Heute nur kurz und knapp der Hinweis, dass der Rüstungskonzern Rheinmetall (WKN: 703000) nun vom Chart her aussichtsreich aussieht:

Rheinmetall 22.04.14

Wir sehen, dass Rheinmetall eine 5-teilige Korrektur abgeschlossen und dabei genau auf die Aufwärtstrendlinie aufgesetzt hat.

Wir sehen weiter, ein auf hohem Niveau stabiles "On-Balance" Volumen, das weitere Akkumulation in der Aktie impliziert.

Wir haben das für Rheinmetall negative Gerücht, eines möglicherweise scheiternden Panzerdeals mit Saudi-Arabien, zur Kenntnis genommen und sehen, dass es im Kurs verarbeitet wurde.

Und wir wissen, dass die Geschehnisse in der Ukraine Westeuropa und die NATO nun aus der Illusion aufwecken, als ob in Europa nur noch "Blümchenkriege" möglich wären. Die Wehretats in Europa sind weit herunter geschrumpft und nach unten gibt es kaum mehr Bewegungsspielraum, wenn man die Existenz eines eigenen Militärs nicht ganz aufgeben will. Was nach dem "Wachrüttler" der Ukraine wohl kaum passieren wird.

Alles in allem ist das charttechnisch wie fundamental, wohl nicht die schlechteste Ausgangslage, um der Aktie von Rheinmetall mit mittelfristigem Horizont näher zu treten. Allerdings muss man natürlich überhaupt erst einmal bereit sein, in diesen Sektor zu investieren - diese moralische Frage muss aber jeder Anleger für sich selber beantworten.

Negativ schlägt bei Rheinmetall, wie bei allen Rüstungskonzernen, das Korruptionsrisiko und die Abhängigkeit von Staatsaufträgen zu Buche - wobei das Eine durchaus mit dem Anderen zu tun hat.

Aber für dieses Risiko gibt es Stops, die sich nun durch die Trendlinie und das Tief vom 14.04. sauber definieren lassen und damit das Risiko minimieren.

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Marktlage im DAX – Was sollen Anleger tun ?

Der DAX wackelt und zeigt eine klare Unter-Performance gegenüber anderen Indizes, insbesondere gegenüber dem Leitindex S&P500.

Natürlich spielt dabei auch die Unsicherheit um die Ukraine eine Rolle, die nur einige hundert Kilometer von Deutschlands Ostgrenze entfernt ist. Und auch die deutsche Wirtschaft hat viele Geschäfte mit Russland, was den DAX und MDAX besonders anfällig für die Auswirkungen von Eskalation und Wirtschaftssanktionen macht.

Die Ukraine alleine, reicht aber nicht aus als Erklärung für eine relative Schwäche des DAX, die schon seit März andauert. Da der DAX in der Mehrheit von angelsächsischen Investoren gehalten wird, braucht es auch deren Abflüsse, um dem DAX ein deutliche Unterperformance zu bescheren. Und das scheint zuletzt immer wieder der Fall gewesen zu sein.

Ich bleibe daher bei meiner schon vor Wochen geäusserten Ansicht, dass der DAX derzeit nicht einer der präferierten Indizes der Welt ist und man sein Kapital erfolgsträchtiger in anderen Teilen der Welt in Bewegung setzt. Wenn Sie wissen wollen in welchen, stossen Sie zur sumerdigital Community dazu.

Trotz dieser berechtigten Fragezeichen über dem DAX, sollte man aber doch die "Kirche im Dorf" lassen. Kaum geben die Märkte mal nach, poppen überall wieder diese unvermeidlichen Crash-Propheten hervor. Deren Geschäft ist einfach. Es wird jedes Mal, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, ein Crash vorher gesagt. Das hatten wir auch schon 2013, 2012 und 2011. In den 9 von 10 Fällen, in denen aus dem "Crash" nichts wird, haben die Leser das schnell vergessen, man redet dann halt nicht mehr darüber. Der eine Fall aber, sorgt dann dafür, dass man ausgesorgt hat und sich auf Jahre als "Crash-Guru" für teures Geld herum reichen lassen kann - oder noch besser, seine eigenen Fonds mit dieser "Expertise" unters Volk bringen kann.

Dieses System ist so durchschaubar, dass wir als erfahrene Anleger über diesem medialen Rauschen stehen sollten. Denn ein Blick auf das Wochenchart im DAX zeigt schnell, dass es zwar Grund zur Aufmerksamkeit und Vorsicht gibt, von einem Crash aber bisher in keinster Weise die Rede sein kann:

DAX W 16.04.14

Sie sehen in dem Chart ganz schnell, dass der DAX nun bestenfalls etwas mit dieser langfristigen Aufwärtstrendlinie flirtet. Ansonsten ist der Aufwärtstrend völlig intakt und das was wir gerade erleben, sieht eher wie eine Seitwärtskonsolidierung aus, die durchaus nach oben aufgelöst werden kann.

Erst wenn die wichtige Unterstützung unterhalb 9000 im DAX nachgeben sollte, dann wird dort, wo ich den blauen Stern hingezeichnet habe, der Trend langsam in Frage gestellt. Solange der DAX aber über 9000 bleibt, ist im grösseren Bild gar nichts passiert.

Das heisst nicht, dass man nun sorglos werden darf. Eine grosse Topbildung ist möglich, auch wenn sie im Chart noch nicht vollzogen ist. Wir haben in der sumerdigital Community daher schon seit Anfang letzter Woche die Cash-Quoten deutlich erhöht und sind nun weit defensiver aufgestellt.

Auch sind wir nun deutlich weniger aktiv im Markt unterwegs, als im letzten Jahr. In solch unsicheren Phasen, darf man sich einfach nicht hektisch in jedem Swing zerreiben lassen - ausser man hat sich als Daytrader auf diese Swings spezialisiert, was aber ein "hartes Brot" ist.

Zu Vorsicht und einer defensiven, neutralen Aufstellung, besteht also rationaler Anlass und das haben wir vollzogen. Darüber hinaus, gibt es aber bisher keinen Anlass für Katastrophen-Szenarien - wir müssen nun einfach ruhig und gelassen abwarten.

Der Markt wird uns schon zeigen, in welche Richtung er letztlich will. Und wenn der Markt dieses Zeichen gibt, werden sich auch wieder attraktive Chancen auftun, in welche Richtung auch immer.

Hier und Heute kann man die Frage "Was tun ?" also sehr leicht beantworten:

Wenn Sie rechtzeitig Ihre Aufstellung den erhöhten Risiken angepasst haben, gibt es aktuell nichts zu tun !

Und wenn Sie es bei dieser Korrektur wieder nicht geschafft haben, rechtzeitig mal mit einem Teil Ihrer Gewinne auf die Seitenlinie zu kommen, dann sollten Sie das unbedingt und zügig lernen !

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***